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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Rabbit Eye - Zeitschrift für Filmforschung Call for Papers Ausgabe 4"
RessourcentypCall for Papers
TitelRabbit Eye - Zeitschrift für Filmforschung Call for Papers Ausgabe 4
Beschreibungwww.rabbiteye.de

Call for Papers: Film und Gesellschaft

Fiktionale Filme sind ein globales Leitmedium, das besonders geeignet ist, um makro- wie mikrostrukturelle Wandlungsprozesse von Gesellschaften zu reflektieren und zur Anschauung zu bringen. Dabei prägen soziale Dynamiken und Krisen ihre narrative filmische Aufbereitung sowohl inhaltlich als auch formal. In dieser Ausgabe soll der Frage nachgegangen werden, wie sich der Film seit seinen Anfängen zu sozialen Veränderungen verhält, welche Einflüsse das Soziale auf die filmische Bearbeitung hat und welche Gründe sich dafür anführen lassen.
Üblicherweise geben wissenschaftliche Disziplinen wie die Soziologie, die Politologie, die Ökonomie oder etwa die Geschichtswissenschaft Auskunft über synchrone wie diachrone soziokulturelle Entwicklungen. Aber auch die Künste zeichnen Gesellschaftsbilder, die oft subjektiv geprägt sind und vielleicht gerade deshalb eine hohe Sensibilität für positive wie negative Potenziale von Veränderungen aufweisen; Filme fungieren in dieser Hinsicht auch als soziale Seismographen.
In dem diskursiven Feld von Wissenschaft und Kunst wird die gesellschaftliche Wirklich-keit nicht nur reflektiert und kommentiert, sondern auch wesentlich konstituiert. Dabei nehmen filmische Erzählungen eine besondere Stellung ein, weil sie sich reflexiv und oft kritisch inmitten von gesellschaftlichen Diskursen positionieren und ein präzises und in der Vorstellung plastisches Bild ihres sozialen Kontextes entwerfen: eine soziale Selbstimagination. Denn in filmischen Erzählungen werden fiktionale Welten entworfen, in deren Zentrum handelnde Figuren stehen, die ein gewisses Gesellschaftsbild symbolisch verdichtet darstellen, aber auch das Individuum im Verhältnis zu seiner sozialen Umwelt repräsentieren können. Der Film kann, was Wissenschaft nur schwerlich kann: soziale Konfigurationen in fiktionalen Möglichkeitsräumen ausprobieren. Bei der Analyse der Relationen von sozialem Bezugskontext und Film ist allerdings nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form zu berücksichtigen. Möglicherweise sind die anspruchsvolleren Formen der Filme der letzten Jahre ästhetische Reaktionen und Reflexionen einer zunehmend komplexen Welt, in der es für das Individuum schwer geworden ist, den Überblick zu behalten und sich zu behaupten. Mit Individuum sind hier Zuschauer und Figuren gleichermaßen gemeint.
Für die vierte Ausgabe von Rabbit Eye erhoffen wir uns Beiträge, die das weite Feld von Film und Gesellschaft von möglichst verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wir sind an methodischen Zugriffen genauso interessiert, wie an filmhistorischen oder solchen, die an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Film operieren.

www.rabbiteye.de

Bitte senden Sie uns ein halbseitiges Abstrakt bis zum 15. Juli 2011.
Für Rückfragen und Themenvorschläge steht gerne zur Verfügung:
Gerhard Jens Lüdeker (kontakt@rabbiteye.de)
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressewww.rabbiteye.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.07.2011
PersonName: Gerhard Jens Lüdeker 
Funktion: Mitherausgeber 
E-Mail: kontakt@rabbiteye.de 
Ediert von  H-Germanistik
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