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Ergebnisanzeige "IV. Kongress der Sociedad Goethe en España: “Erzählen müssen, um zu überwinden” - Literatura y supervivencia "
RessourcentypCall for Papers
TitelIV. Kongress der Sociedad Goethe en España: “Erzählen müssen, um zu überwinden” - Literatura y supervivencia
BeschreibungIV. Kongress der Sociedad Goethe en España:
“Erzählen müssen, um zu überwinden”
Literatura y supervivencia
22.11.2007 – 24.11.2007 in Sitges (Palau Maricel)


Christa Wolf begründet auf diese Weise die Notwendigkeit des literarischen Schreibens. Schreiben ist auf der einen Seite ein Kampf gegen das Vergessen, eine Form, um gegen den unabänderlichen Verlust an Existenz zu kämpfen, den das Vergehen der Zeit, die Vergänglichkeit, darstellt. Auf der anderen Seite ist Schreiben auch ein Versuch, existenzielle Traumata zu bewältigen, dem Albtraum der Geschichte zu entrinnen, dem Leben einen Sinn zu geben.
Unsere Tagung, die vierte der Sociedad Goethe en España, widmet sich dieser Fragestellung, die konkret von der literarischen Darstellung von Traumata im 20. Jahrhundert ausgeht. Es soll die Funktion des persönlichen und literarischen Gedächtnisses beleuchtet und verglichen werden. Hierzu wollen wir folgende Aspekte näher betrachten: den Gebrauch der literarischen Tradition, um den Horror zu benennen und ihn zu überleben; den Versuch, die sprachlichen Grenzen zu erweitern, um das Unaussprechliche auszudrücken und aber auch die Versuche, der Zwang, sich des Schreibens als Instrument zum Überleben zu bedienen, um sich des Schreibens als Instrument zum Überleben zu bedienen, um von der literarischen Tradition und der Sprache nicht erdrückt zu werden. Als letzter Punkt sollen die Todesarten, die in der Literatur dargestellt sind, analysiert werden.
Entsprechend können wir uns für die Kongressbeiträge folgende Schwerpunkte vorstellen:

I. Literatur und Zeugenschaft.
Kann der das Wort Schmerz verstehen, der nie Schmerz gefühlt hat? Die problematischen Wirkungen etablierter Formen so genannter „Vergangenheitsbewältigung“ sollen hier untersucht werden. Dies betrifft vor allem die Instrumentalisierung und Ästhetisierung des Erinnerns an individuell erfahrenes Leid, die von den Überlebenden nicht selten als eine Form von Verfolgung erlebt werden.

II. Todesarten in der Literatur.
In Anlehnung an Ingeborg Bachmanns fragmentarisch gebliebenes Erzähl-Projekt soll hier die Frage der literarisch sublimierten Verbrechen der modernen Gesellschaft erörtert werden. Im Zentrum des Interesses stehen hier folglich jene, die Menschen erniedrigenden und zerstörenden Gewaltformen, die täglich in unserer Umgebung stattfinden und in der Literatur reflektiert werden.

III. Vernarbte Wunden? Wem gehört die Vergangenheit?
Das Fortleben der literarischen Tradition und/oder die Zukunftsperspektiven einer Literatur, die auf den geschichtlich bedingten Traumata basiert, sollen hier beleuchtet werden. Inwiefern wird eine postmoderne, postsozialistische oder postkoloniale Literatur an der kollektiven Geschichte des 20. Jahrhunderts noch interessiert sein und: auf welcher erinnerten Grundlage soll/kann die Thematisierung der Vergangenheit stattfinden, könnten sich dabei als zentrale Fragestellungen erweisen.

An der Organisation der Tagung beteiligen sich auch das Institut für Anglistik und Germanistik und die Philologische Fakultät der Universität Barcelona, das Institut für Anglistik und Germanistik der Universität Rovira i Virgili (Tarragona) und der Katalanische Germanistenverband.

Die Vorschläge für Kongressbeiträge sind zusammen mit einem Abstract (etwa 20 Zeilen) an folgende E-Mail-Adressen zu schicken:
marisasiguan@ub.edu
mlvilar@ub.edu
rosazancas@yahoo.es

Es sind 25 Minuten pro Beitrag vorgesehen. Wir bitten, diese Zeitplanung zu berücksichtigen. Wie bei vorigen Kongressen der SGE, ist Mitgliedschaft eine unumgängliche Bedingung, um als Vortragende/r teilnehmen zu können (dazu siehe: http://www.ub.es/filoal/Sge.htm ).
Abstracts sind bis zum 15. Mai 2007 einzureichen.


Der Link zum Kongress ist folgender:
http://www.ub.edu/filoal/congreso%20sitges/paginacongreso.htm



Mit freundlichen Grüssen,
Rosa Pérez Zancas
Sociedad Goethe en España
Universitat de Barcelona


Universidad de Barcelona
Departamento de Filología Alemana
Gran Via de les Corts Catalanes, 585
08007 – Barcelona
G-62157003


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortSitges
Bewerbungsschluss15.05.2007
Beginn22.11.2007
Ende24.11.2007
KontaktdatenName/Institution: Departamento de Filología Alemana, Universidad de Barcelona  
Strasse/Postfach: Gran Via de les Corts Catalanes 
Postleitzahl: 585  
Stadt: 08007  
Telefon: Barcelona  
LandSpanien
BenutzerführungDeutsch; Englisch; Spanisch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Motiv- u. Stoffgeschichte
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.11.00 Stoffe. Motive. Themen; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945)
Ediert von  H-Germanistik
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