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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Übersetzung als Kulturkontakt. Übersetzungsverfahren am Beispiel von Ingeborg Bachmanns Prosa, Wien"
RessourcentypCall for Papers
TitelÜbersetzung als Kulturkontakt. Übersetzungsverfahren am Beispiel von Ingeborg Bachmanns Prosa, Wien
BeschreibungÜbersetzung als Kulturkontakt. Übersetzungsverfahren am Beispiel von Ingeborg Bachmanns Prosa

Sektion bei der internationalen KCTOS-Konferenz "Wissen, Kreativität und Transformationen von Gesellschaften", Wien, 06.-09. Dezember 2007

Deadline für Papers: 15.9.2007


Datum der Sektion: 07./09.12.2007

"Übersetzung als Kulturkontakt. Übersetzungsverfahren am Beispiel von Ingeborg Bachmanns Prosa"


Die Bedeutung Ingeborg Bachmanns (1926–1973) nicht nur als Lyrikerin, sondern auch als Prosaschriftstellerin ist heute unbezweifelt. Von den zu ihren Lebzeiten publizierten Texten gehören die beiden Erzählbände, „Das dreißigste Jahr“ (1961) und „Simultan“ (1972), sowie der Roman „Malina“ (1971) zu den meist übersetzten Werken der Autorin, ungeachtet der Schwierigkeiten der besonders reichen und dementsprechend komplizierten Lexik und der einzigartigen stilistischen Nuancen ihrer Texte. Dabei fällt die zeitliche Distanz der Übersetzungen in verschiedene Nationalsprachen in einzelnen Ländern auf, die durch mehrere weit reichende Faktoren verursacht wurde - von den kulturgebundenen Verständnismöglichkeiten, unterschiedlichen Lebenswelten bis zu den gesellschaftlichen Faktoren, bei denen verschiedene Ideologien mitwirkten. Das Oeuvre der Schriftstellerin ist heute aktueller denn je. Die Übersetzung ihrer Texte trägt, als eine Brücke zwischen den Kulturen, immer weiter zum Abbau geistiger Barrieren und zur Erweiterung der geistigen Landkarten bei. Die erzählenden Werke von Bachmann zu übersetzen, bedeutet nicht nur die Sprache der Autorin zu kennen, sondern ihre Weltanschauung zu begreifen, ihre Art des Meinens zu verstehen und ihre Gefühle nachempfinden zu können. Denn es geht nicht um wörtliche Übersetzung, sondern darum, den „Geist“ des Originals zu vermitteln. Dabei spielt naturgemäß dessen Interpretation durch den Übersetzer/die Übersetzerin, die nicht nur von dessen/deren Kenntnissen, sondern auch von dessen/deren eigener Lebenserfahrung abhängt, eine wichtige Rolle.
In unserer Sektion soll hinterfragt werden, wie bei den durch Sprache, Geschichte und kulturelle Differenzen bedingten Unterschiedlichkeiten zwischen den verschiedenen geistigen und poetischen Welten - die der Bachmannschen Texte und der Zielsprachen, Literaturen und Kulturen – eine adäquate Übersetzung eines souveränen ästhetischen Kunstwerkes geleistet werden kann. Dabei soll das Übersetzen nicht nur im sprachlich-textlichen Paradigma verstanden werden, sondern auch zum Begriff der Kulturwissenschaften erweitert werden, wo Übersetzung zu einer Leitperspektive für jegliche Formen des interkulturellen Kontakts expandiert.
Die Sektion wird im Rahmen der internationalen KCTOS-Tagung "Wissen,
Kreativität und Transformationen von Gesellschaften" des "Instituts zur
Erforschung und Förderung regionaler und transnationaler Kulturprozesse"
(INST) in Wien stattfinden, in der Sektionsgruppe „Sprachen, Wissen und Globalisierung“.

Sektionsleitung: Kurt Bartsch (Graz) und Larissa Cybenko (Lviv / Lemberg)

Das INST-Projekt wird auf einer siebensprachigen Homepage (http://www.inst.at) sowie durch zahlreiche Projektdokumentationen und -präsentationen öffentlich vorgestellt. Für die anstehende Konferenz werden etwa 7.000 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer aus über 100 Ländern erwartet. Zur Konferenz werden grundsätzliche Beiträge erwünscht, aber auch eine Vielzahl von Referaten, die aus der Sicht ihrer Fachdisziplin, der Perspektive eines interdisziplinären Polylogs oder auch auf der Basis von Diplomarbeiten, Dissertationen, Studien, transdisziplinären Projekten Erfahrungen, Erkenntnisse, Vorschläge vorstellen.

Vorschläge für einen Tagungsbeitrag sind mit kurzen bio-bibliographischen Angaben und in Form eines Abstracts von ca. 2.500-3.000 Zeichen (mit Leerzeichen) inklusive eines vorläufigen Vortragstitels als E-Mail-Attachment bis zum 15. September 2007 an die Sektionsleiter unter
kurt.bartsch@uni-graz.at und larissa.cybenko@gmail.com

zu richten. Die Vorträge sollen maximal 30 Minuten umfassen.

Die Beiträge werden zunächst in der Internet-Zeitschrift des INST (TRANS) sowie auf der CD-ROM der Konferenzdokumentation veröffentlicht und zudem in der Hardcover-Ausgabe der Konferenzdokumentation aufgeführt. Außerdem ist eine eigenständige Publikation in Form eines Sammelbandes vorgesehen.

Dr. Larissa Cybenko
section chair
Iwan Franko Universität Lviv/Lemberg
FB Weltliteratur
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Bewerbungsschluss15.09.2007
Beginn07.12.2007
Ende09.12.2007
PersonName: Cybenko, Larissa [Dr.] 
Funktion: section chair 
E-Mail: larissa.cybenko@gmail.com 
KontaktdatenName/Institution: Iwan Franko Universität Lviv/Lemberg, FB Weltliteratur 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur nach 1945
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.11.00 Übersetzung; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.08.00 Gattungen und Formen > 19.08.03 Epik
Ediert von  H-Germanistik
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