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Ergebnisanzeige "Trennungsmetaphorik revisited: Bruchstücke/Schnittlinien/Umrisse "
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelTrennungsmetaphorik revisited: Bruchstücke/Schnittlinien/Umrisse
Beschreibung"Trennungsmetaphorik revisited: Bruchstücke/Schnittlinien/Umrisse"
(Interdisziplinäre Tagung von Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes)

01. Oktober 2011
Warburg-Haus Hamburg
Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg

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Unablässig hören, lesen und sprechen wir von Ereignissen, die Trennungen hervorrufen, Verluste oder Grenzen aufweisen. Bereits ein erster Blick auf Alltagssprache und (massen-)mediale Deutungen des Tagesgeschehens zeigt einen vielfältigen und markanten Gebrauch von Trennungsmetaphorik: Ob bei Staatsfinanzen tiefe „Schnitte“ bevorstehen (FAZ), der Papst rhetorische „Risse“ wieder zunäht (Stern) oder ein Präsident „Brüche“ mit dem Erbe seines Vorgängers scheut (Spiegel) – die Präsenz der Metaphorik ist unübersehbar.
Ähnliches gilt für Philosophie und Theologie, Literatur und bildende Kunst sowie die Geschichtswissenschaft: Brüche, Schnitte und Risse sind schier omnipräsente Interpretamente, zentrale Stilmittel und markante Symbole.

Durch ihre hohe Frequenz scheinen sie gar erstarrte Metaphern geworden zu sein, deren Wirkpotenzial abgenutzt, verbraucht und unspektakulär anmutet. Was aber gibt es zu entdecken, wenn ein näherer Blick darauf geworfen wird, wie differenziert „Brüche, Schnitte, Risse“ semantisiert sind? Es verwundert, dass eine hinreichende wissenschaftliche Reflexion bisher ausgeblieben ist.
Der Frage nach Anwendung und Deutungspotenzial von Trennungsmetaphorik im Gespräch zwischen den verschiedenen geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen nachzugehen, ist das zentrale Anliegen dieser Folgetagung, die den zuvor diskutierten "Bruchstücken, Schnittlinien und Umrissen" neue Aspekte hinzufügen möchte.

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Tagungsprogramm:

9.15 – 9.30 Uhr:
Begrüßung und Einführung durch das Moderationsteam
(Katharina Kim Wolff und Nina Heinsohn)

9.30 – 10.30 Uhr: Eröffnungsprojekt
Künstlerische Produktion und Rezeption als Spannungsfeld:

Prof. Dr. Eva Koethen (Leibniz Universität Hannover):
Der BRUCH zwischen Anschauung (theoria) und künstlerischem Handeln (praxis)

Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz (Leibniz Universität Hannover/Friedrich-Schiller-Universität Jena):
Der weggebrochene historische Jesus

15 min Kaffeepause

10.45 – 11.15 Uhr:
Natalie Moser (Universität Basel):
Spaltung und Spannung: Ricœurs „lebendige Metapher“

11.15 – 11.45 Uhr:
Markus Firchow (Universität Hamburg):
„Die Kluft scheint unüberbrückbar“: Perspektiven auf den Dualismus von Denken und Sein

11.45 – 12.15 Uhr:
Reinhard Möller (Justus-Liebig-Universität Gießen):
Metaphoriken der Trennung und ihrer Überwindung im ästhetischen Diskurs des Erhabenen

12.15 – 13.15 Uhr: Mittagsbuffet im Warburg-Haus

13.15 – 14.00 Uhr: Hauptvortrag:
Prof. Dr. Petra Leutner (AMD Akademie für Mode & Design Hamburg):
Versehrte Hüllen. Die Risse der Mode

14.00 – 14.30 Uhr:
Ann-Cathrin Drews (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe):
‚Concetto Spatiale’. Zu den Durchbrechungen in Lucio Fontanas Leinwänden als Begründung eines neuen Raumbegriffs in der Malerei

15 min Kaffeepause

14.45 – 15.15 Uhr:
Rosemarie Brucher (Universität Wien):
Kunst als Passion: Günter Brus’ Aktion „Zerreißprobe“ und die Tradition christlicher Selbstopfer

15.15 – 15.45 Uhr:
Sebastian Rachau (Hochschule für Musik und Theater Rostock):
Ohne Hände. Das Motiv der abgeschnittenen Hand

15.45 – 16.15 Uhr:
Matthias Schreiner (Universität Augsburg):
Not und Notwendigkeit der Trennung. Julia Kristevas psychoanalytische Dekonstruktion von Kunst und Religion

30 min Kaffeepause

16.45 – 17.30 Uhr: Hauptvortrag:
Prof. Hermann Pfütze (Alice Salomon Hochschule Berlin):
Ereignisfaszination: Die Zerstückelung der Wirklichkeit durch ‚Events’

17.30 – 18.00 Uhr:
Tobias Zier (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn/Università degli Studi di Firenze):
Schnitte, Brüche und Risse als ästhetische Strategien der Produktion von Unmittelbarkeit und Evidenz in Rolf Dieter Brinkmanns Materialband „Schnitte“

18.00 – 19.00 Uhr: Abendbuffet im Warburg-Haus

19.00 – 19.30 Uhr:
Anja Kalkbrenner (Westfälische Wilhelms-Universität Münster):
„Disiecti membra poetae“: Trennung und Differenz bei Johann Georg Hamann

19.30 – 20.00 Uhr:
Dr. Jens Wolff (Universität Hamburg):
„Lasst die Steine liegen“: Semantik, Pragmatik, Realistik und Metaphorik des tödlichen Bruchs nach Martin Luther

20.00 – 20.30 Uhr:
Dr. Christian Schütte (Universität Siegen):
Bruch-, Schnitt- und Riss-Metaphern in der Ratgeberliteratur zu den Themen Sterben und Trauer

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Konzeption und Organisation im Rahmen von "Stipendiaten machen Programm":
Katharina Kim Wolff und Nina Heinsohn

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter der Kontaktadresse bruch.schnitt.riss@web.de gebeten.
Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.



Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHamburg
Beginn01.10.2011
Ende01.10.2011
PersonName: Katharina Kim Wolff 
Funktion: Koordination  
E-Mail: bruch.schnitt.riss@web.de 
KontaktdatenName/Institution: Studienstiftung des deutschen Volkes  
Strasse/Postfach: Ahrstraße 41  
Postleitzahl: 53175  
Stadt: Bonn 
Telefon: +49 (0)228 82096-0 [Geschäftsstelle] 
E-Mail: info@studienstiftung.de 
Internetadresse: http://www.studienstiftung.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
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