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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kannitverstan. Bausteine zu einer babylonischen Herme(neu)tik"
RessourcentypCall for Papers
TitelKannitverstan. Bausteine zu einer babylonischen Herme(neu)tik
BeschreibungTagungseinladung

Kannitverstan.
Bausteine zu einer babylonischen Herme(neu)tik
Lausanne (Schweiz)
03.10.2012-07.10.2012

Die drei unterzeichnenden Mitglieder der Section d'allemand der UNIL organisieren vom 3. (Anreise) bis 7. (Abreise) Oktober 2012 eine interdisziplinäre Tagung mit Beiträgen der älteren, neueren und sprachwissenschaftlich-linguistischen Germanistik.

Dass Kommunikation die Übermittlung einer Nachricht durch den Sender an den Empfänger sei, hat seit der raschen Verbreitung dieser Einsicht in der linguistischen Wende der 70er Jahre etwas von seiner attraktiven Evidenz eingebüsst. Es reicht ja nicht, dass Sender und Empfänger über einen gemeinsamen Kode verfügen, denn der Sinn eines Textes, einer Äußerung ist nicht im Zeichensystem für alle abrufbar gespeichert, sondern wird erst in der Kommunikation aller Beteiligter miteinander oder auch gegeneinander produziert. Es reicht deshalb auch nicht, die Formel von der Übermittlung einer Nachricht durch "erfolgreich" zu ergänzen. Dass unter diesem unscheinbaren Zusatz sich Abgründe öffnen, ist mittlerweile Allgemeingut. Geschlechterforschung und Xenogermanistik beispielsweise haben hier fruchtbare, nicht so rasch erschöpfte Arbeitsfelder gefunden. Neu ist die Einsicht in die Schwierigkeiten des Gelingens von Kommunikation freilich keineswegs, der biblische Mythos von der babylonischen Sprachverwirrung mag das schon einschlägig belegen.

Die hier vorliegende Ausschreibung möchte auf dieser Erfahrung aufbauend zu einer Tagung einladen, in deren Mittelpunkt die literarische Kommunikation steht. Diese soll zunächst als Objekt der Darstellung textintern verstanden werden (wo-bei damit der eine textexterne Betrachtungsweise implizierende Schritt zur Text-rezeption durchaus nicht ausgeschlossen werden soll): Welches sind die sprachlichen und aussersprachlichen Bedingungen des Gelingens oder Scheiterns von dargestellter Kommunikation in literarischen Texten? Wie und wozu stellen Autoren diese konträren Möglichkeiten in ihren Texten dar? In welchem Verhältnis stehen sie zu den Bedingungen der Kommunikation im „Alltag“? Wir erhoffen uns von der Tagung das Gespräch zwischen literaturwissenschaftlicher Hermeneutik und Her-meneutikkritik im Bereich der Älteren und Neueren Literatur und der Diskurslingu-istik, die nach der Satz- und Sprechaktgrenze inzwischen auch die Text- und Dialoggrenze überschritten hat und so an der Erprobung neuer germanistischer Dis-kurse beteiligt werden möchte und sollte. Der Namensgeber der Hermeneutik, Hermes trismegistos mit seinen drei Fähigkeiten und oft auch drei Köpfen, fordert ja geradezu zum Blick auch auf seine körperlich-unmittelbare Präsenz sowie auf seine hermetischen Geheimnisse auf.

Denkbar ist die Verwendung unterschiedlich konstituierter – gattungsbezogen, epochen- oder autorspezifisch – Textcorpora ebenso wie das Studium von Fallbeispielen anhand von Einzelwerken. Dass die theoretische Fundierung expliziert und damit diskutierbar wird, ist wünschenswert. Indem wir uns mit dieser Einladung gleichermassen an die Kolleginnen und Kollegen aus der Mediävistik, der neueren Literaturwissenschaft und aus der Sprachwissenschaft wenden, hoffen wir, histo-risch und disziplinär unterschiedliche Perspektiven auf das Zentralproblem zur Geltung bringen zu können.
Der äussere Rahmen wird durch eine Dauer von drei Tagen (Mittwoch und Sonntag als Reisetage), Verzicht auf Parallelsektionen und durch eine Vortragszeit von dreissig Minuten gesetzt. Diese Beschränkung zwingt die Organisatoren allenfalls zu einer Selektion der vorgeschlagenen Beiträge. Die Veröffentlichung der Beiträge ist vorgesehen.

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben. Wir sind bestrebt, die Kosten für Unter-kunft und Kost der Referierenden zu übernehmen. Hingegen bitten wir, Reisespesen über die jeweilige Heimatuniversität zu finanzieren.

Wir laden hiermit interessierte Kolleginnen und Kollegen herzlich zur Teilnahme ein. Ihr Vortragsvorschlag (Titel und max. eine Seite Exposé) erreicht uns bis zum Samstag, 1. Oktober 2011, elektronisch unter den drei nachfolgenden Adressen (bitte an alle drei Organisatoren).



Prof. André Schnyder
andre.schnyder@unil.ch

Prof. Alexander Schwarz
alexander.schwarz@unil.ch

Prof. Peter Utz
peter.utz@unil.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLausanne
Bewerbungsschluss01.10.2011
Beginn03.10.2012
Ende07.10.2012
PersonName: Schnyder, André, Prof. 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: andre.schnyder@unil.ch 
Name: Schwarz, Alexander, Prof. 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: alexander.schwarz@unil.ch 
Name: Utz, Peter, Prof. 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: peter.utz@unil.ch 
KontaktdatenName/Institution: Université de Lausanne (UNIL) - faculté des lettres - section d'allemand 
Strasse/Postfach: Anthropole 
Postleitzahl: CH-1015 
Stadt: Lausanne 
Telefon: ++41 (0)21 629 92 80 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturtheorie: Themen
Zusätzliches SuchwortHermeneutik
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik
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