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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Der Nationalsozialismus und die Shoah in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelDer Nationalsozialismus und die Shoah in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
BeschreibungDer Nationalsozialismus und die Shoah in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Internationale Tagung, 3. – 5. November 2011
Senatssaal der Leuphana Universität Lüneburg, 10.225 UC

Konzeption und Organisation:
Prof. Dr. Sven Kramer, Philipp Hammermeister, M.A., Torben Fischer, M.A.
Institut für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste
Abteilung Literarische Kulturen

Eine Anmeldung zur Tagung wird unter Tagung-Literatur@leuphana.de erbeten.


Gab es nach Mauerfall und Wiedervereinigung vereinzelt die Sorge, dass mit dem ›Ende der Nachkriegszeit‹ auch ein Ende der Erinnerung an den Nationalsozialismus und den Holocaust verbunden sein könnte, lässt sich für das beginnende 21. Jahrhundert konstatieren, dass der Nationalsozialismus als literarisches Thema eine kaum erwartete Konjunktur erlebt.
Unübersehbar mehren sich in den letzten zehn Jahren die Versuche meist jüngerer Autorinnen und Autoren, der Gegenwartsliteratur neue Formen der literarischen Erinnerung an den Nationalsozialismus und die Shoah zu erschließen. Die Meinungs- und Deutungshoheit der Zeitzeugengeneration ist im gegenwärtigen (literarischen) Erinnerungsdiskurs einem selbstverständlichen Nebeneinander unterschiedlicher Stimmen und generationeller Prägungen gewichen, in dem sich neben den Kriegskindern und den ›68ern‹ auch zunehmend die Enkelgeneration einen festen Platz erschreibt. Mit ihren Werken entstand eine neue Form der Erinnerungsliteratur, für die die Aufnahme und Reflexion der erinnerungskulturellen Nachgeschichte in Ermangelung eigener, authentischer Erinnerung konstitutiv ist. Es geht den Autorinnen und Autoren folglich oftmals weniger um die historiographische Erkundung der Vergangenheit, als vielmehr um die Probleme ihrer Aneignung im Rahmen von eigener Identitätsarbeit, familienbiographischer Selbsterkundung und kollektiver Erinnerungsprozesse.


PROGRAMM

Donnerstag, 03.11.2011

20.00 Uhr
Lesung mit Norbert Gstrein und Diskussion mit Dr. Susanne Düwell (Bochum) im Heinrich-Heine-Haus. Moderation Prof. Dr. Sven Kramer


Freitag, 04.11.2011

09.00-09.30 Uhr
Prof. Dr. Sven Kramer, Torben Fischer, M.A. (Lüneburg)
Einleitung


09.30-11.00 Uhr
Prof. Dr. Helmut Peitsch (Potsdam):
Muster der Konstruktion von erinnerungskultureller Nachgeschichte. Zu Maxim Biller, Iris Hanika und Stephan Wackwitz

PD Dr. Silke Horstkotte (Leipzig):
Benjamin Steins Die Leinwand, der Fall Wilkomirski und die Entwirklichung des Holocaust.


11.30-13.00 Uhr
Dr. Henrike Walter (Hamburg):
„Die Perspektive der doppelt Fremden“. Ursula Krechels Roman Shanghai Fern von Wo.

Dr. Corinna R. Kaiser (Oxford)
„Deut-scher Zug, deut-scher Zug“: Der Widerhall von Deportationszügen in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur


14.30-16.30 Uhr
PD Dr. Barbara Breysach (Berlin):
Vladimir Vertlib und Esther Dischereit. Die Shoah in der österreichisch- und deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur

Dr. Ewout van der Knaap (Utrecht):
Im Versteck. Über Darstellungsebenen von Verstecksituationen bei Robert Menasse

Prof. Dr. Iris Hermann (Bamberg):
Ohnehin gebürtig andernorts: Diversität von Erinnerung und Identität bei Doron Rabinovici und Robert Schindel


17.00-19.00 Uhr
Prof. Dr. Helmut Schmitz (Warwick):
Alternative Gründungserzählungen. Zum Status von Shoah und Nationalsozialismus in der Konstruktion von Erinnerung an ›deutsches Leiden‹

Prof. Dr. Martin Sexl (Innsbruck)
Von Auschwitz nach Srebrenica und zurück – Jonathan Littell und Peter Handke.

Prof. Dr. Cornelia Blasberg (Münster)
Der deutsche Widerstand gegen Hitler. Eine Leerstelle in der Literatur der Gegenwartsbewältigung?


Samstag, 5.11.2011

09.00-10.30 Uhr
Prof. Dr. Norbert Otto Eke (Paderborn)
Die Shoah im jüngeren Drama (Fritsch, Jelinek u.a.)

Bastian Reinert, M.A. (Chicago):
„Ich lasse am liebsten Tote sprechen“. Elfriede Jelineks postmortales Theater.


11.00-12.30 Uhr
Prof. Dr. Axel Dunker (Bremen):
Nationalsozialismus und Auschwitz im Pop-Roman: Thomas Meineckes Hellblau

Dr. Jens Birkmeyer (Münster):
Kältezonen aus nächster Nähe. Alexander Kluges neue Erzählungen über Nationalsozialismus und Krieg


13.30-15.00 Uhr
Dr. Katja Stopka (Potsdam):
Gestaltungen sekundärer Zeugenschaft in postmemorialer Literatur. Katharina Hackers Eine Art Liebe

Dr. Carola Hähnel-Mesnard (Lille):
Individuelle Erinnerung und kollektives Gedächtnis in den Romanen Nahe Jedenew und Mara Kogoj von Kevin Vennemann

Philipp Hammermeister, M.A. (Lüneburg):
Zwischen verlorener Zeit und dem sogenannten Bösen: Fakt und Fiktion in Marcel Beyers Kaltenburg


15.00-16.30
Abschlussdiskussion

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Beginn03.11.2011
Ende05.11.2011
Ediert von  H-Germanistik
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