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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Rhetorik der Säkularisierung"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelRhetorik der Säkularisierung
BeschreibungRhetorik der Säkularisierung

Arbeitstagung im Rahmen des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und der Forschungsstelle „Kulturtheorie und Theorie des politischen Imaginären“ der Universität Konstanz

23.-25. Juni 2011

Organisation: Christiane Frey, David Martyn, Marcus Twellmann

Programm:

DONNERSTAG, 23. JUNI 2011
KULTURZENTRUM AM MÜNSTER, WOLKENSTEINSAAL

14:30 Empfang

EINFÜHRUNG
14:45-15:30

CHRISTIANE FREY: Zur Rhetorik der Säkularisierung


POLITIK DER SÄKULARISIERUNG
15:30-17:30

JEAN-CLAUDE MONOD: Was heißt „die Säkularisierung verteidigen“? Prozess, Parole und Praxis der Säkularisierung

KARL-HEINZ LADEUR: Der Wandel der Religionsfreiheit zur „persönlichen Bekenntnisfreiheit“ und die „misère symbolique“ des postmodernen Staates


19:30 Abendvortrag

BARBARA VINKEN: Politik der Mode: Der Westen und der Schleier


FREITAG, 24. JUNI
RAUM Y311, UNIVERSITÄT KONSTANZ

GESCHICHTEN UND FIGURATIONEN DER SÄKULARISIERUNG I
10:00-12:00

DANIEL WEIDNER: Verwirklichung und Entweltlichung. Theologische Figuren der Säkularisierung

UWE HEBEKUS: Geschichte(n) der Säkularisierung nach Carl Schmitt


GESCHICHTEN UND FIGURATIONEN DER SÄKULARISIERUNG II
13:30-15:30

DAVID MARTYN: Säkularismen um 1800. Mendelssohn contra Hegel

MARCUS TWELLMANN: Oikonomia: Himmlische und irdische Haushaltung
von Xenophon bis Rousseau

16:00-17:00

GERD BLUM: Vasaris Künstlerviten (1550). Geschichtstheologie und Säkularisierung


19:30 Abendvortrag

ERIC SANTNER: The Royal Remains: The People's Two Bodies and the Endgames of Sovereignty


SAMSTAG, 25.6.
RAUM Y311, UNIVERSITÄT KONSTANZ

PRÄSÄKULAR/POSTSÄKULAR – „POUR EN FINIR AVEC LE JUGEMENT“
9:00-11:00

GIANLUCA SOLLA: Was vom Säkulum bleibt. Zweimal Paulus

ANSELM HAVERKAMP: The Foreclosure of Nature and the Secularized World in Post-Shakespearian Worlds and Times

11:30-12:30

CLEMENS PORNSCHLEGEL: Insistenz des Namens Christi im Werk Deleuze’


ABSCHLUßDISKUSSION
Moderation David Martyn

12:30-13:15
SARAH POURCIAU & ANIL BHATTI


Tagungsbeschreibung
Die Rede von der „Säkularisierung“ ist schwierig geworden. Religionssoziologen sind zumehmend der Auffassung, die Geschichte vom langsamen Verschwinden der Religion aus der westlichen Kultur als unhaltbar zurückweisen zu können; Kulturtheoretiker und Politologen sind dazu übergegangen, Religion nicht mehr als ein diskretes System unter anderen zu denken, sondern als nachgerade allgegenwärtiges Phänomen; die normative Variante der „Säkularisierungs“-These sieht sich zunehmend dem Vorwurf ausgesetzt, die Forderung nach einer religiösen Neutralisierung des öffentlichen Raums entspreche selbst einer bestimmten Religiosität, die nach Hegemonie strebe. Als deskriptiver Befund, als gesellschaftstheoretische Analyse einer modernen Einebnung der Differenz transzendent/immanent oder auch als Desiderat für die kommende Weltgesellschaft ist die Rede von der Säkularisierung mithin, um das mindeste zu sagen, strittig geworden. Und wo doch auf Fassungen des Säkularisierungsnarrativs zurückgegriffen wird – ob kritisch oder unkritisch, in polemischer oder affirmativer Absicht – ist selten geklärt, was genau gemeint ist.

Die Tagung „Rhetorik der Säkularisierung“ nimmt sich nun nicht nur vor, die begriffliche und politische Gemengelage zu sichten und zu reflektieren, sondern sie will auch und vor allem dazu beitragen, die Rede von der „Säkularisierung“ in ihren verschiedenen Fassungen besser zu verstehen und auf ihre narrativen Strukturen und rhetorischen Strategien hin zu untersuchen. Sie schließt damit an aktuelle Forschungen und Positionen zum Thema an (etwa Anidjar, Asad, Weidner, Weigel, Koschorke, Borutta, Casanova). Dabei interessiert besonders, mit welchen erzählerischen Formen, figurativen Mitteln und politisch-ideologischen Funktionen umgegangen wird, wenn von „Säkularisierung“ die Rede ist oder wenn Modi eines imaginären Säkularen aufgerufen werden. Die neuere Kritik an der Säkularisierungsthese ebenso wie Theorien der Säkularisierung selbst sollen dieser rhetorischen Analyse unterzogen werden. Wenn etwa in der aktuellen Diskussion „Säkularisierung“ als Mythos entlarvt wird, ist das ein nicht weniger effektives rhetorisches Mittel als der Einsatz von Narrativen selbst. In diesem Sinne geht es um beides: um Strategien westlicher Selbstvergewisserungen genauso wie um Versuche, mit solchen Strategien kritisch umzugehen.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.uni-konstanz.de/kulturtheorie/veranst_de.htm
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortKonstanz
Beginn23.06.2011
Ende25.06.2011
PersonName: Christiane Frey 
Funktion: Gastwissenschaftlerin 
E-Mail: cfrey@princeton.edu 
KontaktdatenName/Institution: Albrecht Koschorke Universität Konstanz 
Strasse/Postfach: Fach 213 
Postleitzahl: 78457 
Stadt: Konstanz 
E-Mail: Marcus.Twellmann@uni-konstanz.de 
Internetadresse: http://www.uni-konstanz.de/kulturtheorie/kontakt_de.htm 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeErzähltheorie; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Literatursoziologie
Zusätzliches SuchwortModerne, Ausdifferenzierung, Mythos, Aufklärung, master narratives, Wiederkehr der Religion, Säkularisierung, das Postsäkulare
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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