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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Literatur als / statt Betrieb. Zur Poetik des Literaturbetriebs"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelLiteratur als / statt Betrieb. Zur Poetik des Literaturbetriebs
BeschreibungKonferenz
Literatur als / statt Betrieb. Zur Poetik des Literaturbetriebs
(Organisation: Christine Weder und Philipp Theisohn)


3.-5. März 2011

ETH Zürich, Rämistrasse 101, CH-8092 Zürich
Räume: HG F 33.1 (03.03.) bzw. Alumni-Forum (04.-05.03.11)


Literatur und Betrieb, die im Begriff ‚Literaturbetrieb‘ zusammengeschlossen sind, unterhalten nicht nur in den aktuellen Diskussionen ein zweischneidiges Verhältnis: Einerseits wird der ‚Betrieb‘ als eine Instanz begriffen, die untrennbar – zum Guten oder zum Schlechten – mit der Literatur verbunden ist; andererseits muss er als ein von der Literatur selbst zu unterscheidendes Phänomen angesehen werden. Literatur wird also vom Literaturbetrieb bedingt und bestimmt, gegen den sie sich zugleich immer wieder emphatisch abgrenzt. An diesem Punkt setzt die Zürcher Tagung an und unternimmt eine Neuperspektivierung in doppelter Hinsicht: Zum einen soll die Ausdifferenzierung der literaturbetrieblichen Instanzen sowie die aufkommende Rede vom ‚Literaturbetrieb‘ seit dem 19. Jahrhundert historisiert und damit die Tiefendimension dieser schillernden Verbindung von Ästhetik und Ökonomie beleuchtet werden. Zum anderen aber ist davon auszugehen, dass im Laufe dieses Prozesses nicht nur die Schriftsteller zu ‚Angestellten‘ des Betriebs werden, sondern auch die betriebliche Verwaltung, Verarbeitung und Vermarktung von Literaten und Literatur mittelbar und unmittelbar das Schreiben beeinflussen, mithin eine eigene Poetik hervorbringen. Diese Seite des Phänomens ‚Literaturbetrieb' ist nicht von der Literaturwissenschaft allein, sondern nur im Gespräch mit denjenigen zu bestimmen, die sich tatsächlich im Literaturbetrieb bewegen, von und mit ihm leben. Dementsprechend wird die Tagung nicht nur von Wissenschaftlern – hauptsächlich der Literaturwissenschaft – bestritten, die einschlägige Studien oder methodisch aussichtsreiche Zugänge im Umfeld des fokussierten Themas vorgelegt haben. Es konnte auch eine ebenbürtige Zahl von Teilnehmern aus dem Schweizer Literaturbetrieb – Autoren, Verleger, Redakteure und Veranstalter – gewonnen werden, um im gegenseitigen Austausch die oft so diffus wie subtil wirkenden Mechanismen des Literaturbetriebs zu klären.


Programm

Donnerstag, 3. März 2011 (HG F 33.1)*
18.00 Uhr
Christine Weder (Basel) / Philipp Theisohn (Zürich): Begrüssung und Einführung

Eröffnungsvortrag
18.30 Uhr
Angelika Overath (Autorin, Sent): Aporien der Gefälligkeit

20.00 Uhr
Abendessen der Referenten

Freitag, 4. März 2011 (Alumni-Pavillon)**
Verlagswesen
9.30 Uhr
Ute Schneider (Mainz):Literatur auf dem Markt – aktuelle Rahmenbedingungen verlegerischen Handelns

Kritik
10.15 Uhr
Alexandra Kedves (Tages-Anzeiger, Zürich): Ist das Feuilleton relevant für die Entstehung guter Bücher?

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.15 Uhr
Barbara Basting (DRS 2, Zürich): Das Ende der Kritik, wie wir sie kannten

12.00-13.30 Uhr
Mittagspause

Historische Brechungen literarischer Betrieblichkeit
13.30 Uhr
Edith Anna Kunz (Genf / Lausanne): »Gnädigst angeordnet«: Goethes Maskenzüge
für den Weimarer Hof

14.15 Uhr
Sebastian Marx (Mainz):
Betriebsames Schreiben in der Weimarer Republik

15.00 Uhr
Kaffeepause

15.15 Uhr
Karl Wagner (Zürich): Der Grossschriftsteller. Robert Musils projektierter Versuch über den Ruhm

16.00 Uhr
Reto Sorg (Bern / Lausanne): »Wir leben in plakätischen Zeiten.« Robert Walser im Literaturbetrieb seiner Zeit

16.45 Uhr
Kaffeepause

17.00 Uhr
Heinz Drügh (Frankfurt/M.): Kleist Preis auf Titanic versenkt – Max Goldt und der Literaturbetrieb

20.00 Uhr
Podiumsgespräch mit Peter Stamm (Autor, Winterthur)

Samstag, 5. März 2011 (Alumni-Pavillon)**
Betrieb, Recht und Verwaltung
9.00 Uhr
Irmgard Wirtz Eybl (SLA, Bern): Der Eigensinn der Nachlässe. Zur Poetik des Archivs

9.45 Uhr
Andreas Kilcher (ETH Zürich): Der Kafka-Nachlass als Streitobjekt des Literaturbetriebs

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 Uhr
Werner Stauffacher (ProLitteris, Zürich): Braucht der Literaturbetrieb ein Urheberrecht?

11.45 Uhr
Beatrice Stoll (Literaturhaus Zürich): Ist und bleibt literarische Öffentlichkeit »mysteriös«?

12.30 Uhr
Alexander Honold (Basel): Das zweite Buch: Der Autor als Markenzeichen

13.15 Uhr
Ende der Tagung

Die Tagung ist öffentlich.
Interessierte sind herzlich eingeladen.

http://www.lit.ethz.ch/research/Tagi/LiteraturalsstattBetrieb


Ansprechperson:
Mike Zuber, mike.zuber@gess.ethz.ch

Durchführendes Institut:
Lehrstuhl für Literatur- und Kulturwissenschaft
ETH Zürich
Rämistrasse 101
CH-8092 Zürich
+41 44 632 65 29
katrin.straeuli@gess.ethz.ch
www.lit.ethz.ch

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.lit.ethz.ch/research/Tagi/LiteraturalsstattBetrieb
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortZürich
Beginn03.03.2011
Ende05.03.2011
PersonName: Mike Zuber 
Funktion: Ansprechperson 
E-Mail: mike.zuber@gess.ethz.ch 
KontaktdatenName/Institution: Lehrstuhl für Literatur- und Kulturwissenschaft ETH Zürich 
Strasse/Postfach: HG E 67/68, Rämistrasse 101 
Postleitzahl: CH-8092 
Stadt: Zürich 
Telefon: +41 44 632 65 29 (Sekretariat) 
E-Mail: katrin.straeuli@gess.ethz.ch (Sekretariat) 
Internetadresse: http://www.lit.ethz.ch 
LandSchweiz
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatursoziologie
Zusätzliches SuchwortLiteraturbetrieb
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.07 Buchhandel. Verlage
Ediert von  H-Germanistik
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