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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Computerspiele als Gegenstand des Deutschunterrichts"
RessourcentypCall for Papers
TitelComputerspiele als Gegenstand des Deutschunterrichts
BeschreibungCfP: Computerspiele als Gegenstand des Deutschunterrichts

Tagung an der Universität zu Köln vom 29.-30.03.2012

Computerspiele wurden bereits zum „Leitmedium des 21. Jahrhunderts“ (Britta Neitzel) erklärt. Auch wenn diese Vision noch keine Wirklichkeit geworden ist, nimmt die Rezeption von Computer- und Videospielen in der Freizeit vieler Heranwachsender eine wichtige Rolle ein. Infolge dessen wird die Wirkung der Spiele auf ihre Nutzer gesellschaftlich breit und kontrovers diskutiert.
In der Wissenschaft haben sich die Gamestudies als interdisziplinär-ausdifferenziertes Forschungsfeld entwickelt. Medienwissenschaftler, Medienpädagogen, Literaturwissenschaftler, Lernforscher und zahlreiche Weitere widmen sich dem Gegenstand aus ihrer Perspektive und mit ihren Methoden, was zu einer Vielzahl von theoretischen Ansätzen und praktischen Anwendungsgebieten führt. So werden Computerspiele im Hinblick auf ihre Rezeptionsbedingungen und -wirkungen, darüber hinaus aber auch auf ihre eigene Ästhetik, ihre besonderen Erzählformen, ihre Verbindungen zu medien- und kulturgeschichtlichen Traditionen und ihre Wechselwirkungen mit anderen Medien hin untersucht.

Wir wollen die Frage stellen, wie sich die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Computerspielen für die Entwicklung didaktischer Modelle zur Vermittlung von Kompetenzen im Deutschunterricht nutzen lassen. Dazu sollen Vertreter aller beteiligten Disziplinen, Fachdidaktiker und Lehrer miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Mit Blickrichtung auf die unterrichtliche Praxis sollen vor allem Potenziale für die vier Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts „Lesen – Umgang mit Texten und Medien“, „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“ und „Reflexion über Sprache“ herausgearbeitet werden. So können Computerspiele im Kompetenzbereich „Lesen - Umgang mit Texten und Medien“ selbst zum Gegenstand des Unterrichts gemacht werden. „Medienspezifische Formen kennen, Intention und Wirkung erkennen und bewerten, wesentliche Darstellungsmittel kennen und deren Wirkung einschätzen, zwischen eigentlicher Wirklichkeit und virtuellen Welten in Medien unterscheiden“, schlagen hier die Bildungsstandards als mögliche Perspektiven vor. Aber auch konkrete Unterrichtskonzepte, wie die Killer-Spiel-Diskussion im Rahmen einer Debatte oder die Analyse von Sprechakten in einer im Unterricht behandelten Adventure-Spiel-Passage, leisten einen Beitrag für die Erschließung des Gegenstandes. Computerspiele können zudem im Hinblick auf ihre Verbindungen mit klassischen Gegenständen des Deutschunterrichts betrachtet werden. Etwa in ihrer Gemeinsamkeit mit anderen erzählerischen Medien wie Film und Literatur oder in Verbindung mit Schreibaufgaben und produktionsorientierten Aufgaben.

Beiträge könnten sich u.a. auf folgende Themen beziehen:

- Erzählformen des Computerspiels (im Vergleich mit Literatur und Film)
- Rezeptionsbedingungen des Computerspiels (im Vergleich mit Literatur und Film)
- Intermediale Wechselwirkungen zwischen Computerspielen, Film und Literatur
- Computerspiele als didaktische Arrangements
- Geschlechterrollenkonstruktion und Computerspiel
- Schreib- und Verbalisierungsaufgaben im Zusammenhang mit Computerspielen
- Produktionsorientierte Aufgaben
- Weitere konkrete Beispiele für die Einbindung von Computerspielen in den Deutschunterricht

Die Beiträge (30 Minuten Vortrag & 15 Minuten Diskussion) sollten von einem sachanalytischen Teil aus immer auch die Vermittlungsperspektive im Hinblick auf Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und werden auf Grundlage eines Abstracts (ca. 300 Worte) ausgewählt.

Die Einreichfrist für Abstracts mit kurzen bio-bibliographischen Angaben ist der 01.10.2011 (per Mail an: Andreas.Seidler@uni-koeln.de & Jan.Boelmann@rub.de; oder postalisch an unten stehende Adressen).

Die zeitnahe Veröffentlichung eines Tagungsbandes ist vorgesehen.

Kontakt:

Dr. Andreas Seidler
IDSL II
Universität zu Köln
Richard-Strauß-Str. 2
50931 Köln
Tel. 0221-470-8849
andreas.seidler@uni-koeln.de
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/deutsch/lehrende/seidler/

Jan Boelmann, M.Ed.
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
GB 4/143
44801 Bochum
Tel. 0234 – 32 - 28567
Jan.Boelmann@rub.de
www.rub.de/fddk


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortKöln
Bewerbungsschluss01.10.2011
Beginn29.03.2012
Ende30.03.2012
PersonName: Dr. Andreas Seidler 
E-Mail: andreas.seidler@uni-koeln.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität zu Köln, Philosophische Fakultät, Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Dr. Andreas Seidler 
Strasse/Postfach: Gronewaldstr. 2 
Postleitzahl: 50931  
Stadt: Köln 
Telefon: 0221-4708849 
E-Mail: andreas.seidler@uni-koeln.de 
Internetadresse: http://www.uni-koeln.de/phil-fak/deutsch/lehrende/seidler/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturdidaktik; Medien- u. Kommunikationstheorie
Ediert von  H-Germanistik
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