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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "»Im Schatten des Lindenbaums« - Thomas Mann und die Romantik"
RessourcentypCall for Papers
Titel»Im Schatten des Lindenbaums« - Thomas Mann und die Romantik
Beschreibung»Im Schatten des Lindenbaums«

CALL FOR PAPERS

Thomas Mann und die Romantik
Workshop der jungen Thomas-Mann-Forscher

6./7. Mai 2011 in Jena

Die Beziehungen von Thomas Manns Werk zu den unterschiedlichsten literarischen und philosophischen
Traditionen waren und sind immer wieder Gegenstand literaturwissenschaftlicher Bemühungen.
Dies lässt sich an den Handbüchern und einschlägigen Gesamtdarstellungen ebenso ablesen wie an den
verschiedenen Phasen innerhalb der Thomas Mann-Forschung. Allerdings stehen meist einzelne Autoren
und gattungsgeschichtliche Zusammenhänge im Zentrum der Betrachtungen, es geht eher um die
Einflüsse Goethes, Wagners und Nietzsches auf Thomas Mann, eher um die Bezüge zum klassischen
Bildungsroman oder zur Erzähltradition des 19. Jahrhunderts. Eine übergreifende literaturgeschichtliche
Einordnung findet sich selten: Wie lassen sich die genannten Einflüsse abstrahieren, was bedeuten
diese Bezugnahmen Thomas Manns für dessen poetologische Verortung? Lassen sich Traditionslinien
bilden, die nicht nur auf einzelne Autoren, sondern auf poetologisch wie literaturgeschichtlich gängige
Begriffe bezogen werden können?

Diesen Fragen will der Workshop der jungen Thomas-Mann-Forscher exemplarisch an den Beziehungen
des Werks zur Romantik nachgehen. Obwohl romantische Ideen- und Motivkomplexe einen Kern
von Thomas Manns Texten und ihren poetologischen Voraussetzungen bilden, gibt es seit einer Arbeit
von Käte Hamburger aus dem Jahr 1932 keinen neueren umfassenden und größeren Klärungsversuch
zu diesem Thema. Dies kann terminologisch begründet sein: Die literaturgeschichtliche Kategorie der
»Romantik« selbst ist innerhalb der Literaturwissenschaft nicht unumkämpft, hier wird immer wieder
neu und äußerst produktiv die Frage gestellt, ob der Zusammenhang zwischen Früh- und Spätromantik
überhaupt groß genug sei, um eine einheitliche Epochenbezeichnung »Romantik« rechtfertigen zu können.
Umso wichtiger ist deshalb eine präzise begriffliche Basis, wenn es darum gehen soll, das Verhältnis
Thomas Manns zur Romantik neu in den Blick zu nehmen. Die neuere Romantikforschung hat diese
Epoche als Reaktion auf Modernisierungsprozesse gedeutet. Romantische Ideen und Darstellungsweisen
werden in diesem Rahmen als Möglichkeit gesehen, um entscheidende wissensgeschichtliche
Entwicklungen der Moderne aufzunehmen und zugleich einen Ausweg aus den mit ihnen verbundenen
Verlusterfahrungen für den Einzelnen aufzuweisen. Besonders die poetologischen Konzepte der Frühromantik
sind von diesen komplexen Verschränkungen geprägt und entwerfen entsprechende ästhetische
Konzepte. Von hier aus ergeben sich mögliche Fragestellungen für die Tagung: Inwiefern ist
Thomas Manns poetologisches Selbstverständnis von dieser Konstellation beeinflusst? Sind hier eher
Abgrenzungen oder positive Bezugnahmen zu erkennen? Neben diesen theoretischen Aspekten sollen
ganz dezidiert romantische Schreibweisen und formale Strukturen in den Blick genommen werden: Wo
tauchen diese auf, wie sind sie mit der Redeabsicht des Textes verschränkt und tragen zu dieser bei?
Auf diese Weise soll ein möglichst präzises und differenziertes Bild von Thomas Manns Verhältnis zur
Romantik gezeichnet werden, das zur literaturgeschichtlichen Einordnung seines Werks beitragen kann.
Zugleich soll die Frage diskutiert werden, ob Thomas Mann gleichsam ein romantischer Dichter war
und wie sich seine Poetik damit als eine genuin moderne Poetik konturiert.

Die Vorträge sollen eine Länge von 30 Minuten nicht überschreiten. Interessenten werden gebeten, ihr
Exposé (max. eine Seite) bis zum 25. Februar 2011 an diese Adressen zu schicken.

Jens Ewen, jens.ewen@uni-jena.de
Tim Lörke, tim.loerke@gmx.de
Regine Zeller, regine.zeller@gmx.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortJena
Bewerbungsschluss25.02.2011
Beginn06.05.2011
Ende07.05.2011
PersonName: Ewen, Jens 
Funktion: Veranstalter 
E-Mail: jens.ewen@uni-jena.de 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistische Literaturwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena 
Strasse/Postfach: Fürstengraben 18 
Postleitzahl: 07743 
Stadt: Jena 
E-Mail: jens.ewen@uni-jena.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945
Klassifikation14.00.00 Romantik > 14.05.00 Rezeption; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.15.00 Zu einzelnen Autoren; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren
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