VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "AG 6: Unvollständiger Erstspracherwerb: Heritage Sprecher im In- und Ausland, DGfS Jahrestagung 2012"
RessourcentypCall for Papers
TitelAG 6: Unvollständiger Erstspracherwerb: Heritage Sprecher im In- und Ausland, DGfS Jahrestagung 2012
BeschreibungCall for Papers für die AG Unvollständiger Erstspracherwerb: Heritage Sprecher im In- und Ausland.

Die AG wird im Rahmen der DGfS-Jahrestagung 2012 am 7.-9. März 2012 in Frankfurt a. M. stattfinden; wir freuen uns auf Beiträge.

Herzliche Grüße,

Susanne Borgwaldt und Simone Grossmann

Als heritage language speakers werden mehrsprachige Individuen bezeichnet, die ihre Umge-bungssprache auf muttersprachlichem Niveau beherrschen und in ihrer Herkunfts- bzw. Erst-sprache (heritage language, HL) keine muttersprachliche Kompetenz besitzen. Heritage langua-ge learners sind Menschen, die ihre heritage language (erneut) lernen.

HL-Sprecher und -Lerner werden seit ca. 20 Jahren vorwiegend im nordamerikanischen und australasiatischen Raum erforscht (vgl. Brinton et al. 2007). In den USA, Kanada, Australien und Neuseeland rekrutieren sich HL-Sprecher und -Lerner hauptsächlich aus Migranten der zweiten und späteren Generationen und bilden eine recht heterogene Gruppe, zu der sowohl HL-Sprecher mit fast muttersprachlichen als auch solche mit nur rudimentären Kenntnissen ihrer Herkunftssprache zählen.

Obwohl der Mikrozensus 2009 des Statistischen Bundesamtes ergab, dass 19,6% der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (16 Millionen) einen Migrationshintergrund besitzt und demnach die Gruppe bildet, aus der die meisten HL-Sprecher stammen, ist dieser Mehrsprachigkeitstyp in Deutschland bisher vergleichsweise schlecht untersucht: Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen HL-Varietäten in den klassischen Einwanderungsländern und in Deutschland? Was sind die Charakteristika einer unvollständig erworbenen Erstsprache, verglichen mit L1- und L2-Lernervarietäten bzw. einer vom Sprachverlust im Erwachsenenalter betroffenen Varietät (Schmid & Keijzer 2009)? Welche Einstellungen haben diese Personengruppen zu ihren Herkunftssprachen? Wie müssten Sprachkursangebote für sie gestaltet werden und welche existieren schon heute? Welche Implikationen ergeben sich daraus für den schulischen Herkunftssprachenunterricht?

Gefragt sind Beiträge, die das Phänomen der Heritage Language Sprecher unter psycho-linguistischen, soziolinguistischen oder didaktischen Aspekten untersuchen. Die AG richtet sich an Angewandte Linguisten, Sprachdidaktiker und/oder Psycho- und Soziolinguisten, die auf dem Gebiet der Spracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung tätig sind.

Literatur:
Brinton, Donna, Olga Kagan & Susan Bauckus. (Hgg.) (2007): Heritage language education: A new field emerging. 71 – 90. New York: Routledge.

Schmid, Monika & Merel Keijzer. (2009): First language attrition and reversion among older migrants. International Journal of the Sociology of Language, 200, 83 – 101.

Bitte schicken Sie uns Ihr Abstract (.doc oder .rtf) auf Deutsch oder Englisch, maximal 1 Seite, bis zum 1. September 2011 an folgende Adresse: muttersprachen@gmail.com

Susanne Borgwaldt
Seminar für Sprachwissenschaft Universität Erfurt/ Institut für Germanistik Technische Universität Braunschweig
Tel: + 49 361 737 4361
Fax + 49 361 737 4369
Email: susborgw@tu-bs.de

Simone Grossmann
Herder-Institut Universität Leipzig
Tel: + 49 341 973 7515 Fax + 49 341 973 7547
Email: simone.grossmann@uni-leipzig.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFrankfurt a. M.
Bewerbungsschluss01.09.2011
Anmeldeschluss15.09.2011
Beginn07.03.2012
Ende09.03.2012
PersonName: Borgwaldt, Susanne 
Funktion: Koordinatorin 
E-Mail: susborgw@tu-bs.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeDeutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Kontaktlinguistik (Sprachkontakt, Interferenzforschung, Interkulturelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit); Soziolinguistik (Varietätenlinguistik, div. Lekte, Register, Code); Sprachdidaktik (Schuldidaktik, Erwachsenenbildung, Konzepte sprachlicher Bildung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Spracherwerb / Psycholinguistik (sprachliches Wissen)
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/21134

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 26.07.2011 | Impressum | Intern