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Ergebnisanzeige "Luther, Schiller, Goethe, Dürer, Mozart, Bach – Personengedenkstätten des 19. Jahrhunderts"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLuther, Schiller, Goethe, Dürer, Mozart, Bach – Personengedenkstätten des 19. Jahrhunderts
Beschreibung„Luther, Schiller, Goethe, Dürer, Mozart, Bach – Personengedenkstätten des 19. Jahrhunderts“, 22. bis 24. September 2011 im Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt am Main


Über Erinnerung und Erinnerungskultur wird seit langem diskutiert, man hat sogar gesagt: Der Begriff der Erinnerung ist die Hefe im Teig einer interdisziplinären Denkart, die man als moderne Kulturwissenschaft bezeichnet. Zur Kulturwissenschaft gehören viele Fächer, die Literatur- und Geschichtswissenschaften ebenso wie die Disziplinen, die es mit den materiellen Hinterlassenschaften der Vergangenheit zu tun haben, also die klassische Archäologie, die Ägyptologie, die Volkskunde und die Kunstwissenschaften. Trotz einer breiten gesellschaftlichen Debatte ist eines bislang nicht umfassend untersucht worden: die Entstehung von Erinnerungskultur im neunzehnten Jahrhundert, die Geschichte der ersten Dichterhäuser, Künstlerhäuser, Komponistenhäuser, die man fachsprachlich als weltliche Personengedenkstätten bezeichnen kann. Sie sind die ersten institutionalisierten weltlichen Gedenkstätten im deutschen Kulturraum. Zu ihnen gehören beispielsweise das Schillerhaus in Weimar, das 184
7 eröffnet wurde, das Dürerhaus in Nürnberg (1871), Mozarts Geburtshaus in Salzburg (1880). Eine frühe „Gedenkstätte“ in Luthers Geburtshaus in Eisleben ist – ein einzigartiger Fall – noch älter, sie wurde 1693 eröffnet.

Die Tagung ist der Geschichte des Erinnerns im neunzehnten Jahrhundert gewidmet. Insofern erschließt sie die Vorgeschichte von Häusern, von Einrichtungen, die heute noch bestehen. Zugleich erschließt sie auch einen Teil der Vorgeschichte der ALG. Deshalb ist eine Podiumsdiskussion den gegenwärtigen Herausforderungen gewidmet: Die Zukunft der Vergangenheit. Dichter und Dichterhäuser im Zeitalter der Wissensgesellschaft (Do., 22. September 2011, 19 Uhr, im Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt am Main).

Veranstalter der Tagung sind die Universität Göttingen, das Freie Deutsche Hochstift Frankfurt am Main, die Stiftung Luther-Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt und die ALG.


Programm:

Donnerstag, 22. September 2011
13.30 Uhr Eröffnung Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken

13.45 Uhr Dr. Paul Kahl (Universität Göttingen, Deutsches Seminar):
Schillers Häuser und die Entstehung weltlicher Personengedenkstätten im neunzehnten Jahrhundert

14.45 Uhr Dr. Christian Philipsen (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Lutherstadt Wittenberg): Luthers Geburts- und Sterbehäuser in Eisleben – Deutschlands erste Gedenkstätten?

16.15 Uhr Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Universität Göttingen, Theologische Fakultät):
Theologische Wurzeln des Personenkults im neunzehnten Jahrhundert.

19.00 Uhr Podium: Die Zukunft der Vergangenheit. Personengedenkstätten im Zeitalter der Wissensgesellschaft
Teilnehmer: Dr. Matthias Henkel (Museen der Stadt Nürnberg), Dr. Stefan Rhein (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Wittenberg), Hellmut Seemann (Klassik Stiftung Weimar), Prof. Dr. Hans Wißkirchen (Kulturstiftung Lübeck/Arbeitsgemeinschaft der literarischen Gesellschaften und Gedenkstätten)
Moderation: Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken.

Freitag, 23. September 2011
9.00 Dr. Constanze Breuer (Universität Göttingen):
Dichterhäuser im Europa des neunzehnten Jahrhunderts

10.00 Uhr Dr. Jens Riederer (Stadtarchiv Weimar):
Wallfahrt nach Weimar 1800 bis 1900. An den Ursprüngen des deutschen Kulturtourismus.

11.00 Uhr Dr. Joachim Seng (Freies Deutsches Hochstift Frankfurt/Main):
Das Frankfurter Goethehaus im neunzehnten Jahrhundert.

12.00 Uhr Besuch des Goethehauses

14.30 Uhr Dr. Thomas Schauerte (Dürerhaus Nürnberg):
„Das erste Denkmal, welches in Deutschland künstlerischem Verdienst errichtet wird...“. Dürergedenken und Dürerhaus im nationalgeschichtlichen Kontext.

15.30 Uhr Dr. Christoph Großpietsch (Stiftung Mozarteum Salzburg):
Pilgerfahrten zu Mozart und ein Salzburger Bürgerhaus im 19. Jahrhundert.

17.00 Uhr Dr. Jörg Hansen (Bachhaus Eisenach):
Gründung und Geschichte des Bachhauses in Eisenach 1907.

Samstag, 24. September 2011
9.15 Uhr Dr. Thomas Schmidt (Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg/Deutsches Literaturarchiv Marbach):
Denkmal, Tafel, Haus. Zur Genese literarischer Erinnerungsorte

10.15 Uhr Prof. Dr. Lothar Ehrlich (Klassik Stiftung Weimar): Gedenkstätten in der DDR – der paradigmatische Erinnerungsort Weimar

11.30 Uhr Dr. Bert Pampel (Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft Dresden): KZ-Gedenkstätten und die Erweiterung des Gedenkstättenbegriffs in der Gegenwart.

12.30 Uhr Abschlussgespräch: Gedenkkultur in Deutschland und Europa.
Anschließend: Mittagessen.




Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt am Main
Beginn22.09.2011
Ende24.09.2011
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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