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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Jeder Engel ist schrecklich.“ Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“ im Widerklang der Philosophie"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
Titel„Jeder Engel ist schrecklich.“ Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“ im Widerklang der Philosophie
BeschreibungTriangel-Kolloquium

„Jeder Engel ist schrecklich.“
Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“ im Widerklang der Philosophie

Samstag, 30. Juni 2007
10.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Guardini Galerie, Askanischer Platz 4, 10963 Berlin

Kaum ein Werk der Literatur fordert so sehr zur philosophischen Deutung heraus wie Rilkes Duineser Elegien. In poetischer Form entwerfen die Elegien ein reich differenziertes Bild des Daseins, das in seiner Sprachgewalt und tiefen Verflochtenheit der Gedanken geradezu auf eine erläuternde Interpretation hin angelegt zu sein scheint. Zugleich entzieht sich jedoch die Ursprünglichkeit der Dichtung jedem Versuch ihrer "Aufklärung". Das Geheimnis, von dem die Elegien künden, hat nicht die Form eines Problems, das sich lösen ließe.

Das Kolloquium stellt vier bedeutende Positionen vor, die den Versuch einer philosophischen Entfaltung von Rilkes Gedankenwelt wagen. Neben Romano Guardinis Deutung treten Heideggers bekannte Reflexion “Wozu Dichter?” (vorgetragen aus Anlass des zwanzigsten Todestags Rilkes), die kaum beachtete, bemerkenswerte Rezension der jungen Hannah Arendt sowie, als echte Neuentdeckung, eine umfassende Studie von Eugen Fink, deren Manuskript sich im Nachlass des Philosophen fand.

– „Die Vergänglichkeit stürzt überall in ein tiefes Sein.“ Einführung
Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann, Institut für deutsche Philologie, Technische Universität Berlin

– Hannah Arendt/Günther Stern: „Rilkes Duineser Elegien“ (1930)
Dr. Thomas Wild, Literatur- und Politikwissenschaftler, Berlin/Oberlin, USA

– „Das Unsägliche einfachhin.“ Romano Guardini über Rilkes Deutung des Daseins
Dr. Ludger Hagedorn, Fellow der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Prag

– Seinsarmut. Eugen Finks Übersetzung der „Duineser Elegien“ in philosophische Reflexion
Prof. Dr. Hans Rainer Sepp, Humanwissenschaftliche Fakultät der Karls-Universität, Prag

– Weltinnenraum. Zu Heideggers Rilke-Deutung
Dr. Cathrin Nielsen, Eugen Fink-Archiv, Freiburg i. Br.

– Lesung aus den „Elegien“ und den „Sonetten an Orpheus“
Corinna Kirchhoff


Ort:
Guardini Galerie
Askanischer Platz 4
10963 Berlin
Tel. 030 / 217358–0
E-Mail: guardini.berlin@t-online.de
www.guardini.de
S-Bahn, Busse M41, M29: Anhalter Bahnhof

Die Guardini Stiftung wurde 1987 in Berlin gegründet. Mit der Präsentation von Gegenwartskunst und der Förderung des interkonfessionellen Dialogs zwischen Künstlern und Wissenschaftlern steht die Stiftung in der geistigen Tradition ihres Namensgebers Romano Guardini (1885-1968). Der Theologe und Philosoph, der von 1923 bis zur Aufhebung seiner Professur im Jahre 1939 durch die Nationalsozialisten an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin lehrte, machte das Dreieck Kunst, Wissenschaft und Glaube zum Mittelpunkt seines Schaffens. Die Guardini Stiftung hat dieses Dreieck zum Arbeitsprogramm gewählt.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn30.06.2007
Ende30.06.2007
PersonE-Mail: guardini.berlin@t-online.de 
KontaktdatenName/Institution: Guardini Stiftung 
Strasse/Postfach: Askanischer Platz 4 
Postleitzahl: 10963 
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30-2173580 
E-Mail: guardini.berlin@t-online.de 
Internetadresse: www.guardini.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945
Klassifikation17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.16.00 Gattungen und Formen > 17.16.04 Lyrik; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren
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