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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Ilse Aichinger: Behutsam kämpfen"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelIlse Aichinger: Behutsam kämpfen
BeschreibungINTERNATIONALES SYMPOSION
ILSE AICHINGER: BEHUTSAM KÄMPFEN
27. – 29. Oktober 2011
Salzburg, Edmundsburg, Mönchsberg 2


Ilse Aichinger (1.11.1921) ‚kämpft behutsam‘ mit Worten – und gegen Worte, denn sie setzt ihr bedachtes Sprechen gegen offene und verdeckte Machtkonstruktionen in unserer Sprache und Gesellschaft. So erreicht, was mit dem „Aufruf zum Mißtrauen“ 1946 zum Programm erklärt wurde, später eine Intensität der Hinterfragung von Sprache, die bis an die Grenze der Auflösung ihrer alltäglichen Bedeutung führt.

Sprach- und Erkenntniskritik markiert Aichingers gesamtes Werk. Ihre Sprachbewegung ist eine prüfende, nur weniges erreicht für sie den angestrebten Rang ‚gesicherter‘ Worte. Es stellt sich die Frage, welche Worte aus den Sprach- und Denkwelten anderer AutorInnen oder PhilosophInnen Aichinger gelten lässt, mit welchen sie in eine Korrespondenz tritt.

Von 1963 bis 1984 lebte Ilse Aichinger in Großgmain bei Salzburg und schrieb einige ihrer wichtigsten Werke. Die Tagung aus Anlass des 90. Geburtstags möchte die besondere Bedeutung und Aktualität von Ilse Aichinger in mehrfacher Weise untersuchen und dazu beitragen, die Aufmerksamkeit auf eine der stillsten Dichterinnen dieses Landes zu fokussieren und zur Lektüre ihres Werkes anregen. In Vorträgen, Buchpräsentationen, Gesprächen, Film und Lesungen werden aktuelle Lesarten zu Leben und Werk von Ilse Aichinger präsentiert.


Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten zugänglich!

Veranstalter:
Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik
Kooperationspartner bei der Veranstaltung: Hommage an Ilse Aichinger (Salzburger Literaturforum Leselampe, Zentrum für jüdische Kulturgeschichte)
Mit Unterstützung von Stadt und Land Salzburg

Kontakt:
Dr. Irene Fußl irene.fussl@sbg.ac.at 0043/662/8044/4342
Dr. Christa Gürtler christa.guertler@sbg.ac.at
FB Germanistik
Unipark der Paris Lodron Universität Salzburg
Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg





INTERNATIONALES SYMPOSION
ILSE AICHINGER: BEHUTSAM KÄMPFEN


Donnerstag, 27. Oktober 2011

18.00 Tagungseröffnung
Norbert Christian Wolf (Fachbereichsleiter)
Irene Fußl und Christa Gürtler (Organisatorinnen)

18.30 Roland Berbig (Berlin)
„Ich wollte das Ende ändern“ – Eine unglaubwürdige Archivreise zu Ilse Aichinger

19.30 Brita Steinwendtner (Salzburg)
„Ilse Aichinger: Schreiben ist Sterben lernen“ Filmvorführung und Gespräch

20.30 Empfang


Freitag, 28. Oktober 2011

9.00 Hannah Markus (Berlin)
Schlechte Wörter als Familiensprache?
Die „Prosagedichte“ von Ilse Aichinger und Günter Eich

9.30 Wolfgang Görtschacher (Salzburg)/David Malcolm (Danzig)
Kann man Ilse Aichingers Lyrik ins Englische übersetzen?
Und warum möchte man das tun?

10.00 Anne Betten/Ute Fellner (Salzburg)
„Und wir haben noch kein einziges Wort verlernt“ –
Ilse Aichingers ‚weiter sprechen‘ in entfremdeter Sprache

10.30 Pause

11.00 Hans Höller (Salzburg)
„was gegen uns gerichtet scheint, wenden“
Die Aichinger-Linie in der österreichischen Erzählliteratur nach 1945

11.30 Barbara Thums (Tübingen)
Grenzräume des Schreibens: Ilse Aichingers Poetik des Exils

12.00 Mittagessen

15.00 Simone Fässler (Zürich)
Immer dieselben Wege gehen? Zum Verhältnis von Früh- und Spätwerk

15.30 Joanna Drynda (Poznan)
Intermedialität bei Ilse Aichinger

Hommage an Ilse Aichinger

18.00 Buchpräsentation
Simone Fässler: „Ilse Aichinger: Es muss gar nichts bleiben. Interviews 1952 – 2005“
Lesung
Gespräch „Ilse Aichinger: Selbstbilder – Fremdbilder“
mit Simone Fässler (Zürich), Doris Moser (Klagenfurt) und Reto Ziegler (Wien) Moderation: Christa Gürtler (Salzburg)

20.00 Lesungen
Franz Hammerbacher (Wien)
Margret Kreidl (Wien)
Uljana Wolf (New York/Berlin)

Eintritt: 8/6/4 (Für Tagungsteilnehmer frei)

Samstag, 29. Oktober 2011

9.00 Dagmar Lorenz (Chicago)
‚Die zunehmende Schärfe der Erinnerung‘: Das Bild der Großmutter bei Ilse Aichinger

9.30 Christoph Leitgeb (Wien)
Ilse Aichinger: Zur Unheimlichkeit der Geschichte

10.00 Pause

10.30 Neva Slibar (Ljubljana)
Ilse Aichinger und Ingeborg Bachmann. Parallelen und Differenzen in ihrem Frühwerk

11.00 Françoise Rétif (Rouen)
Vom Nachteil, geboren zu sein. Ilse Aichinger und E.M. Cioran

11.30 Abschlussgespräch
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortSalzburg
Beginn27.10.2011
Ende29.10.2011
PersonName: Fußl, Irene [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: irene.fussl@sbg.sc.at 
Name: Gürtler, Christa [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: christa.guertler@sbg.sc.at 
KontaktdatenName/Institution: Germanistik / Universität Salzburg 
Strasse/Postfach: Erzabt-Klotz-Straße 1 
Postleitzahl: 5020 
Stadt: Salzburg 
Telefon: ++43/662/8044-4342 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft
Ediert von  H-Germanistik
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