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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Krisen-Diskuse in der BRD"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelKrisen-Diskuse in der BRD
BeschreibungInterdisziplinäre Tagung im Rahmen des DFG-Projektes
„Sprachliche Konstruktionen sozial- und wirtschafspolitischer Krisen in der Bundesrepublik Deutschland von 1973 bis heute“
7.-9. März 2012 im Robert Schuman-Haus
Universität Trier

Krisen-Diskurse sind ein öffentliches Phänomen, das sich seit 1973 – der sogenannten Ölkrise – wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zieht und die neuere Geschichte und Sprachgeschichte durchgehend und nachhaltig geprägt hat (und sie immer noch prägt). Gegenstand der Tagung sind sozial- und wirtschaftspolitische „Krisen“ von 1973 bis zur aktuellen sogenannten Finanzkrise (2008-2011). Dem Tagungsthema liegt die übergreifende und zu prüfende Leitthese zugrunde, dass „Krisen“ nicht zuletzt diskursive Phänomene sind, die in der Folge ihrer sprachlichen Konstruktion als Rechtfertigungsinstanzen für viele politische Entscheidungen fungieren. Ausgehend von verschiedenen theoretischen und methodischen Zugängen sollen aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln analytische Verfahrensweisen vorgestellt, diskutiert und zueinander in Beziehung gesetzt werden, mit denen untersucht wird, wie „Krisen“ in der massenmedialen Öffentlichkeit vermittelt, plausibilisiert und bis zu einem gewissen Grad erst konstruiert werden.

Zur Tagung sind als Referenten etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ver-schiedenen Disziplinen eingeladen, die in den letzten Jahren zu Wirtschaftskrisen aus geschichts- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive geforscht haben. Weiterhin kommen diskurs- und kulturanalytisch orientierte Politik- und Sozialwissenschaftler zu Wort. Zudem präsentieren sprachwissenschaftlich und semiotisch arbeitende ForscherInnen die Ergebnisse ihrer Projekte.
Die Tagung soll einen facettenreichen Überblick über die Rolle sozial- und wirtschaftspolitischer „Krisen“ in der Geschichte der BRD geben, über die Relevanz der diskursiven Kon-struktion solcher Krisen und über methodologische Ansätze, diesen Konstruktionscharakter untersuchen zu können und ihn mit den eher an harten Krisen-„Fakten“ interessierten Zugängen zum Thema zu vermitteln.

Veranstalter:
Prof. Dr. Martin Wengeler (Germanistische Linguistik, Universität Trier)
Dr. Alexander Ziem (Germanistisches Institut, Professur „Mündlichkeit“, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Weitere Informationen und Anmeldung:
http://www.uni-trier.de/index.php?id=42755

Nahe gelegene Übernachtungsmöglichkeiten:
Gasthaus „Zur Schönen Aussicht“ (einfach, preiswert):
http://www.hotel-zur-schoenen-aussicht-trier.de/

Hotel Römerbrücke:
http://www.hotel-roemerbruecke-trier.de/

Kontakt:
krisendiskurse@googlemail.com


Vorläufiges Programm


Mittwoch, den 7. März 2012

Anreise der Teilnehmer

19.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen im Tagungshaus


Donnerstag, den 8. März 2012

8.00 Uhr
Frühstück


Zur Geschichte von Wirtschaftskrisen in der Bundesrepublik Deutschland

9.00 Uhr
Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Heidelberg): Zur Einordnung von Wirtschaftskrisen in die (Erfolgs-)Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

9.45 Uhr
Prof. Dr. Werner Plumpe (Frankfurt a.M.): Die Krise 1966/67 und das Ende des Wirtschaftswunders

10.30 Uhr
Kaffeepause


Zur sozialen Konstruktion der Wirtschaft und ihrer Krisen

11.00 Uhr
Prof. Dr. Bob Jessop (Lancaster): Imagined recoveries, recovered imaginaries: construing crises and exit strategies in different phases of the Global Financial Crisis and the Eurozone Crisis

11.45 Uhr
Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck (Würzburg): Der Schein des Geldes als soziale und politische Wirklichkeit

12.30 Uhr
Gemeinsames Mittagessen im Tagungshaus

14.00 Uhr
Dr. Jens Maeße (Mainz): Ökonomischer Expertendiskurs

14.45 Uhr
Dr. Jürgen Nordmann (Linz): Grenzen der Krisendebatte: Zum Verhältnis von Sach- und Grundsatzdiskussio-nen in den Printmedien und in der Sozialwissenschaft

15.30 Uhr
Kaffeepause


Zur Krisenkonstruktion im Lichte von Geistes– und Medienwissenschaften: Diskurskritische und diskursanalytische Perspektiven

16.00 Uhr
Prof. Dr. Franz Januschek (Flensburg): Kritik der Krise, Kritik von Krise, Kritik und Krise, Kritik der Kritik

16.45 Uhr
Prof. Dr. Rolf Parr (Duisburg-Essen): Krisen / Katastrophen. Normalismustheoretische Überlegungen zu einem semantischen Differenzial

17.30 Uhr
David Römer, M.A./Prof. Dr. Martin Wengeler (Trier): „Wirtschaftskrisen“ begründen/mit „Wirtschaftskrisen“ legitimieren. Ein diskurs-historischer Vergleich argumentativer Konstruktionen von Ölkrise, Arbeitsmarkt-krise und Finanzkrise in den Jahren 1973, 1997 und 2008

19.00 Uhr: Gemeinsames Abendessen im Tagungshaus


Freitag, den 9. März 2012

8.00 Uhr
Frühstück

9.00 Uhr
Kathrin Lämmle M.A./Dr. Anja Peltzer/Dr. Andreas Wagenknecht (Mannheim): Unterhalten mit der Krise. Eine komparative Analyse der Finanzkrisenkonstruk-tion in medialen Unterhaltungsformaten


Zur Krisenkonstruktion im Lichte von Geistes- und Medienwissenschaften: Korpusanalytische Perspektiven

9.45 Uhr
Dr. Melani Schroeter/Dr. Petra Storjohann (Reading/Mannheim): Quantitative Schlagwortsemantik. Strukturen der Präsenz und Absenz in der Semantik der Wirtschaftskrise

10.30 Uhr
Kristin Kuck, M.A./Michael Drommler, M.A. (Trier/Düsseldorf): Krisenmetaphern am Beispiel der Debatten zur „Agenda 2010“ und zur „Finanzkrise“

11.15 Uhr
Kaffeepause

11.45 Uhr
Dr. Amelie Kutter (Lancaster): Fortgeschriebene Finanzialisierung. Eine Diskurs- und Korpusanalyse von Krisenmanagementdiskursen in der deutschen Finanzpresse

12.30 Uhr
Dr. Ronny Scholz/Dr. Alexander Ziem (Trier/Düsseldorf): Konstruktionen von Krisen in der BRD: Korpuslinguistische Zugänge

13.15 Uhr
Dr. Emo Gotsbachner (Wien): Krisen als Deutungsrahmen: Fernsehtalkshows im Fokus der Gesprächsforschung

14.15 Uhr: Abschluss der Tagung


Kontakt:
E-mail: krisendiskurse@googlemail.com
Web: http://www.uni-trier.de/index.php?id=42755

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTrier
Beginn07.03.2012
Ende09.03.2012
PersonE-Mail: krisendiskurse@googlemail.com 
KontaktdatenName/Institution: Germanistische Linguistik/Universität Trier 
Postleitzahl: 54286 
Stadt: Trier 
Telefon: 49-651-201-2334 
Fax: 49-651-201-3629  
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Korpuslinguistik / Computerlinguistik; Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik)
Zusätzliches SuchwortLinguistische Diskursanalyse; Diskursgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/23922

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