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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Variations 20 (2012): Musik und Literatur / Musique et littérature/ Music and Literature"
RessourcentypCall for Papers
TitelVariations 20 (2012): Musik und Literatur / Musique et littérature/ Music and Literature
BeschreibungCall for papers – Variations 20 (2012)

Musik und Literatur / Musique et littérature/ Music and Literature

„Musik ist sprachähnlich. […] Aber Musik ist nicht Sprache.“ Pointiert formuliert Adorno Verwandtschaft und Differenz von Musik und Sprache. Analog kann das Verhältnis von Musik und Literatur gefasst werden: Beide Künste sind auditiver und temporaler Art. Während jedoch die Musik ihre Wirkung hauptsächlich als Klang entfaltet, konstituiert die Literatur durch ihre Worte Bedeutung. Doch Musik will auch bedeuten und Literatur will auch über das Sagbare hin aus eine Wirkung erzielen. Aus dem Zusammenspiel von Verwandtschaft und Differenz ent steht die gegenseitige Befruchtung, aber auch die Rivalität der beiden Künste.

Aus literaturtheoretischer Perspektive kann dieses Zusammenspiel im Wesentlichen durch zwei Grundaspekte charakterisiert werden:

Die Musik der Sprache: Die Ähnlichkeit zwischen Literatur und Musik zeigt sich in der Musikalität der Literatur. Einerseits hat Literatur teil an Phänomenen wie Vokalität, Lautmale rei, Wiederholung, Rhythmisierung etc., andererseits weist sie eine strukturelle Verwandtschaft mit Musik auf durch Phänomene wie Leitmotivik, Lied-, Sonaten- oder Fugenform von Texten etc.

Die Sprache der Musik: Die Differenz zwischen Literatur und Musik, resultierend aus dem semantischen Fokus der Literatur, führt zu einer Konkurrenzsituation, die sich in einem metaphysischen und in einem wirkungsästhetischen Aspekt zeigt. Die Musik gilt als Modell einer absoluten Sprache, da sie auch das Unsagbare zum Ausdruck bringen könne. Damit fordert sie den Dichter heraus, ebenbürtige literarische Mittel zu finden und zugleich die oft als überwältigend empfundene Wirkung der Musik mit den Mitteln der Sprache zu erreichen.

Inwiefern haben diese Paradigmen auch heute noch Gültigkeit? Welche Alternativen bieten sich an, um das Verhältnis von Sprachmusik und Musiksprache zu erfassen? Für die kommende Ausgabe von Variations suchen wir Beiträge, die sich mit diesen Fragen in ihrer ganzen Breite auseinandersetzen. Komparatistische und interdisziplinäre Ansätze sowie musik- und literaturtheoretische Frage stellungen sind besonders willkommen.

Abstracts (300–400 Wörter) sowie eine kurze Bio-Bibliographie können der Redaktion bis zum 31. Oktober 2011 unter folgender Adresse eingereicht werden: variations@rom.uzh.ch. Wir publi zieren Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache. Die Benachrichtigung über Annahme oder Ablehnung erfolgt im Dezember 2011. Die fertigen Artikel müssen der Redaktion bis spätestens 30. April 2012 vorliegen und dürfen 32'000 Zeichen nicht überschreiten.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, nicht an das Thema gebundene Artikel, literarische Texte und künstlerische Beiträge wie z. B. Zeichnungen, Collagen oder Fotografien zu veröffentlichen.

Redaktion Variations
Literaturzeitschrift der Universität Zürich
Deutsches Seminar der Universität Zürich
Schönberggasse 9
CH – 8001 Zürich
variations@rom.uzh.ch
http://www.variations.uzh.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.10.2011
PersonName: Redaktion Variations 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: variations@rom.uzh.ch 
KontaktdatenInternetadresse: www.variations.uzh.ch 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik > 03.08.04 Dichtung und Musik
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/21598

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