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Ergebnisanzeige "Kasuistische Schreibweisen. Falldarstellungen als transdisziplinäres Genre in den Wissenschaften vom Menschen"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelKasuistische Schreibweisen. Falldarstellungen als transdisziplinäres Genre in den Wissenschaften vom Menschen
BeschreibungKasuistische Schreibweisen. Falldarstellungen als transdisziplinäres Genre in den Wissenschaften vom Menschen

Die ‚Fallgeschichte’ ist in den letzten Jahren zu einem Gegenstand intensiver kulturwissenschaftlicher Forschung avanciert. Der Evidenz, dass fallbasierte Darstellungsformen die humanwissenschaftlichen Disziplinen – von Recht und Medizin über Pädagogik, Psychologie, Psychiatrie und Psychoanalyse bis hin zu Soziologie oder Bioethik – entscheidend prägen, steht aber das Fehlen einer Erklärung gegenüber, warum und wie der ‚Kasus‘ in so verschiedenen Wissensfeldern reüssieren konnte. Ziel der Tagung ist daher eine komparative Bestandsaufnahme der divergierenden Erzähltechniken, Medienformen und Wissenskonzepte kasuistischer Darstellungen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ausgehend von der Beobachtung, dass Formen des ‚Falls‘ historisch und im Hinblick auf verschiedene Disziplinen stark differieren, ist weder nach einer übergreifenden Wissensform noch nach einer einheitlichen Textsorte zu suchen. Stattdessen soll durch das Konzept einer ‚kasuistischen Schreibweise‘ die Spezifik verschiedener fallbasierter Präsentationsformen in den Blick geraten.

Tagungsprogramm:

Donnerstag, 23. Juni 2011

14.45 Uhr Eröffnung der Tagung durch den Rektor der Ruhr-Universität Prof. Dr. Weiler
Begrüßung: Susanne Düwell, Nicolas Pethes

15.00 – 16.30 Uhr Sektion PHILOSOPHIE, Moderation: Christina Brandt, Neil Roughley

Gottfried Gabriel/Jena:
„Eminente Fälle“ – Das Allgemeine im Besonderen

Marcus Düwell/Utrecht:
Kasuistik in der Bioethik

17.00 – 18.30 Uhr Sektion MEDIZIN, Moderation: Rudolf Behrens, Irmgard Müller

Volker Hess/Berlin:
Krankengeschichten – Krankenakten. Zur materialen Typologie eines medizinischen Genres

Marietta Meier/Zürich:
Von der Krankengeschichte zur Fallgeschichte. Die Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Psychochirurgie

19.00 Uhr ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Michael Hagner/Zürich: Skandal, Kasuistik, Diskurs - 30 Jahre nach der Mikrogeschichte


Freitag, 24. Juni 2011

9.30 – 11.00 Uhr Sektion LITERATUR, Moderation: Yvonne Wübben, Carsten Zelle

Alexander Kosenina/Hannover:
Rechtskasus und Literatur

Daniela Gretz/Bochum:
Von ‚Blumenketten’ und ‚Tatzelwürmern’. Realistisches Erzählen im Spannungsfeld von Fallgeschichte und Novelle

11.30 – 13.00 Uhr Sektion PSYCHOLOGIE, Moderation: Stefan Rieger, Jürgen Straub

Martin Stingelin/Dortmund:
Der Fall Diogenes? Von der Anekdote über das Exempel bis zur Psychologie des Zynikers

Andreas Heinz/Berlin:
Psychiatrische Kasuistiken politischer Aktivisten als paradigmatische Konstruktionen der Volksgemeinschaft

15.00 – 16.30 Uhr Sektion RECHT, Moderation: Marcus Krause, Michael Niehaus

Peter Becker/Wien:
Die merkwürdigen Wege des Phineas Gage.
Zur Fallgeschichte als ‚epistemisches Instrument’ in den Neurowissenschaften

Thomas Scheffer/Berlin:
Der Fall als dreiseitiges Zeichen. Eine semiotische Analyse der Fälle im Common Law System

17.00 – 18.30 Uhr Sektion SOZIALWISSENSCHAFT, Moderation: Käte Meyer-Drawe, Frank Wistuba

Nicole Witte/Göttingen:
Zum Wechselverhältnis von Verstehen, Erklären und Schreiben. Fallrekonstruktionen in der interpretativen Sozialforschung

Roswitha Staege/Osnabrück:
Fallforschung als Praxisreflexion – Zur Wissensform pädagogischer Kasuisitik


Samstag, 25. Juni 2011

9.15 – 10.45 Uhr Sektion MEDIENWISSENSCHAFT, Moderation: Natalie Binczek, Anna Tuschling

Alexander Simon/Köln im Gespräch mit Gregor Schwering:
Fallgeschichten im TV

Christina Bartz/Paderborn:
Vom Einzelfall zum Wissen über die Wirkung von Medien

11.15 – 12.45 Uhr Sektion POPULÄRKULTUR, Moderation: Thomas Hecken, Nicolas Pethes

Susanne Düwell/Bochum:
Fallgeschichten in Zeitschriften der Spätaufklärung

Katja Sabisch/Bochum:
Im Falle eines Falles: Der Diskurs über Homosexualität in der deutschen Fußballbundesliga


Ort: Ruhr-Universität Bochum, GB 5/160
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBochum
Beginn23.06.2011
Ende25.06.2011
PersonName: Dr. Susanne Düwell, Prof. Dr. Nicolas Pethes 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: susanne.duewell@rub.de 
KontaktdatenName/Institution: Germanistisches Institut der Ruhr-Universität 
Strasse/Postfach: Universitätsstr. 150 
Postleitzahl: 44801 
Stadt: Bochum 
E-Mail: susanne.duewell@rub.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
Ediert von  H-Germanistik
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