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Ergebnisanzeige "Figuren des Wissens / Figurations of Knowledge"
RessourcentypCall for Papers
TitelFiguren des Wissens / Figurations of Knowledge
BeschreibungCALL FOR PAPERS

Figuren des Wissens / Figurations of Knowledge
Europäische Konferenz der Society for Science, Literature, and the Arts (SLSA) am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin
03.-07.06.2008

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Figuren des Wissens
Neuere und neueste Science Studies interessieren sich zunehmend für semantische Transfers, Übersetzungen und Registerwechsel zwischen Wissensformen. Für die Untersuchung der Relationen zwischen literature, science, and the arts bedeutet das eine Umdeutung der Frage, wie bereits festgeschriebenes wissenschaftliches Wissen auf Literatur und Künste einwirkt oder in ihnen dargestellt wird. Denn das 'und' in etablierten Oppositionspaaren wie 'Kunst und Wissenschaft', 'Literatur und Wissenschaft' oder auch 'Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften' unterstellt, dass auf jeweils beiden Seiten letztlich homogene Verhältnisse herrschen. Nur unter dieser Voraussetzung lassen sich überhaupt jene klaren Dichotomien zwischen Wissenskulturen bilden, die für die Entstehung des modernen Wissenschaftssystems so folgenreich gewesen sind. Dabei haben aber die Künste - so wie auch die historisch-hermeneutischen Wissenschaften - immer schon auch empirisch gearbeitet, und die Naturwissenschaften beschäftigen sich nicht erst gegenwärtig mit Fragen, deren Klärung ebenso das Deutungsvermögen der Geisteswissenschaften oder das kreative Potenzial der Künste herausfordert - Fragen wie die nach der Willensfreiheit oder dem Bewusstsein.

Die europäische Konferenz der SOCIETY FOR SCIENCE, LITERATURE, AND THE ARTS (SLSA) 2008 macht daher solche Übergangsphänomene mit ihren historischen, konzeptuellen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen zum Untersuchungsgegenstand. Gegenüber der beharrlichen wissenschaftstheoretischen, -historischen und -politischen Neigung, auf das Zwei-Kulturen-Muster zurückzufallen, soll erkundet werden, wie Wissen in der Pluralität und Heterogenität der Wissenskulturen, also in je unterschiedlichen Funktionszusammenhängen, sowohl historisch als auch gegenwärtig figuriert. Diese Untersuchungsperspektive der Figuren des Wissens nutzt das breite Bedeutungsspektrum des Wortes 'Figur' - von der Zeichenhaftigkeit mathematischer, geometrischer oder diagrammatischer Schemata über Figuralität und Figuration in Rhetorik und Ikonik bis hin zur Figuraldeutung als Interpretationsmuster -, um die spezifischen Weisen zu konturieren, mit denen Wissen im Wechselspiel von Schematisierung und Dynamisierung, von Empirie und Spekulation, von Messung und Deutung produziert, distribuiert und rezipiert wird.


Figurations of Knowledge
Recent and current research in Science Studies has devoted increasing attention to semantic transfers, translations, and changes of register between forms of knowledge. In terms of studying the relationship between literature, science, and the arts, this implies a general reinterpretation of how scientific knowledge affects literature and the arts or how it is represented in them. For the 'and' linking established oppositional pairs such as 'art and science', 'literature and science', or else 'sciences and humanities' ultimately presumes a homogeneous situation on both respective sides. It is only under this precondition that the clear dichotomies between knowledge cultures can be formed that have been so consequential for the emergence of the modern science system. Yet the arts - as well as the historical hermeneutic sciences - have always worked empirically, and the sciences have long dealt with questions calling for the interpretative capacity of the humanities or the creative potential of the arts - questions such as those about free will or consciousness.

The European Conference 2008 of the SOCIETY FOR SCIENCE, LITERATURE, AND THE ARTS (SLSA) will therefore focus on such transitional phenomena with their historical, conceptual, and epistemological conditions. In contrast to the persistent tendency of science theory, science history, and science policies to fall back on the 'two cultures' model, we intend to examine how knowledge figures both historically and presently into the plurality and heterogeneity of knowledge cultures, i.e. in different respective functional contexts. This perspective of figurations of knowledge draws on the multiple meanings of the words 'figure and figuration' - from the symbolism of mathematical, geometric, or diagrammatic figures to figurality and figuration in rhetoric and iconography up to figural interpretation as an interpretative tool -, in order to delineate the specific ways in which knowledge is produced, distributed, and reviewed in the interplay between schematization and dynamization, between empiricism and speculation, between measurement and interpretation.


Weitere Informationen über die SLSA unter: http://www.litsci.org/

Kontakt:
litera@zfl.gwz-berlin.de
Tel: 030/20192-173
Fax: 030/20192-154

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Beginn03.06.2008
Ende07.06.2008
PersonFunktion: Kontakt 
E-Mail: litera@zfl.gwz-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Zentrum für Literatur- und Kulturforschung  
Strasse/Postfach: Schützenstr. 18  
Postleitzahl: 10117  
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30/20192-188  
Fax: +49 (0)30/20192-154 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/1940

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