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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Europa denken im 18. Jahrhundert“ - Workshop für Doktoranden/innen und jüngere Postdoktoranden/innen"
RessourcentypCall for Papers
Titel„Europa denken im 18. Jahrhundert“ - Workshop für Doktoranden/innen und jüngere Postdoktoranden/innen
BeschreibungCall for contributions

Workshop für Doktoranden/innen und jüngere Postdoktoranden/innen
„Europa denken im 18. Jahrhundert“
20-22. September 2007
im Forschungszentrum Europäische Aufklärung Potsdam

Das 18. Jahrhundert wird oft als Meilenstein in der allgemeinen Bewusstwerdung Europas und seiner endgültigen Ablösung älterer Denkmuster wie Christenheit oder Okzident angesehen. Trotzdem wurde bisher die zentrale Bedeutung des Europabegriffs für das 18. Jahrhundert von der wissenschaftlichen Forschung weitgehend unterschätzt.

Das Paradigma des alten Europas, basierend auf feudal-ständischen Gesellschaftsprinzipien, elitären Kulturvernetzungen und einem dynastischen Gleichgewichtsprinzip, kam am Ende des 18. Jahrhunderts durch die universalistischen Ansprüche der französischen Revolution und der darauffolgenden internationalen Instabilität ins Schwanken. Es folgte ein diskursiver Wettstreit über die Definition Europas. Dabei etablierte sich Europa immer mehr als identitätsstiftende Einheit und imaginierte kollektive Grösse in einer Zeit paradigmatischer Unsicherheiten.

Das Ziel des Workshops ist es, die Europabilder und Europavorstellungen des 18. Jahrhunderts und der Sattelzeit in ihrer Vielfalt und unterschiedlichen Dimensionen zu erörtern. Untersuchungen zu politischen, kulturellen, anthropologischen, geographischen, religiösen, wirtschaftlichen und soziologischen Aspekten Europas sind willkommen. In Frage kommen zum Beispiel Beiträge über

- Europa als internationales System und die diesbezüglichen Friedensprojekte
- Europa als geschichtsphilosophische und zivilisatorische Einheit
- Europas Selbstverständnis in Abgrenzung und Ausgrenzung von inneren und äusseren Alteritäten
- Europa als kultureller, religiöser, literarischer, sprachlicher Raum
- Europa in den Kunstwerken und anthropomorphen Darstellungen
- Europa in den Karten, Enzyklopädien und Wörterbüchern
- Europa als kollektive Identität und räumliche Einheit
- Europas geographische Beschaffenheit und Grenzen
- Europas Stellung und Aufgabe in der Welt (Kulturtransfer, Kolonialismus und seine Kritik)
- Europas wirtschaftliche Strukturen und Handelsnetzwerke

Obwohl das Hauptaugenmerk auf intellektuelle Diskurse gerichtet ist, sind Beiträge über soziale oder mentalitätsgeschichtliche Aspekte willkommen. Schließlich sollen auch methodologische Fragestellungen über die theoretischen Voraussetzungen ideengeschichtlicher Forschungsansätze diskutiert werden.

Zielsetzung des Workshops ist es, die Zusammenarbeit von Doktoranden/innen und Postdoktoranden/innen mit Forschungsschwerpunkt Europa im 18. Jahrhundert zu fördern, sowie ein bleibendes und möglichst internationales Netzwerk aufzubauen. Der Workshop ist interdisziplinär ausgerichtet und offen für Beiträge aus allen geisteswissenschaftlichen Fächern.

Erwünscht sind Vorträge von 30 Minuten mit anschließender Diskussion. Der gegenseitige Austausch von Forschungsergebnissen, sowie die Besprechung von methodologischen und forschungsspezifischen Herausforderungen der Ermittlung von Europabildern im 18. Jahrhundert sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Vorläufiges Programm:

Donnerstag (20.9): Eintreffen der Referenten/innen, Begrüßung, Eröffnungsvortrag und gemeinsames Abendessen
Freitag (21.9): Vorträge mit anschließenden Diskussionen
Samstag (22.9): Fortsetzung, Schlussfolgerungen, Erörterung zukünftiger Zusammenarbeitsmöglichkeiten
Kulturgeschichtlicher Spaziergang in Potsdam und Sanssouci

Die Veröffentlichung der Beiträge in einer der Schriftenreihen des Forschungszentrums Europäische Aufklärung wird angestrebt.

Abstracts (max. 1000 Wörter) sowie ein kurzer CV mit Angaben der Forschungsschwerpunkte und Publikationen sollten bis spätestens 30. Juni 2007 brieflich oder als e-Mail an folgende Adresse gesandt werden:

Forschungszentrum Europäische Aufklärung
z. Hd. Prof. Dr. B. Wehinger
Am Neuen Markt 9d
D-14467 Potsdam
Auskunft/Kontakt/Ansprechpartner: Dominic Eggel eggel6@hei.unige.ch
oder wehinger@rz.uni-potsdam.de

Leitung:
Dominic Eggel, z. Z. Gastwissenschaftler am Forschungszentrum Europäische Aufklärung,
Prof. Dr. Brunhilde Wehinger, stellv. Direktorin, Forschungszentrum Europäische Aufklärung

Weitere Informationen unter: www.fea-potsdam.de/tag_europa18.htm


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Verknüpfte Ressourcehttp://www.fea-potsdam.de/tag_europa18.htm
VeranstaltungsortPotsdam
Bewerbungsschluss30.06.2007
Beginn20.09.2007
Ende22.09.2007
PersonName: Eggel, Dominic 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: eggel6@hei.unige.ch  
KontaktdatenName/Institution: Forschungszentrum Europäische Aufklärung 
Strasse/Postfach: Am Neuen Markt 9d 
Postleitzahl: 14467  
Stadt: Potsdam 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte; 12.00.00 18. Jahrhundert
Ediert von  H-Germanistik
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