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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Zwischen Universalismus und partikularem Anspruch: Das Prinzip Aufklärung im gesellschaftlichen Spannungsfeld "
RessourcentypCall for Papers
TitelZwischen Universalismus und partikularem Anspruch: Das Prinzip Aufklärung im gesellschaftlichen Spannungsfeld
BeschreibungZwischen Universalismus und partikularem Anspruch: Das Prinzip Aufklärung im gesellschaftlichen Spannungsfeld

Interdisziplinäres Kolloquium für Promovierende und Post-Docs

Friedrich-Schiller-Universität Jena, 6.–8. Mai 2012

Das Prinzip Aufklärung fußt auf dem Postulat einer einheitlichen, universalen Vernunft. Historische Versuche seiner Umsetzung machen jedoch sichtbar, dass die dem Postulat entspringenden, von Individuen oder Gruppen erhobenen Ansprüche immer wieder verletzt werden: Gesellschaftliche Exklusionsmechanismen entlang der Kategorien Religion, Gender, Rasse, Ethnie und Klasse scheinen die Korrelate der aufklärerischen Praxis zu sein. Ziel des Kolloquiums ist es, das Verhältnis von Majorität und Minoritäten (bzw. minorisierten Gruppen) im gesellschaftlichen Spannungsfeld zu untersuchen und zu prüfen, ob und wie sich kollektive Akteure der Rhetorik, Programmatik und Praxis der Aufklärung bedienen, um bestehende Macht- und Ordnungsgefüge zu legitimieren oder neu zu definieren. Ein Paradebeispiel einer solchen Revision stellt die jüdische Aufklärung dar. Als Minoritätsaufklärung war sie nicht nur nach innen gerichtet, sondern stellte neben dem eigenen auch den gesamtgesellschaftlichen Status Quo in Frage. Im Kontext der genannten Problematik bietet das interdisziplinäre Kolloquium Raum und Zeit für die Diskussion folgender und sich anschließender Fragen: Welche Eigenschaften lassen sich für die jüdische Aufklärung und andere Minoritäten-Bewegungen – ausgehend vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart – feststellen? Welche gesellschaftlichen Inklusions- und Exklusionsmechanismen sind im Zeichen der Aufklärung zu beobachten? Und wie werden Identitäten dabei verhandelt?

Wir begrüßen Themenvorschläge aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die Aufklärung als geschichtliches und/oder systematisches Phänomen in den Blick nehmen und aus theoretischer Perspektive oder anhand von Fallbeispielen analysieren. Vorträge können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden und sollen die Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. Bewerbungen erbitten wir per E-Mail bis zum 14. November 2011 unter Beifügung eines Abstracts (2500–3500 Zeichen, inkl. Leerzeichen) sowie eines tabellarischen Lebenslaufs an folgende E-Mail-Adresse: aufklaerung_2012@uni-jena.de. Die Veröffentlichung ausgewählter Beiträge ist vorgesehen; die Bekanntgabe der Eröffnungsredner erfolgt in Kürze.

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter http://www.dsla.uni-jena.de/Aktuelles

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Kristina-Monika Hinneburg
Doktorandenschule Laboratorium Aufklärung,
Friedrich-Schiller-Universität Jena
aufklaerung_2012@uni-jena.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Bewerbungsschluss14.11.2011
Beginn06.05.2012
Ende08.05.2012
PersonName: Kristina-Monika Hinneburg 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: aufklaerung_2012@uni-jena.de 
KontaktdatenName/Institution: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Forschungszentrum "Laboratorium Aufklärung" 
Strasse/Postfach: Jenergasse 8 (Accouchierhaus) 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
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