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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige ""Ich will [...] ein Bauer werden". Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz. "
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
Titel"Ich will [...] ein Bauer werden". Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz.
Beschreibung»Ich will [...] ein Bauer werden«. Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz.

Wissenschaftliche Tagung aus Anlaß des 200. Todestages Heinrich von Kleists, 1.–4. Juni 2011, Chalet des Tertianums in Thun.
Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. Anett Lütteken (Uni-versität Bern), Prof. Dr. Carsten Zelle (Ruhr-Universität Bochum)

Tagungsorte:
1. Juni, 2000: Tagungseröffnung: Tertianum Bellevue-Park, Göttibachweg, CH 3600 Thun
2.–4. Juni, Tagungsvorträge und Graduiertenworkshop: Chalet des Tertianums Bellevue-Park, Göttibachweg, CH 3600 Thun
3. Juni, 2000: »Nicht ich – über das Marionettentheater von Kleist«. Komposition von Isabel Mundry: Kultur- und Kongresszentrum KKThun, Seestraße 68, CH 3601 Thun.


Konzept: »Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden, mit einem etwas wohlklingenderen Worte, ein Landmann. –« Mit diesem Satz meldet Kleist seiner Braut Wil-helmine von Zenge den in den »schmutzigen, stinkenden Straßen« von Paris geborenen Entschluß, sich »in der Schweiz einen Bauernhof zu kaufen, der mich ernähren kann, wenn ich selbst arbeite« (10. Okt. 1801). Kleist trifft zum Jahresende 1801 in Bern ein und siedelt sich Ende Januar 1802 zu einem ersten Aufenthalt in Thun an; er plant, sich am Thuner See ein Bauerngut zu kaufen und mietet sich – als das Landwirtschaftsvorhaben aufgrund der fragilen politischen Lage zwischen Drittem und Viertem helvetischen Staatsstreich aufgeschoben wird – ab Anfang April auf der oberen bzw. vorderen Insel im Aare-Fluß ein Haus. Kleist bricht den Aufenthalt dort aber bald ab und verbringt den weiteren Sommer z.T. krank in Bern. Mitte Oktober 1802 verläßt er die Schweiz. Nachdem Kleist die Jahreswende 1802/03 auf Christoph Martin Wielands Gut in Oßmannstedt verbracht hat, kehrt er Ende Juli 1803 erneut in die Schweiz zurück, hält sich, unterbrochen von Ausflügen nach Meiringen und ins Reichenbachtal sowie Abstechern nach Bellinzona und Varese, im August und September erneut in Thun bzw. in Bern auf, und geht Anfang Oktober 1803 – niedergeschlagen vom Mißlingen des Guiskard-Projekts – über Genf nach Paris, um sich nach dem Autodafé seines Werks in »den schönen Tod der Schlachten« (26. Okt. 1803) zu stürzen.

Kleists Anfang 1802 in der Schweiz verfaßtes Erstlingswerk Die Familie Schroffenstein erscheint zu Beginn des Jahres 1803 anonym im Verlag des Nationaldruckers Heinrich Gessner (1768–1813), des Sohnes des Idyllen-Dichters Salomon Gessner, in Bern und Zürich. Den Anstoß zum Lustspiel Der zerbrochene Krug gibt ein literarischer Wettstreit im ›Berner Dichterbund‹ um Johann Heinrich Daniel Zschokke, Ludwig Wieland und Heinrich Geßner. Die Arbeit am Robert Guiskard beginnt Kleist in der Schweiz, setzt sie nach Wielands Zuspruch in Oßmannstedt 1803 bei seinem erneuten Aufenthalt in Thun fort und verbrennt das Werkmanuskript »ein Halbtausend« (5. Okt. 1803) Tage und Nächte nach Schaffensbeginn im Oktober 1803 im Zuge eines erneuten Aufenthalts in Paris. Noch die erst 1811 fertiggestellte Erzählung Die Verlobung in St. Domingo greift nicht nur den u.a. von Johann Jacob Bodmer und Salomon Gessner gestalteten Inkle-und-Yariko-Stoff auf. Vielmehr zeigt die Tatsache, dass der Bruder des kultur- und kunstbeflissenen Landvogts Nikolaus Gatschet [Nicolas Gachet] (1736–1817), von dem Kleist das Haus auf der Thuner Aare-Insel gemietet hatte, bei den französisch-helvetischen Auxiliartruppen gedient und auf Haiti in St. Domingo gefallen war, dass die Thuner Idylle »an den Ufern der Aaar [!]« und die blutige Kolonialpolitik Napoleons engmaschig miteinander verwoben sind. Mit dem Namen Gustav von der Ried – ein »Offizier von der französischen Macht, obschon [...] kein Franzose: mein Vaterland ist die Schweiz« – z.B. erinnert der Text der Erzählung zudem anagrammatisch an den Oberstleutnant des bernischen Kontingents der gemeineidgenössischen Truppen in Basel, Johann Rudolf von Graffenried (1751–1823), der 1798 bei Neuenegg Sieger gegen die Franzosen geblieben war und den Kleist bei Zschokke in Bern kennengelernt hatte.

Ob die Wochen auf der Thuner Aare-Insel der »Lichtpunkt« in Kleists Leben gewesen sind, wie manche Forscher, z.B. Theophil Zolling oder Hermann Reske, geurteilt haben, sei dahingestellt. Die drei Aufenthalte in der Schweiz (1. Dez. 1801–Okt. 1802; 2. Ende Juli/Aug. 1803; 3. Ende Aug./Anfang Okt. 1803) markieren jedoch den Auf- und Durchbruch zum Dichter, der darauf hofft, in der Schweiz auf einem Mustergut nach Art des Wermatswilers Jakob Gujer (1716–1785), gen. Kleinjogg, körperlich-praktische und geistig-schöpferische Arbeit im Sinn der Anthropologie des ›ganzen Menschen‹ in Einklang bringen zu können. Das tragische Scheitern dieser ›klassischen‹, wohl nicht zuletzt auch durch Rousseau-Lektüren maßgeblich initiierten Utopie eröffnet den Raum von Kleists Werk.

Im Unterschied zu den Kongressen im Gedenkjahr 2011, die als Gesamtwürdigungen des Kleistschen Werks Leistungsschauen der Kleist-Forschung erwarten lassen, wird sich die Thuner Tagung »Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz« auf einen signifikanten Ausschnitt in Kleists Biographie und Werkentwicklung konzentrieren: Gezielt wird dabei auf einen dezidiert kontextualistischen Ansatz. Das heißt, die ›Lebenswelten‹ seines ein dreiviertel Jahr dauernden Aufenthalts in Thun und Bern sollen im gesamthistorischen Rahmen der Schweiz um 1800 betrachtet werden. Dies soll insbesondere im Kontext des kulturellen, sozialen und politischen Umbruchs der Helvetischen Republik und im Blick auf das Literatur- und Mediensystem in den Kantonen Bern und Oberland im interdisziplinären Gespräch der verschiedenen historischen Disziplinen der 18.-Jahrhundert-Forschung geschehen und damit auch für die Interpretation des ›schweizerischen‹ Werks Kleists geltend gemacht werden.

Wenn man als Literaturwissenschaftler methodisch gelernt hat, auch kulturelle ›Kontexte‹ als Texte zu erschließen, generiert der genannte Fokus zwanglos eine Tagungsstruktur, die vier Schwerpunkte aufzuweisen hat: (a) den historisch-politischen Kontext der Helvetischen Republik 1798–1803 (Sektion I), (b) den spätestens mit Hallers Alpen (»Ihr Schüler der Natur, ihr kennt noch güldne Zeiten!«) kanonisierten ›Mythos Schweiz‹, in dem sich rurale Naturnähe mit politischer Freiheit, landschaftlicher Erhabenheit und ›rousseauistischer‹ Zivilisationskritik mischen (Sektion II), (c) den kulturhistorischen Kontext der Schweizer Literatur- und Medienlandschaft um 1800, insbes. im Blick auf den sog. Berner Dichterbund (Sektion III), und (d) die schriftstellerischen Anfänge Kleists sowie die schweizerischen Spuren in der Transtextualität seines ›Schweizer‹ Werkkomplexes (Sektion IV).

Um den Fokus der Thuner Kleist-Tagung möglichst scharf auf die wissenschaftliche Diskussion des historischen Text-Kontext-Bezugs einstellen (und tagungspragmatisch auf 2 ½ Tage begrenzen) zu können, soll die produktive Rezeption des Thuner Aufenthalts Kleists in der Schweizerischen Literatur- und Kunstgeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts separat im wissenschaftlichen Begleitprogramm der Ausstellung »Kleist und die Schweiz« aufgearbeitet werden, die im thematischen Zusammenhang mit der Tagung stattfindet, aber unabhängig davon organisiert wird (Schlossmuseum Thun, Juni–August 2011; Strauhof Zürich, Sept.–Dez. 2011, Kleist-Museum Frankfurt/Oder, Jan.–Dez. 2012). Die Aufnahme der hier zugehörigen Beiträge in den Tagungsband ist geplant.

Mit unserer wissenschaftlichen Tagung »›Ich will ein Bauer werden‹. Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz« wird der Thuner »Kleist-Sommer« eröffnet werden – ein Kulturfestival, das anläßlich des 200. Todestages von Heinrich von Kleist 2011 in Thun in Zusammenarbeit mit Dr. Philipp Burkard (Kulturamt der Stadt Thun), Günther Emig (Direktor des Kleist-Archivs Sembdner, Heilbronn) und Dr. Wolfgang de Bruyn (Kleist-Museum Frankfurt/Oder) vorbereitet wird und in dessen Rahmen auch die genannte Ausstellung steht.

Graduiertenworkshop: Die Tagung in Thun soll mit einem Graduiertenworkshop am Samstag, den 4. Juni 2011, 15–18 Uhr (im Chalet des Tertianums), abgeschlossen werden. Auf diesem Workshop stellen fortgeschrittene BA- bzw. MA-Studierende sowie Promovierende aus Deutschland und der Schweiz ihre Forschungsvorhaben zur Diskussion. Die Forschungsthemen ergeben sich aus den Desideraten einer kontextualistischen Kleistforschung und beziehen sich im wesentlichen, aber nicht ausschließlich, auf die politische Umbruchsphase der Helvetik 1798/1803 und das Literatur- und Mediensystem um 1801/02 in den Kantonen Bern und Oberland. Vorbereitet wird der Graduiertenworkshop von deutscher Seite u.a. durch ein Forschungsmodul im Winter 2010/11 an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und einen anschließenden, einwöchigen Forschungsaufenthalt an einschlägigen schweizerischen Bibliotheken und Archiven (21.–26. Februar 2011), der vom Germanistischen Institut der RUB gefördert wird. Die Leitung des Graduiertenworkshops obliegt PD Dr. Anett Lütteken (Bern/Zürich) und Prof. Dr. Carsten Zelle (Bochum).

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Graduiertenworkshops nehmen an der gesamten Tagung teil. Hierdurch sollen sie die Möglichkeit erhalten, frühzeitig in einschlägige, internationale Forschungsnetzwerke eingebunden zu werden. Da diese Gruppe von Nachwuchsforschenden ihre jeweiligen Projekte bereits auf einem gemeinsamen Workshop im Rahmen des genannten Forschungsaufenthalts der Bochumer Teilgruppe in Zürich (25. Febr. 2011) vorgestellt haben wird, kann beim Graduiertenworkshop in Thun die Diskussion vorab eingereichter Vorlagen (bis ca. 20. Mai 2011) fokussiert werden.

Format: Das Tagungsformat orientiert sich am Muster der bewährten »Trogener Bibliotheksgespräche«, die die beiden wissenschaftlichen Tagungsveranstalter 2005 begründet und inzwischen dreimal erfolgreich gestaltet haben (2005; 2007; 2009). Es sind vier Sektionen bzw. Themenblöcke, eine öffentliche Abendveranstaltung mit Lesung und musikalischer Begleitung sowie eine historische Stadtführung durch das Thun Kleists vorgesehen. Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts und damit praktisch gleichzeitig mit dem Aufenthalt Kleists in Thun entstandene, vorzüglich erhaltene Panorama Marquard Wochers (1760–1830) wird selbstverständlich in diese Stadtführung einbezogen.

Für die Sektionsvorträge sind jeweils 45 Minuten (25–30 Minuten Vortrag plus 15 Minuten Diskussion), für die Projektdiskussionen im Rahmen des Graduiertenworkshops sind jeweils ca. 30 Minuten vorgesehen. Die Drucklegung der Tagungsakten ist geplant (Göttingen: Wallstein).


Tagungsprogramm

Mittwoch, 1. Juni 2011, Anreise bis 18.00 Uhr
2000: Eröffnungsveranstaltung (öffentlich):
Eröffnung: Raphael Lanz, Stadtpräsident (Thun), Philipp Burkhard, Kulturreferent (Thun)
Kleist in Thun. Texte und Briefe von Heinrich von Kleist und Robert Walser. Musik aus der Zeit. Gelesen von Wolfgang Beuschel. Am Klavier gespielt von Simone Keller (beide Zürich)


Donnerstag, 2. Juni 2011:

vormittags
Sektion I. Die Schweiz um 1800: Geschichte und Politik – die Helvetik in Bern und der ›Kanton Oberland‹ (Moderation: N.N.)

900–945: 1. Vortrag: André Holenstein (Bern): Die Schweiz um 1800 – ein Land im Umbruch
945–1030: 2. Vortrag: Martin Winter (Berlin): Die militärische Seite der Helvetik: die Konsequenzen der Herrschaft Napoleons für die Schweiz
1030–1100: Kaffeepause
1100–1145: 3. Vortrag: Reinhart Siegert (Freiburg/Breisgau): »ein Feld mit eignen Händen zu bebauen«. Die ›Agromanie‹ des 18. Jahrhunderts und ihr Musterland: die Schweiz

nachmittags
Sektion II. ›Mythos Schweiz‹ – das Bild der Schweiz zwischen Landwirtschaft und Landschaft (Moderation: N.N.)

1330–1415: 4. Vortrag: Uwe Hentschel (Chemnitz): Faszinosum Schweiz. Zum literarischen Philhelvetismus des 18. Jahrhunderts
1415–1500: 5. Vortrag: Jürgen Barkhoff (Dublin): »denn die Natur ist hier mit Geist gearbeitet« – Naturgefühle zwischen zwischen locus amoenus und locus terribilis
1500–1530: Kaffeepause
1530–1615: 6. Vortrag: Tobias Pfeifer-Helke (Dresden): Über das Amphitheatralische. Thun in der Landschaftsmalerei um 1800
1615–1700: 7. Vortrag: Daniel Tröhler (Luxemburg): Pestalozzi – »ein Virtuose der neuesten Erziehungskunst«

anschließend
1730: Jon Keller (Thun): Historische Stadt-Führung (ca. 2 Stunden)

anschließend
ab 2000: [nicht öffentlicher] Apéro auf der oberen Aare-Insel – dem ›Kleist-Inseli‹


Freitag, 3. Juni 2011:

vormittags
900–915: Grußwort: Berchtold Weber (Ehrensenator der Universität Bern): Gemeindedualität im Kanton Bern
Sektion III. Schweizer Kultur- und Medienlandschaft um 1800 und der ›Berner Dichterkreis‹ (Moderation: N.N.)
915–1000: 8. Vortrag: Holger Böning (Bremen): Zeitschriften, Zeitungen und Zensur – die Schweizer Medienlandschaft um 1800
1000–1045: 9. Vortrag: François de Capitani (Zürich): »Als ich eines Tages zum Nachtessen Freunde bei mir hatte« – kulturelles, literarisches und geselliges Leben in Bern um 1800
1045–1115 Kaffeepause
1115–1200: 10. Vortrag: Holger Dainat (Bielefeld): Der »Bürger Regierungs-Staathalter Zschokke zu Bern, in der Gerechtigkeitsgasse neben dem Café italien« – Johann Heinrich Daniel Zschokke: Politiker und Poet

Nachmittags
1330–1415: 11. Vortrag: Jesko Reiling (Bern): »Was Erheiterung gewähret…«. Zu Heinrich Zschokkes Erzählung Der zerbrochene Krug (1813)
1415–1500: 12. Vortrag: Klaus Manger (Jena): Ludwig Wieland im ›Berner Dichterkreis‹
1500–1530: Kaffeepause

Sektion IV. Heinrich von Kleists schriftstellerische Anfänge – das Schweizer Werk: (a) die Briefe (Moderation: N.N.)
1530–1615: 13. Vortrag: Claudius Sittig (Osnabrück): Idyllischer Rousseauismus bei Kleist? Schreckensort Paris – Lustort Thun
1615–1700 14. Vortrag: Cécile-Eugénie Clot (Straßburg): »Mein liebes Ulrikchen...« – Kleists Briefe an Ulrike von Kleist
1700–1745: 15. Vortrag: Joachim Knape (Tübingen): »Stelle Dir Deine Lage nicht so reizlos vor« – Kleists Brautbriefe an Wilhelmine von Zenge

abends
2000: Uraufführung zum Kleist-Festival. »Nicht ich – über das Marionettentheater von Kleist«. Komposition von Isabel Mundry mit Jörg Weinöhl, Tanz & Choreographie Ensemble Recherche, Vokalensemble Zürich und Petra Hoffman, Sopran


Samstag, 4. Juni 2011:

vormittags
IV. Heinrich von Kleists schriftstellerische Anfänge – das Schweizer Werk, (b) die Werke (Moderation: N.N.)
900–945: 16. Vortrag: Louis Gerrekens (Liège): Die Familie Schroffenstein – Das Trauerspiel und seine Dekonstruktion
945–1030: 17. Vortrag: Markus Winkler (Genf): Jenseits der Zivilisation. Zur Semantik des dörflichen Raums in Kleists Komödie Der zerbrochne Krug
1030–1100: Kaffeepause
1100–1145: 18. Vortrag: Elystan Griffiths (University of Birmingham): Thuner Idylle »an den Ufern der Aaar« und die Napoleonische Kolonialpolitik: Die Verlobung in St. Domingo
1145–1230: 19. Vortrag: Bernhard Greiner (Tübingen): »Mit den Armen fechten« Das romantische Fragment und der Fragmentist Kleist: das Guiskard-Projekt
1230–1300: Zusammenfassung und Schlußdiskussion

anschließend
Möglichkeit zum Besuch des Wocher-Panoramas

nachmittags
Graduiertenworkshop der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des integrierten Bern/Bochumer Forschungsmoduls »Kleist in der Schweiz – die Berner Literatur- und Medienlandschaft um 1800« (Leitung: Anett Lütteken, Carsten Zelle):
1500–1530: Nils Niklas Bellmann (Bochum): Zschokkes »Krug« in volksaufklärerischer Absicht
1530-1600: Birthe Kristina Büttner (Bochum): Die Entdeckung Haitis in der Schweiz
1600-1630: Danijela Kreuzer (Bern): Heinrich von Kleist – Krisenerfahrungen und Todessehnsucht in seinen Briefen und Werken
1630–1700: Kaffeepause
1700–1730: Oliver Käsermann (Bern): Gewalt in Die Familie Schroffenstein
1730–1800: Hannah Dotzauer (Bern): Kleist und Walser – Kleist in Thun
1800-1830: Lars Wyss (Bern) Totalität in Heinrich von Kleists Die Hermannsschlacht

anschließend:
ab ca. 1900: gemeinsames Nachtessen des Graduiertenworkshops


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortThun
Beginn01.06.2011
Ende04.06.2011
PersonName: Carsten Zelle 
E-Mail: Carsten.Zelle@ruhr-uni-bochum.de 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830
Klassifikation13.00.00 Goethezeit > 13.14.00 Zu einzelnen Autoren
Ediert von  H-Germanistik
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