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Ergebnisanzeige "Melodrama – zwischen Populärkultur und ‘Moralisch-Okkultem’? Komparatistische und intermediale Perspektiven"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelMelodrama – zwischen Populärkultur und ‘Moralisch-Okkultem’? Komparatistische und intermediale Perspektiven
BeschreibungMelodrama – zwischen Populärkultur und ‘Moralisch-Okkultem’? Komparatistische und intermediale Perspektiven, Augsburg (11.04.2011 - 13.04.2011)

Zeit und Ort der Veranstaltung:
11. - 13. April 2011, Augsburg
Tagungszentrum Haus Sankt Ulrich
Kappelberg 1, 86140 Augsburg
Telefon +49 (0) 821 / 31 52-0
http://www.haus-st-ulrich.de/

Anmeldung unter: Sekr.ethik@phil.uni-augsburg.de


Für eine komparatistisch und intermedial erweiterte Forschung zum Melodrama bietet Peter Brooks Begriff der ‚melodramatischen Imagination‘ einen noch immer diskussionswürdigen Ansatz. Abgelöst von einem bestimmten Kunstgenre wird das Melodramatische als moderne kulturelle Praxis der Weltwahrnehmung und -darstellung gefasst, die auf höchste Emotionalität und heftige ethische Konflikte verweist und zur Ausdrucksform eines ‚Moralisch-Okkulten’ wird. Als ein Modus der Bedeutungsproduktion, der mit Gefühlssteigerung, moralischer Polarisierung, antithetischer Figurenzeichnung, rhetorischer Überzeichnung, intertextuellem und intermedialem Spiel arbeitet, lässt sich das Melodramatische in Theater, Literatur, Musik und Film verfolgen. Den Versprechen, die in der Wortbedeutung des Kompositums aus melos–Lied und drama–Handlung liegen, dem ästhetischen einer Gleichberechtigung von Körpersprache, Musik und Dichtung sowie einem demokratischen einer Lesbarkeit der Welt und der menschlichen Existenz für alle, geht die Tagung im interdisziplinären Dialog zwischen Germanistik, Anglistik/Amerikanistik, Romanistik, Theater-, Musik- und Filmwissenschaft nach.


Programm

11. 4.2011

14.00 Uhr Begrüßung, Einleitung

14.15 Rousseaus „lyrische Szene“ Pygmalion (1762)
Modellfall eines Melodramas
Ulrike Eisenhut (Augsburg, Romanistik)

15.00 Das Melodrama im 18. Jahrhundert
Sabine Henze-Döhring (Marburg, Musikwissenschaft)

15.45 Von der "Sprache des Herzens" zum Gesamtkunstwerk
Transformationen eines literarisch-musikalischen Idealtypus am Beispiel von Goethes Proserpina
Tina Hartmann (Jena / Heidelberg, Neuere deutsche Literatur/Operndramaturgie)

16.30 Kaffeepause

17.00 Politische Aspekte des Melodramas bei August von Kotzebue
Florian Gassner (Vancouver/Kanada, Germanic Studies)

17.45 Die schöne Jüdin als Figuration des Melodramatischen
Zur Reinszenierung von Walter Scotts Rebecca (Ivanhoe) in Fanny Lewalds Jenny
Gaby Pailer (Vancouver/Kanada, Germanic Studies)

19.00 Abendessen in einem Augsburger Lokal


12.4.2011

9.00 Zeit- und Handlungsbegriff in der melodramatischen Szene in der Oper des 19. Jahrhunderts
Christiane Plank (München, Theaterwissenschaft / Bayrische Theaterakademie)

9.45 Die Ausnahme von der Ausnahme!
Zur melodramatischen Opernszene im 19. und 20. Jahrhundert
Mathias Mayer (Augsburg, Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

10.40 Kaffeepause

11.00 Der letzte Hauch von Ross und Melodram
Das Wechselspiel von sprecherischem Pathos und Musik in Deutschland vor 1914
Matthias Nöther (Berlin, Kulturjournalist)

11.45 Klabunds "Totengräber" oder Der "Lippen karge Klage"
Volker Mergenthaler (Marburg, Neuere deutsche Literatur)

12.30 Mittagessen

14.00 Victor Hugos Überwindung des Melodramas im Monumentaldrama
Ein Beitrag zur Geschichte des literarischen Kitsches
Till. R. Kuhnle (Münster, Romanistik)

14.45 Spectacular Drama
The Black Crook and American Show Business in the 19th Century
Erik Redling (Halle, Amerikanistik)

15.30 Kaffeepause

16.00 Bad timing/bad tidings
Discontinuities in Melodrama
Julia Straub (Bern, Anglistik/Amerikanistik)

16.45 Konzepte von Kriminalität und Melodrama
Fritz Langs M. – Eine Stadt sucht einen Mörder
Claudia Nitschke (Oxford/UK, Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

18.00 Abendessen

19.30 Filmvorführung: Fritz Langs M. – Eine Stadt sucht einen Mörder (1931)


13.4.2011

9.00 Melos im Filmdrama
Die Filmmusik in Alfred Hitchcocks The Man Who Knew Too Much
Franz Körndle (Augsburg, Musikwissenschaft)

9.45 Musik und Figur
Zur melodramatischen Szene in Literatur und Film des 20. Jahrhunderts
Martin Huber (Bayreuth, Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

10.30 Kaffeepause

11.00 Flucht und Vertreibung, melodramatisch
Sigrid Nieberle (Erlangen, Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

11.45 'Bildung für alle!' – ein Melodram?
Über Ideale, Opfer und das Zuspät im deutschen Diskurs über Erziehung und Integration am Beispiel des Fernsehfilms Zivilcourage (2010)
Jörg Metelmann (St. Gallen, Film-, Kulturwissenschaft)

12.30 Abschlussdiskussion

13.00 Mittagessen

Gefördert von Universität Bayern e.V., Elitestudiengang Ethik der Textkulturen und Elitenetzwerk Bayern

Organisaton:
Prof. Dr. Marion Schmaus

Weitere Informationen sowie Flyer und Plakat finden Sie unter:
http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/germanistik/literaturwissenschaft/Prof__Schmaus/aktuell/Melodrama-Tagung.html
http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/ethik/aktuelles/MELODRAMA-TAGUNG.html
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.philhist.uni-augsburg.de/de/ethik/aktuelles/MELODRAMA-TAGUN...
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortAugsburg
Beginn11.04.2011
Ende13.04.2011
PersonName: Prof. Dr. Marion Schmaus 
Funktion: Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ethik 
E-Mail: marion.schmaus@phil.uni-augsburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Prof. Dr. Marion Schmaus, Philologisch-Historische Fakultät, Universität Augsburg 
Strasse/Postfach: Universitätsstraße 10  
Postleitzahl: D-86159  
Stadt: Augsburg 
Telefon: (0821) 598-5752 
Fax: (0821) 598-5501 
E-Mail: marion.schmaus@phil.uni-augsburg.de 
Internetadresse: http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/germanistik/literaturwissenschaft/Prof__Schmaus/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLinguistik; Pragmatik (Sprechakttheorie, Implikatur, Handlungstheorien, Historiopragmatik); Semiotik (Text und Bild); Sprache in den Medien / Medienwissenschaft (Sprache in Massenmedien, Internet und Hypertext, Medienentwicklung); Sprache und Gesellschaft (Diskursanalyse, Ethnographie, Sprachkritik, Sprachplanung, Sprachpolitik); Stilistik / Rhetorik (inkl. Argumentationstheorie, Stilbegriff, Persuasionstheorie, politische Sprache, Werbesprache); Verständlichkeitsforschung (Popularisierung und Wissenstransfer, Schreibforschung, Textoptimierung); Literaturwissenschaft; Dramentheorie; Erzähltheorie; Genderforschung; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Leserforschung; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturpsychologie; Literatursoziologie; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie; Motiv- u. Stoffgeschichte; Rhetorik; Theater (Aufführungspraxis)
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
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