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Ergebnisanzeige "Abschied von 9/11: Wie man aufhört, von der Katastrophe zu erzählen"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelAbschied von 9/11: Wie man aufhört, von der Katastrophe zu erzählen
BeschreibungAbschied von 9/11
Wie man aufhört, von der Katastrophe zu erzählen

Interdisziplinäres Symposium an der Universität Freiburg, 18. und 19. November 2011


Nichts werde mehr so sein, wie es vorher war: Ob sich dieser Grundtenor der meisten kulturellen Bearbeitungen der Anschläge vom 11. September 2001 bewahrheitet hat, ist offen. Jedenfalls sind viele der unmittelbaren thematischen Bezüge, der medialen Gemeinplätze und der kommunikativen Konventionen, die nach der Zerstörung des World Trade Centers allgegenwärtig schienen, wieder von der Oberfläche unserer Medienangebote und aus dem tagesaktuellen Bewußtsein verschwunden. Deswegen ist zwar noch keineswegs alles wieder wie zuvor, es ist aber auch nicht mehr alles anders, und anderes ist nicht mehr 9/11. Die zeitweise uneinholbar scheinende Orientierung auf die eine übergreifende Erzählung von der Zäsur, der Katastrophe, der ultimativen Referenz eines einbrechenden Realen, wurde offenbar in vielen Bereichen überwunden oder bis zur Unkenntlichkeit verändert, ja weiterentwickelt.


Was ist also verschwunden oder was ist geblieben? Und wie hat es sich verändert? Diese beiden Fragen führen gemeinsam zu einer dritten, an der diese Tagung ansetzen will: Welche kulturellen Prozesse und Verfahren haben die Fort-, Ab- und Umschreibung der zunächst absolut wirkenden Bezüge auf 9/11 ermöglicht und gestaltet? Wie ist es so schnell gelungen, die Erzählung von der Katastrophe wieder abzustellen? Welche neuen Elemente sind an die Stelle dieses Narrativs getreten? Wurde die Katastrophe 9/11 inzwischen durch andere menschengemachte oder Natur- Katastrophen ersetzt?

Freitag, 18. November

14.00 Eröffnung, Begrüßung

I. Konzept und Kritik der Katastrophe
(Moderation: Stephan Packard)

14.30 Martin Endres: ›still to come‹. Das kommende Trauma oder Die
Affirmation des Symbolischen

15.15 Isabella Ferron: 9/11: ein Nachdenken über neue Kulturprozesse und
neue Symbole

16.00 Pause

16.15 Michael Frank: 9/11 als Zäsur: Zur Karriere eines Topos im öffentlichen
Diskurs

17.00 Sanna Stegmaier: Falling in and out of 9/11 – Methoden des Abschieds

17.45 Pause

II. Narrative (Teil 1)
(Moderation: Ursula Hennigfeld)

18.00 Margit Reiter: Vom Verschwinden der Tat.
Narrative und Deutungsmuster nach dem 11. September 2001

18.45 Pause

19.15 Christoph Faulhaber: Bilder und Unbilder. Künstlerische Projekte 2001-
2011


Samstag, 19. November

II. Narrative (Teil 2)
(Moderation: Rolf Kailuweit)

9.00 Anna Zimmer: Abschied von typischen 9/11 (Satz-)Zeichen. Stimmen
aus New York und Bagdad in Thomas Lehrs September. Fata Morgana

9.45 Jesko Andreas Bender: Poetik und Politik mit|nach|gegen ›9/11‹.
Thomas Lehrs September. Fata Morgana (2010)

10.30 Pause

10.45 Jennifer Jasmin Clare: Der 11. September als vielstimmige mythische
Episode – Erzählung und Verortung von 9/11 in Thomas Lehrs Roman
September. Fata Morgana (2010)

11.30 Pause

III. Bilder und Ikonen
(Moderation: Stephan Packard)

11.45 Britta Kampe: Ikonen der Erinnerung oder politisches Kalkül? Über die
Sichtbarkeit von 9/11

12.30 Silke Walther: Die Ausbeutung der Ästhetik des Erhabenen

13.15 Mittag


IV. Bewegte Bilder
(Moderation: Ursula Hennigfeld)

14.45 Wolfgang Hochbruck: ›Rescue Me‹: The FDNY Ten Years After

15.30 Pause

15.45 Lars Koch: Alterität und Mimesis. Über die sukzessive
Renormalisierung von 9/11 im aktuellen Blockbuster-Kino: The
Happening (2008), 2012 (2009), Avatar (2009)

16.30 Thomas Nachreiner: Im Spiegellabyrinth – Reflexionen der
Verschwörung auf YouTube

17.15 Pause

17.30 Aldina Quintana und Rolf Kailuweit: "De Madrid al cielo": (De-)
kontextualisierung des 11M durch Popmusik und Videoclips im Internet

18.15 Abschlußdiskussion


KONTAKT:
URSULA.HENNIGFELD@ROMANISTIK.UNI-FREIBURG.DE
STEPHAN.PACKARD@MEDIENKULTUR.UNI-FREIBURG.DE
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortUniversität Freiburg
Beginn18.11.2011
Ende19.11.2011
PersonName: Packard, Stephan 
Funktion: Juniorprofessor für Medienkulturwissenschaft 
E-Mail: stephan.packard@medienkultur.uni-freiburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Medienkulturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Werthmannstr. 16 
Postleitzahl: 79098 
Stadt: Freiburg 
Telefon: +4976120397842 
E-Mail: stephan.packard@medienkultur.uni-freiburg.de 
Internetadresse: http://medienkulturwissenschaft.uni-freiburg.de/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Motiv- u. Stoffgeschichte
Zusätzliches Suchwort9/11, Terrorismus, Medien, Kultur
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.01.00 Forschung; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.09.00 Stoffe. Motive. Themen
Ediert von  H-Germanistik
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