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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Zeitsprünge – Temporale Überschreitungen in den Wissenschaften"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelZeitsprünge – Temporale Überschreitungen in den Wissenschaften
BeschreibungZwischenRäume 13: Wissenschaftsfiktionen III

Arbeitsgespräch der Berliner Institutionen:
Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Max-Planck-Institut für
Wissenschaftsgeschichte, Zentrum für Literaturforschung und Freie
Universität Berlin.

Der Name ‚ZwischenRäume’ steht für halbjährliche Kooperationstreffen, die
seit Februar 2001 zwischen dem Hermann von Helmholtz-Zentrum für
Kulturtechnik, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und dem
Zentrum für Literaturforschung abgehalten wurden und die nun unter
Beteiligung des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie der
Freien Universität Berlin fortgesetzt werden. Ziel dieser Treffen ist es,
den Austausch zwischen den vier beteiligten Einrichtungen sowohl auf
inhaltlicher als auch auf personeller Ebene zu intensivieren. Die
Veranstaltung ‚Zeitsprünge – Temporale Überschreitungen in den
Wissenschaften’ versteht sich als dritter Teil einer Reihe mit dem Titel
‚Wissenschaftsfiktionen. Methoden – Figuren – Projekte’, die jeweils
unterschiedliche Perspektiven auf die vielfältigen, häufig unklaren und
umstrittenen Verbindungen von Wissenschaft und Fiktion entwickelt.

Zeitsprünge – Temporale Überschreitungen in den Wissenschaften

15.6.2007 - 14:30-18:00 - Raum JK 28/112
Freie Universität Berlin
Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

‚Natura non facit saltus’ – die Natur macht keine Sprünge – formulieren
Leibniz, Linné und andere einen Basissatz des 18. Jahrhunderts. Obwohl die
moderne theoretische Physik das inzwischen anders sieht, so erscheint doch
die Fähigkeit zum Springen und zu Sprüngen auch als ein kulturelles
Privileg. Als solches prägt der diskontinuierliche, im Sinne des Zitats
‚sprunghafte’ Übergang von einem Zustand in einen Anderen auch die – an
sich systematischen Ansprüchen unterworfene – moderne Wissenschaft. Das
scheint uns insbesondere dort der Fall zu sein, wo es ihr um die
Projektierung von zukünftigen anthropologischen Perspektiven und
Paradigmen geht. Hier muss sie notwendig hypothetische Annahmen über den
Zustand noch unerreichter Zeiträume zugrunde legen und zugleich Begriffe
und Konzepte entwickeln, die deren Vermessung, Kartierung und utopischen
Festschreibung dienen. Damit aber unternimmt Wissenschaft eine ‚Zeitreise’
– eine Bewegung in der Zeit, die vom gewöhnlichen Zeitablauf abweicht –
und entzieht sich ein Stück weit der eigenen Gegenwärtigkeit. Denn wo sich
sowohl Wissen als auch habituelle gesellschaftliche Praxis als begrenzt
erweisen, müssen die Zielvorstellungen wissenschaftlichen Handelns in
Konstruktionen wirksam werden, die einen phantasierenden und imaginativen
Charakter aufweisen. Zu prüfen ist, ob solche Wissenschaftsfiktionen in
der selben Weise, wie es Wolfgang Iser für literarische Fiktionen
entwirft, als ‚eigentümliche Übergangsgestalten’ funktionieren, die sich
zum Zweck gegenseitiger Anschließbarkeit zwischen das bereits Gewusste und
das in Zukunft zu Wissende schieben. Als Ort dieser Austauschprozesse aber
würden Fiktionen dann selbst zum Faktum: In ihnen manifestiert sich die
Fiktionsbedürftigkeit des Menschen als gesellschaftliche und
wissenschaftliche Praxis.


Programm


14:30 Begrüßung

14:35-15:35 Hyo Yoon Kang: Die Erfindung in der fiktiven Zeit des Patentrechts
Moderation: Philipp von Hilgers

15:40-16:40 Christian Kassung: Die Zukunft des Wissens
Moderation: Ana Ofak

16:40-17:00 Kaffeepause

17:00-18:00 Gloria Meynen: 1*die Welt im Plural, bitte
Moderation: Katrin Solhdju


Organisation und Leitung:

Philipp von Hilgers (MPIWG)
Ana Ofak (HZK)
Katrin Solhdju (ZFL)
Jutta Müller-Tamm (FU)
Barbara Wildenhahn (FU)


Kontakt:

Dr. des. Barbara Wildenhahn
Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
E-mail: bwildenh@zedat.fu-berlin.de
Tel: 030 – 838 59205


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn15.06.2007
Ende15.06.2007
PersonName: Dr. des. Barbara Wildenhahn 
Funktion: Kontakt 
E-Mail: bwildenh@zedat.fu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Deutsche und Niederländische Philologie, Freie Universität Berlin 
Strasse/Postfach: Habelschwerdter Allee 45 
Postleitzahl: 14195  
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30 – 838 59205 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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