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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "BLICK.SPIEL.FELD"
RessourcentypCall for Papers
TitelBLICK.SPIEL.FELD
BeschreibungBLICK.SPIEL.FELD
ein Kongress des Graduiertenkollegs "Zeiterfahrung und ästhetische
Wahrnehmung"
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
17. und 18. November 2006

BLICK.SPIEL.FELD: eine Wortkombination bestimmt die Koordinaten des
Projekts.
BLICK.SPIEL.FELD begreift das Sehen als Experiment, nimmt den Blick
unter die Lupe, kartiert das Feld der Sichtbarkeit.
BLICK.SPIEL.FELD konfrontiert künstlerische und theoretische Aussagen
miteinander.

BLICK.SPIEL.FELD gibt die Struktur des Kongresses vor und
charakterisiert die Methode der Auseinandersetzung: ein Spiel, in dem
das Feld zwischen wissenschaftlicher Beobachtung und performativer
Erfahrung erforscht wird. Wie wird beschreibbar, was sich zwischen
Betrachter und Bild, Sehendem und Gesehenem ereignet, was den Blick
strukturiert, lenkt oder verführt und die sinnliche Welt aufteilt?

Diese Fragen lassen sich nicht auf die Untersuchung des Verhältnisses
zwischen Sender und Empfänger, zwischen Wahrnehmungsgegenstand und
Rezipient reduzieren, denn sie beziehen ein drittes Element mit ein:
den Zwischenraum, das "Feld", das sich zwischen Betrachtendem und
Betrachtetem eröffnet. In diesen Zwischenraum fügt sich innerhalb des
Titels BLICK.SPIEL.FELD der Begriff des "Spiels". Er verweist nicht
auf eine Auseinandersetzung mit Spieltheorien, sondern fungiert als
Indiz für Strukturen, die zum einen vor/gegeben sind, zum anderen
fragil, beweglich und destruierbar sein können. Das Spiel zwischen
Bild und Blick, Sehen und Sichtbarkeit steht im Mittelpunkt.

BLICK.SPIEL.FELD will den wissenschaftlichen Diskurs nicht der
Betrachtung konkreter ästhetischer Phänomene überordnen, sondern
beide miteinander konfrontieren, so dass in den verschiedenen
Konstellationen von BLICK, SPIEL und FELD ein Dialog mit
InitiatorInnen, Mitspielenden und Gästen entstehen kann. Der Kongress
versteht sich als Versuchsanordnung und Möglichkeitsraum, als
Feldforschung und Kartierung einer Landschaft des Sichtbaren und
Sagbaren. Beiträge können daran anknüpfend verschiedene Ausrichtungen
haben:

Es geht zum einen um Wissensfelder, die um die Frage nach dem Blick,
der Sichtbarkeit wie auch deren Bedingungen kreisen. Was ereignet
sich zwischen Betrachter und Betrachtetem? Wer blickt (zurück)? Wo
und wie kommt es zu Rahmungen des Blicks? Funktionieren Blicke und
Blickwechsel als Raster, welches sich über das Sichtbare legt? Eignen
sich phänomenologische Beschreibungsmodelle und Begriffe wie
"Aufmerksamkeit" dazu, diese Prozesse zu erfassen? Was bestimmt das
Verhältnis zwischen Sichtbarkeit und Sagbarkeit?

Zum anderen werden konkrete ästhetische Phänomene, sinnliche
Selbstverständlichkeiten und Wahrnehmungsgewohnheiten in den Blick
genommen ? gedacht ist an Bilder, "Apparaturen", Erscheinungen,
Darstellungen und Zeichen, die uns alltäglich begegnen und in
besonderer Weise strukturiert erscheinen. Wo genau entscheidet sich,
was sichtbar wird und was unsichtbar bleibt? Wie wird ein Blick-Spiel
zum Macht-Spiel? Welche Mittel stehen zur Verfügung, um zu
untersuchen, wo sich Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, An- und
Abwesenheit als kontingent oder als politisch erweisen?

In künstlerischen Praktiken sind Strategien zu entdecken, die diese
Selbstverständlichkeiten in Frage stellen, destruieren oder
verschieben. Projekte aus den performativen, darstellenden und
bildenden Künsten auf ihre Verfahrensweisen hin zu befragen,
ermöglicht, das Feld des Sichtbaren neu zu vermessen ohne in die
Falle der Evidenz von Bildern zu geraten. Wo sind Schrift-Bild-
Konstellationen zu verorten? Welche Strategien können das Nicht-
Sichtbare, das Abwesende in den Blick rücken? Wann und wie werden
Blicke sichtbar?

Spielablauf und Spielräume:

Der Kongress findet in zwei Phasen statt:
1) Am 18. April eröffnet die Plattform www.blickspielfeld.de als
Spielfeld für Texte und Positionen. Die Teilnehmenden des Kongresses
und alle anderen Interessierten sind aufgefordert, das
BLICK.SPIEL.FELD zu bespielen und mit ihren Positionen in die
Diskussion einzugreifen. Die hier begonnene Auseinandersetzung
verlagert sich mit der zweiten Phase des Kongresses am 17. und 18.
November 2006 in konkrete Räume der Stadt.
2) Im Verlauf der anderthalb Tage schlagen wir drei Blickrichtungen
ein und erforschen diese in unterschiedlichen Präsentations- und
Diskussionsformen. Die Blickrichtungen ergeben sich aus drei
Gewichtungen des titelgebenden Wortspiels BLICK.SPIEL.FELD:
Blickfeld, Spielfeld und Blickspiel. Je nach Position liegt der
Schwerpunkt der Diskussion auf dem betrachtenden Auge und seinem
Standpunkt, auf der Betrachtung von Rahmenbedingungen und
Regelsetzungen im sichtbaren Raum oder auf den Handlungen, die sich
im Blickspielfeld abspielen.

Wir laden Menschen aus Kunst und Wissenschaft ein, sich ins Spiel zu
bringen und bis zum 30. Juni Proposals (von max. 500 Wörtern) oder
Projektskizzen (mit anschaulichem Material) - jeweils mit
Kurzbiographie - an kongress@blickspielfeld.de (als *.doc, *.rtf oder
*.pdf -Attachment) oder die unten angegebene Postadresse zu senden;
Vorträge und Präsentationen können auf englisch oder deutsch
stattfinden und audiovisuelle Beispiele enthalten; sie sollten die
Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten, um genug Spielraum für
Interventionen und Diskussionen zu lassen. Die Veröffentlichung der
Beiträge erfolgt in einer Sammelpublikation. Alle Mitspielenden
erhalten rechtzeitig Informationen zum weiteren Ablauf und Programm,
zu Anreise und Schauplätzen.

Ausführliche Informationen finden Sie im Netz unter:
www.blickspielfeld.de oder
kongress@blickspielfeld.de

Der Kongress wird realisiert von der Forschungsgruppe BLICK.SPIEL.FELD
Malda Denana, Julia Hillgärtner, Eva Holling, Anneka Metzger,
Matthias Naumann, Jessica Nitsche, Lars Schmid, Silke C. Schuck

Forschungsgruppe BLICK.SPIEL.FELD
Graduiertenkolleg Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Hauspostfach 162 a
D - 60629 Frankfurt am Main
Tel.: +49 - (0)69 - 798331-15
Fax: +49 - (0)69 - 798331-16

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BLICK.SPIEL.FELD [GAZE.PLAY.FIELD]
a congress organised by the Graduate Programme
"Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung" [the experience of time
and aesthetic perception]
Frankfurt/Main, Germany
17th and 18th November 2006

BLICK.SPIEL.FELD: a word-combination determines the co-ordinates of
the project.
BLICK.SPIEL.FELD understands seeing as an experiment, focuses on the
gaze, maps the field of the visible.
BLICK.SPIEL.FELD confronts artistic and theoretical statements.

BLICK.SPIEL.FELD structures the congress and characterises the method
of discussion: a game that investigates the field between scientific
observation and performative experience. How can one describe that
which happens between the beholder and the image, the viewer and that
which is viewed, that which structures, directs or seduces the gaze
and divides the sensual world? These questions cannot be scaled down
to an investigation of the relationship between sender and receiver,
between the object of perception and the recipient, for they contain
a third element: the interspace, the "field" established between
observer and the observed. In the title BLICK.SPIEL.FELD the German
word and term "Spiel" corresponds to that interspace. It does not
refer to a debate about theories of play, but indicates structures,
that are given on one and, but fragile, flexible and destructible on
the other. The "Spiel" (or game) between the picture and the gaze,
seeing and visibility is in the centre of interest.

BLICK.SPIEL.FELD does not superordinate the academic discourse to the
observation of aesthetic phenomena, but seeks to confront them in
order to excite a dialogue between initiators, takers and guests
within the possible constellations of BLICK, SPIEL and FELD. The
congress sees itself as a test arrangement and a space of
possibility, a fieldwork and a mapping of a scenery of the visible
and that which can be told. Therefore contributions can have
different focuses:

One focus is on fields of research broaching issues of the gaze, of
visibility and its conditions. What happens between the beholder and
that which is viewed? Who looks (back)? Where and how is the gaze
framed? Do gazes and views work like patterns of the visible? Are
phenomenological models and terms like ?Aufmerksamkeit? (i.e.
attention) suitable for comprehending these processes? What defines
the relationship between visibility and that which can be told?

The other focus is on specific aesthetic phenomena, ?sinnliche
Selbstverständlichkeiten? (i.e. things we perceive and never
question) and customs of perception occurring everyday, which seem to
be structured in a certain way - pictures, gadgets, apparitions,
representations and signs. Where exactly is determined what is
visible and what remains invisible? How does a gaze game turn into a
power game? What are the means of examiningwhere visibility and
invisibility, presence and absence prove to be contingent or political?

In artistic practices there are strategies that question those ?
Selbstverständlichkeiten? (i.e. matters of course), that destroy or
disarrange them. Consulting projects of performative, visual and
performing arts allows to re-measure the field of the visible without
being trapped by the evidence of images. Where are constellations of
script and image located? Which strategies can focus on that which is
not visible, the absent? When and how do gazes become visible?

The congress takes place in two stages:

1) The virtual platform www.blickspielfeld.de, a playing field for
texts and positions, opens on 18th April. The congress participants
and all other people interested are asked to play the
BLICK.SPIEL.FELD and to resume the discussion with their positions.
The debate that started here relocates to specific premises in town
in the second stage of the congress on the 17th and 18th November 2006.
2) In the course of the one and a half days we pursue three
perspectives and investigate them in different forms of presentation
and discussion. The perspectives are derived from three emphases of
the pun in the title BLICK.SPIEL.FELD: "Blickfeld" (i.e. gaze field),
"Spielfeld" (i.e. playing field) and "Blickspiel" (i.e. gaze game).
Depending on the position, the main focus of discussion lies on the
beholding eye and its point of view, on the examination of frameworks
and norms in the visible space or on the actions taking place in the
"Blickspielfeld" (i.e. the playing field of the gaze).

We invite people involved in art and science to come into play and
submit proposals (not more than 500 words in length) or drafts of
projects (with illustrative material) to kongress@blickspielfeld.de
or to the postal address stated below. All submissions should be
accompanied by a short vita.

Deadline for submission is 30th June, 2006.

We should be able to handle files in Microsoft Word format (.doc),
Rich Text (.rtf) or Adobe portable document (.pdf). Lectures and
presentations can be English or German. They may contain audio-visual
examples and should not exceed 30 minutes in order to leave enough
space for intervention and discussion. The contributions will be
published in an accumulative paper. All takers will be given
sufficient notice about course and programme, about arrival and
settings.

For further information please visit our website at:
www.blickspielfeld.de
or send an e-mail to: kongress@blickspielfeld.de

The congress is chaired by the study group BLICK.SPIEL.FELD:
Malda Denana, Julia Hillgärtner, Eva Holling, Anneka Metzger,
Matthias Naumann, Jessica Nitsche, Lars Schmid, Silke C. Schuck

Address:
Forschungsgruppe BLICK.SPIEL.FELD
Graduiertenkolleg Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Hauspostfach 162 a
D - 60629 Frankfurt am Main
Tel.: +49 - (0)69 - 798331-15
Fax: +49 - (0)69 - 798331-16

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt am Main
Bewerbungsschluss30.06.2006
KontaktdatenName/Institution: Graduiertenkolleg "Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität 
Strasse/Postfach: Hauspostfach 162 a 
Postleitzahl: 60629  
Stadt: Frankfurt am Main 
Telefon: +49 - (0)69 - 798331-15 
Fax: +49 - (0)69 - 798331-16 
E-Mail: kongress@blickspielfeld.de 
Internetadresse: http://www.blickspielfeld.de/ 
Internetadresse: http://web.uni-frankfurt.de/fb10/grakozeit/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie; Literaturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Motiv- u. Stoffgeschichte
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.03.00 Studien; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
Ediert von  H-Germanistik
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