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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Fiktionen und Realitäten. Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb "
RessourcentypCall for Papers
TitelFiktionen und Realitäten. Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb
BeschreibungFiktionen und Realitäten. Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb

Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft in Kooperation mit der Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. und dem Bremer Zentrum für Literaturdokumentation in der Germanistik (BreZeL)
Termin: 11. bis 13. Juli 2012
Ort: Universität Bremen

Seit es Sprache und Schrift gibt, haben sich Männer und Frauen zu Wort gemeldet. Sachlich und literarisch. Mit Fakten und Fiktionen. Sie haben ihre Welt, ihre Erfahrungen reflektiert, aufgeschrieben und neue Welten und Leben entworfen. Bekannt und geläufig sind uns hauptsächlich die Namen der Autoren. Aber: Bis zurück in die Antike stoßen wir auch auf Namen von Autorinnen – wenngleich es derer eher wenige sind und wenngleich diesen eine eher marginale Position zugewiesen worden ist. Erst seit dem 18. Jahrhundert werden es mehr, bleiben einige Namen haften, wirken zu uns herüber, sind einige Namen tatsächlich in den Kanon aufgenommen worden. Wie viele Frauen es jedoch tatsächlich sind, die mit ihrem Werk zur literarischen Wahrnehmung der Welt beigetragen haben und beitragen, davon zeugen u.a. die einschlägigen Bibliografien (z. B. Schindel, Pataky, Friedrichs, DaSinD).

Wir laden vom 11. bis 13. Juli 2012 zu einem Symposium ein, auf dem die Literatur- und Buchproduktion, die Vermarktung und die Marktstrategien, die Kulturpolitik und Kulturförderung, die Literaturvermittlung und die Kanonisierung in den letzten Jahrzehnten unter dem Aspekt der Partizipation und der Positionierung von Frauen diskutiert werden soll.
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen, und damit auch der Schriftstellerinnen, haben sich in den letzten 60 Jahren stark verändert und die Geschlechterhierarchien sind in Frage gestellt worden – inwiefern dies Einfluss auf den Stellenwert von Schriftstellerinnen im Literaturbetrieb hat, gilt es auf dieser Tagung zu reflektieren.
Bis heute wird einerseits noch immer das Merkmal "weiblich" – auch in den kulturellen, bildungsrelevanten und kreativen Lebensbereichen – als gesondertes Merkmal einer "Minderheit" benutzt. Andererseits wird dieses Merkmal als überwunden betrachtet; weiblich und männlich scheinen kein Thema mehr zu sein. Wir wollen dieses Phänomen der Differenz näher betrachten und die Situation von Schriftstellerinnen unter unterschiedlichen Aspekten beleuchten. Dabei sind folgende Themen von besonderem Interesse:

I. Literaturbetrieb
Der Text im Spannungsfeld von Gestaltung, Produktion und Publikation
Die Produktion eines Textes hat immer auch das Ziel, dass er öffentlich wahrgenommen wird. Die Bedingungen der Publikation haben sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Dies betrifft die Gestaltung des Textes (Layout, Illustration), das Medium (das klassische Hardcover über Rowohlts Rotations Romane bis hin zum Ipad) und nicht zuletzt ist die Situation im Verlagssegment entscheidend für eine adäquate Vermarktung (Position der etablierten Verlage, Gründung von „Frauenverlagen“, Books on Demand, Digitale Speicherung).

II. Literaturvermarktung
Der Text / Die Publikation in der öffentlichen Wahrnehmung
Die Vermarktung und damit auch Bewertungsmaßstäbe und Bewertungskriterien sind stark von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt, wie durch die Etablierung (und Einstellung) von Frauenbuchreihen, Nutzung medialer Ressourcen wie Leseproben im Internet, durch Leserrezensionen, Präsentation neuer – meist junger – Schriftstellerinnen auf dem „öffentlichen Literatur-Marktplatz“. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen in diesem Feld die Literaturkritik bzw. Berichterstattung (Rezensionen in Literaturbeilagen in Zeitungen, Literaturzeitschriften, Literatursendungen in Funk und Fernsehen) und Literaturevents (Lesungen, Messen). Von Interesse sind gleichermaßen die Aufgabe der Literaturvermittlung der Institution „Literaturhaus“ in inzwischen nahezu jedem Bundesland sowie der Einfluss durch staatliche Literaturförderungen und Preise oder die spezielle Anbindung an einen Verlag.

III. Einfluss von Grenzüberschreitungen auf den Literaturbetrieb
Die Rolle der Autorin / Die Funktion eines literarischen Textes ist immer auch im Kontext von gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und historischen Bedingungen, die direkt und indirekt die Situation von Schriftstellerinnen bestimmen, zu betrachten. Unterschiedliche politische Systeme, soziale und kulturelle Normen beeinflussen Inhalte und Schreibstile, Sprache und literarische Bilder. Die Freiheit zu publizieren ist nicht immer garantiert – sei es aus politischen, ökonomischen oder ideologischen Gründen.


Wir bitten um Abstracts (ca. 1500 Zeichen) mit einem kurzen CV bis 15.03.2011. Die BewerberInnen werden bis Ende Mai über die Annahme ihres Abstracts informiert.
Die Vorträge sind für eine Länge von 20 Minuten zu konzipieren. Die Beiträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht.
Bitte schicken Sie Ihren Vorschlag an: dasind@uni-bremen.de


Universität Bremen, FB 10, BreZeL / Marion Schulz
Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V.
Postfach 330440 / 28334 Bremen
Tel. +49-421-21868254 (Mo+Di+Do) / Fax +49-421-341466
schulz@uni-bremen.de / dasind@uni-bremen.de
www.dasind.uni-bremen.de / www.brezel.uni-bremen.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.dasind.uni-bremen.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBremen
Bewerbungsschluss15.03.2011
Beginn11.07.2012
Ende13.07.2012
PersonName: Schulz, Marion 
Funktion: Veranstalterin 
E-Mail: dasind@uni-bremen.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Bremen, FB 10 
Strasse/Postfach: Postfach 330440  
Postleitzahl: 28334 
Stadt: Bremen 
Telefon: +49 (0)421 218-68254 
Fax: +49 (0)421-341466  
E-Mail: dasind@uni-bremen.de 
Internetadresse: http://www.dasind.uni-bremen.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeBuchwissenschaft (Bibliotheks-, Verlagsgeschichte); Genderforschung; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte
Zusätzliches SuchwortSchriftstellerin; Literaturbetrieb; Literarisches Leben; Medien
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.02 Schriftsteller; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.16.00 Literarisches Leben > 03.16.07 Buchhandel. Verlage; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.06.00 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.10.00 Bundesrepublik Deutschland bis 1990; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.10.00 Bundesrepublik Deutschland bis 1990 > 18.10.05 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.11.00 DDR; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.11.00 DDR > 18.11.05 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich > 18.12.05 Literarisches Leben; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.13.00 Schweiz; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.06.00 Literarisches Leben; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.10.00 Bundesrepublik Deutschland; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.10.00 Bundesrepublik Deutschland > 19.10.05 Literarisches Leben; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich > 19.11.05 Literarisches Leben
Ediert von  H-Germanistik
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