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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Die andere Antike. Historisierung und Politisierung der Altertümer auf der Bühne des 19. Jahrhunderts"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDie andere Antike. Historisierung und Politisierung der Altertümer auf der Bühne des 19. Jahrhunderts
BeschreibungInterdisziplinäre Arbeitstagung 26.-28. Januar 2012
Humboldt-Universität zu Berlin , Hauptgebäude
Unter den Linden 6, Raum 3031

Die Renaissance hat ‚die Antike’ wiederentdeckt. Das 19. Jahrhundert aber ist die Epoche ihrer Vervielfältigung. Hier entfaltete sich die eine Antike zu einem heterogenen Raum mit ebenso großer historischer Tiefe wie kultureller Breite und differenzierte sich dabei zu einer Vielzahl verschiedener Altertümer aus: zu morgenländischen und nordischen, zu klassischen, spätantiken und solchen der Vorzeit. In engem Wechselspiel zwischen Wissenschaften und Künsten, territorialer Politik und Nationalstaatsutopie wurde um die ästhetische, kulturelle und politische Geltung dieser verschiedenen Altertümer gerungen. Die zeitgenössische Theaterbühne war dafür ein prominenter Austragungsort, der noch dazu seinem Ursprung nach selbst als ‚antik’ vorgestellt werden konnte. Auf der Dramenbühne wirkten architektur-, kunst- und literaturgeschichtliche Prozesse mit wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen so zusammen, dass sich ein produktives Transformationsfeld der Altertümer entwickelte.
Ziel der Tagung ist es, anhand konkreter Fallbeispiele aus Architektur, Dramatik, Altphilologie, bildender Kunst und aus der Geschichte des politischen Diskurses die Bühne des 19. Jahrhunderts als entscheidenden Imaginationsraum der Antike(n) und zugleich als Prisma ihrer kulturellen Verhandlungen sichtbar zu machen. Diese doppelte Perspektivierung verspricht weitreichende Einsichten in die medien- und diskurshistorischen Bedingungen antiker Vorstellungswelten in der Moderne sowie Aufschluss über ihre eminenten national-, bildungs- und kulturpolitischen Effekte im Zeichen einer Konkurrenz der Altertümer.



Donnerstag, 26. Januar 2012

15.00 Uhr
Begrüßung durch die Leitung des SFB 644 Transformationen der Antike
Einführung: Andrea Polaschegg und Julia Stenzel


Sektion 1: Räume und Kollektive (Moderation: Friederike Krippner)

15:30 Uhr
CHRISTOPHER BALME (München)
Polis und Parrhêsia: Zur Begründung der Meinungs- und Redefreiheit im Vormärz im Spiegel der antiken Rezeption

16:15 Uhr
HANNELORE PUTZ (München)
„... aber nicht dahin gezwungen sollen diese griechischen Werke aussehen, sondern gleichsam wie höchstkultivirte Colonisten". Bauwerke in ihrer Funktion als „Colonisten" für „Bildung und Vortrefflichkeit" am Beispiel des Münchner Königsplatzes

17:00 Uhr Pause

17:30 Uhr
MATTHIAS DREYER (Berlin)
Der Raum des Chors. Präfigurationen des Kollektiven in der Theaterarchitektur des 19. Jahrhunderts


Freitag, 27. Januar 2012

Sektion 2: Grenzen und Übersetzungen (Moderation: Julia Weitbrecht)

09.00 Uhr
MARTIN HOSE (München)
Was weiß die Altertumswissenschaft über die antike Bühne?

09:45 Uhr
JOSEFINE KITZBICHLER (Berlin)
Übersetzen für eine imaginäre Bühne. Johann Gustav Droysens „Aischylos“ (1832)

10:30 Uhr Pause

11:00 Uhr
MARTIN REVERMANN (Toronto)
Hölderlin and Sophocles: Extreme Translation and the Limits of Commensurability

11:45 Uhr
JULIA STENZEL (München)
Heine in der Unterwelt. Der „Sohn des Aristophanes" und der Aristophanismus des 19. Jahrhunderts

12:30 Uhr Mittagspause


Sektion 3: Bilder und Zeiten (Moderation: Marcus Becker)

14:00 Uhr
CLAUDE HAAS (Berlin)
Hegels Antiken

14:45 Uhr
SUSANNE GÖDDE (München)
„Das Opfer blutet“. Versatzstücke antiker Religion im Drama des 19. Jahrhunderts

15:30 Uhr Pause

16:00 Uhr
CHRISTAN SCHOLL (Göttingen)
Eduard Bendemanns „Opfer der Iphigenie": Antike und Theatralik im Spätwerk eines Hauptvertreters der Düsseldorfer Malerschule

16:45 Uhr
CHRISTINE HÜBNER (Passau/Erfurt)
Inventur eines Inventars. Antiken im Dekorationsbuch Oldenburg


Samstag, 28. Januar 2012

Sektion 4: Konkurrenzen und Synthesen (Moderation: Julia Stenzel)

09.00 Uhr
FRIEDERIKE KRIPPNER (Berlin)
„Stoff ist Aufgabe; Form ist Lösung.“ Kollision und Konkurrenz der Altertümer in Friedrich Hebbels Tragödien

09:45 Uhr
ANKE DETKEN (Göttingen)
Antike und moderne Medea: Zum Verhältnis textueller Systeme bei Franz Grillparzer

10:30 Uhr Pause

11:00 Uhr
TIMM REIMERS (Berlin)
Eine afrikanische Antike? Der Jugurtha-Konflikt in der Römertragödie des 19. Jahrhunderts

11:45 Uhr
ANDREA POLASCHEGG (Berlin)
Konkurrenz der Altertümer – Synthese der Formen? Felix Dahns multimediale Antikenpolitik

12:30 Uhr Abschluss der Tagung



Veranstalter:
DFG-Forschergruppe Anfänge (in) der Moderne
www.forschergruppe-anfaenge.lmu.de
SFB 644 Transformationen der Antike
www.sfb-antike.de

Kontakt:
Heike Hardt (Sekretariat)
Heike.Hardt@rz.hu-berlin.de
030/20939655
Friederike Krippner
friederike.krippner@staff.hu-berlin.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn26.01.2012
Ende28.01.2012
PersonName: Friederike Krippner 
Funktion: Wiss. Mitarb. 
E-Mail: friederike.krippner@staff.hu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: SFB 644: Transformationen der Antike 
Strasse/Postfach: Mohrenstraße 40/41 
Postleitzahl: 10117 
Stadt: Berlin 
Internetadresse: www.sfb-antike.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeDramentheorie; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Motiv- u. Stoffgeschichte; Theater (Aufführungspraxis)
Klassifikation05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.02 Drama; 15.00.00 19. Jahrhundert
Ediert von  H-Germanistik
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