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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Literaturwissenschaftliches DFG-Symposion „Literatur als Wagnis/Literature as a Risk“"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLiteraturwissenschaftliches DFG-Symposion „Literatur als Wagnis/Literature as a Risk“
BeschreibungLiteraturwissenschaftliches DFG-Symposion „Literatur als Wagnis/Literature as a Risk“

03.-07.10.2011, Loveno di Menaggio (Villa Vigoni)


Das von Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans (in Kooperation mit Prof. Georg Braungart, Prof. Douwe Fokkema, Prof. Achim Geisenhanslüke, Prof. Elrud Ibsch und Prof. Christine Lubkoll) im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft konzipierte und organisierte literaturwissenschaftliche Symposion „Literatur als Wagnis/Literature as a Risk“ steht in der Nachfolge der Germanistischen Symposien der DFG, wie sie seit den 1970er Jahren durchgeführt wurden. 35 Teilnehmer und Kuratoren aus sechs Ländern werden vier Tage lang die zahlreichen Facetten des Zusammenhangs von Literatur und Wagniskonzepten diskutieren.
Das Symposion widmet sich sechs inhaltlichen Bereichen. Sektion eins beschäftigt sich mit Risiko-Konzepten und -Theorien, die Literatur auf einer generellen Ebene zugrunde liegen. Sektion zwei bewegt sich von diesen grundlegenden Überlegungen hin zu Wissensdiskursen und ihren Risikokonzepten, also dem Zusammenhang von Risikoüberlegungen in Wirtschaft oder Medizin und literarischem Schaffen. Sektion drei geht der Frage nach, ab wann Schreiben zu einem „vitalen Risiko“ für die Person des Autors wird und wie sich derartige Bedrohungsszenarien auf das künstlerische Schaffen auswirken. Sektion vier lotet den Komplex „Wagnis – Risiko – Spiel“ aus, vor allem die Bedeutung der Konzepte Zufall und Glück für Autoren und deren Poetiken. Sektion fünf ist unter dem Motto „Avantgarden“ ästhetischen Transgressionen und ihren gesellschaftspolitischen Auswirkungen gewidmet. Sektion sechs beschäftigt sich mit „Wagestücken und Wagnissen“ anhand von besonders mit dem Thema Risiko verbundenen Stoffen, Autoren und Einzeltexten. Abgerundet wird dieses Diskussionsprogramm durch mehrere Plenarvorträge, die die Risikodiskussion bis an die Ränder der Literatur und darüber hinaus verfolgen.

Plenumsvorträge

Joachim Paech: Risiko Film

Gerald Gillespie: “Je laboureray/Tant et plus, et saboureray/A gogo”: The Dangerous but Joyful Venture of Cultural Rebirth from Rabelais to Joyce



Sektion 1: Risiko-Konzepte und -Theorien

John Neubauer: Wagnis der Evolutionstheorie und der Künste

Thomas Ernst: Literatur als Subversion. Ein kulturwissenschaftliches Modell zur Analyse gewagter Literatur und ihrer Aporien

Dorothy Figueira: Venturing into Risky Zones: Towards a Hermeneutics of Encounter

Dieter Heimböckel: Zwischen Kalkül und Gefahr: Nichtwissen als Risikophänomen der Moderne



Sektion 2: Wissensdiskurse und ihre Risikokonzepte

Maximilian Bergengruen: Ökonomisches Wagnis/Literarisches Risiko. Zu den Paradoxien des Kapitalerwerbs im Poetischen Realismus

Kai Van Eikels: Kollektives Autor-Werden und die Sehnsucht nach dem Wagnis in der Risiko- und Normalisierungsgesellschaft

Isabel Capeloa Gil: The Risk Doctrine. On Money, Uncertainty and Literature

Barry Murnane: Risiken und Nebenwirkungen: Die Pharmakologien der Einbildung um 1800

Evi Zemanek: Unkalkulierbare Risiken und ihre Nebenwirkungen. Zu literarischen Reaktionen auf ökologische Transformationen und den Chancen des Ecocriticism



Sektion 3: Schreiben als vitales Risiko

Wolfgang Asholt: ÜberLebenSchreiben. Vitale Risiken der Literatur(wissenschaft) am Beispiel von Assia Djebar

Jacek Rzeszotnik: Dystopische Literatur im Kampf gegen dystopische Realität. Janusz A. Zajdels totalitarismuskritische Romane als tabubrecherisches Wagnis

Michele Vangi: „Die Geburt des Rationalismus aus dem Geist des Winters“. Durs Grünbeins und W. G. Sebalds Barockexpeditionen



Sektion 4: Wagnis – Risiko – Spiel

Alexander Honold: Das Risiko des Schauspiels. Die prekäre Balance dramatischer Verstellungskunst

Stefan Kraft: Wagnis und Zufall. Zur doppelten Grundlegung der Komödie in Menanders „Schild“ und Roberto Benignis „Das Leben ist schön“

Peter Schnyder: Abenteurer oder Automat? Der Dichter als Glücksspieler im 19. Jahrhundert

Regine Strätling: Vom Wagnis zum Hasard-Spiel: Zur Relevanz des Risikobegriffs für eine Geschichte der Autobiographie



Sektion 5: Avantgarden

Till Dembeck: Wie publizieren? Gefahrenabschätzungen bei Heine und Nietzsche

Rainer Godel: Nescire aude. Das Wagnis des Nichtwissens in Thomas Pynchons „Inherent Vice“

Alexander Nebrig: Das Wagnis der Sprache. Ästhetische Offenheit im Zeitalter der Hermeneutik

Barbara Potthast: Georges Batailles Wagnis heterogen zu dichten, zu denken und zu handeln. Von der obszönen Poesie zum antifaschistischen Widerstand (1926-1938)

Wolf Gerhard Schmidt: »Le classicisme: c’est cela, l’avantgarde.« Zur ›restaurativen‹ Stoßrichtung radikalästhetischer Transgressionen in der Moderne



Sektion 6: Wagestücke und Wagnisse

Bernd Blaschke: Faust als Wagender, ‚Faust‘ als Wagnis. Goethes riskantes Werk über riskante Unternehmungen

Peter Brandes: Gewagte Ästhetik. Christoph Ransmayrs Darstellungsexperimente und die Risiken der Form

Daniela Gretz: Expeditionen ins ‚i/Innere Afrika‘. Zur Reziprozität von existenzieller Fremdheitserfahrung und kultureller Fremderfahrung in Afrika-Romanen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Britta Herrmann: High-risk lifestyle und poetisches Risikomanagement um 1800: Empfindsamkeit, Goethes Triumph der Empfindsamkeit und Schillers idealistische Ästhetik

Christiane Solte-Gresser: Ikarus. Eine Denkfigur für die Herausforderungen und Risiken der Literatur

Cornelia Zumbusch: Wagestücke. Risiko und Vorsorge in Schillers Wallenstein


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLoveno di Menaggio
Beginn03.10.2011
Ende07.10.2011
PersonName: Backe, Hans-Joachim 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: hans-joachim.backe@rub.de 
KontaktdatenName/Institution: Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft 
Strasse/Postfach: Universitätsstr. 150 
Postleitzahl: 44780  
Stadt: Bochum 
Telefon: ++49 (0) 234/32-25111 
Fax: ++49 (0) 234/32-14583 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literaturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.04.00 Weltliteratur
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