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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Korrektur: Dritter Studierendenkongress der Komparatistik"
RessourcentypCall for Papers
TitelKorrektur: Dritter Studierendenkongress der Komparatistik
BeschreibungWir bitten um Aufmerksamkeit für eine erneute, aktualisierte Ankündigung des Dritten Studierendenkongresses der Komparatistik in München:

Vom 27. bis 29. April 2012 findet der Dritte Studierendenkongress der Komparatistik (SKK) mit dem Thema ‚Spannungsfelder: Literatur und Gewalt‘ an der LMU München statt.

Zum Kongressthema:

Warum beschäftigt sich Literatur mit Vernichtung? Engen die Regeln einer Ästhetik Literatur gewaltsam ein? Wie übt Propaganda Gewalt aus, und ist nicht auch Deutung immer ein Gewaltakt? Literatur und Gewalt stehen in einem facettenreichen Spannungsfeld, das sowohl themen- als auch
epochenübergreifend ist: Gewalt wird an Literatur verübt, Gewalt wird in Literatur dargestellt, Gewalt wird durch Literatur selbst ausgeübt. Vorstellbare Themenansätze wären beispielsweise:


Gewalt an Literatur

Die Geschichte der Literatur ist auch eine der Zensur, der Deutung, der Überlieferung und der Kanonisierung. Alle diese Prozesse können als gewaltsam verstanden werden: Zensur schränkt ihre Rezeption und Produktion ein; Deutung perspektiviert den Text und verschleiert andere
Bedeutungsebenen; Kanonisierung sortiert gewaltsam aus; in der
Überlieferung werden Texte bis zur Unkenntlichkeit entstellt.
Ästhetische und stilistische Regeln bestimmen den literarischen Text. Üben diese Bestimmungen Gewalt auf die Sprache aus?


Gewalt findet innerhalb der Literatur statt

Gewalt ist virulentes Thema in der gesamten Literatur. Sie überwindet Gattungs- und Sprachgrenzen. Gewalt wird intertextuell an Motiven verübt, indem sie zitiert, parodiert und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus geht es nicht nur um inhaltliche Auseinandersetzungen mit Gewalt, sondern auch um formale Gattungsfragen. An Sprachgrenzen stößt Literatur in der Frage wie und ob sie Gewalt darstellen kann: Ist Gewalt das schlechthin Unvermittelbare? Verbieten Ethik und Pietät nicht die Abbildung von Gewalt?


Literatur übt Gewalt aus

Propaganda ist die offensichtlichste textuelle Gewalt, sie hat reale Folgen. Subtiler üben Texte Gewalt aus, indem sie den kulturellen Rahmen stiften und sprengen. Wäre unser Liebesdiskurs ohne Romeo and Juliet denkbar? Und tat die Lektüre der Leiden des jungen Werthers seinen Lesern Gewalt an?

Die Thematik verspricht Vielseitigkeit, denn sie beschränkt sich nicht nur auf konkrete Textanalyse und überschreitet nationale, epochale und mediale Grenzen gleichermaßen. Es bietet sich ein Rahmen zur Reflexion über die Methoden der Komparatistik und das Medium Literatur selbst.


Der SKK setzt sich zum Ziel, auch Studierenden in frühen
Studienabschnitten die Möglichkeit akademischen Austauschs zu eröffnen. Die Ausschreibung richtet sich daher primär an B.A.-, M.A.- und
Magister-Studierende, welchen dies gewöhnlich nicht in solcher Dimension gegeben ist; daneben natürlich auch an Doktoranden. Entsprechend sind nicht nur Einblicke in Abschlussprojekte denkbar, sondern ebenso spannende Anregungen aus Seminaren und Hausarbeiten, sowie ggf. eigenständige Forschung zu einem Bereich, der schon immer Interesse geweckt aber vielleicht noch nicht die gewünschte Berücksichtigung im eigenen Studium gefunden hat.
Teilnehmer aus verschiedenen Städten, Ländern und Kulturen sind herzlich willkommen.

Deadline des CfP ist: 29.02.2012.
Die Formalia:

- (vorläufiger) vollständiger Titel des Vortrags
- ein ca. 300 Wörter umfassendes Abstract
- kurze Informationen zur Person (Studienort und Fachrichtung)


Kontakt und weitere Informationen:

Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, LMU München
Schellingstr. 3, RG
80799 München
E-mail: studierendenkongress@lrz.uni-muenchen.de
Web: http://www.skk-muenchen.de/
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.skk-muenchen.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortMünchen
Bewerbungsschluss29.02.2012
Beginn27.04.2012
Ende29.04.2012
KontaktdatenName/Institution: Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, LMU München 
Strasse/Postfach: Schellingstr. 3 
Postleitzahl: 80799 
Stadt: München 
E-Mail: studierendenkongress@lrz.uni-muenchen.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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