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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Studierendentagung "Zu Risiken und Nebenwirkungen - Medien, Medienwandel, Medienrevolutionen""
RessourcentypCall for Papers
TitelStudierendentagung "Zu Risiken und Nebenwirkungen - Medien, Medienwandel, Medienrevolutionen"
BeschreibungVom 20. bis 22. Mai 2011 findet an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine interdisziplinäre, medienwissenschaftlich ausgerichtete Studierendentagung statt. Alle Studierenden sind herzlich eingeladen, sich mit einem Abstract zu bewerben!

Jede mediale Revolution bringt nicht nur Chancen und Hoffnungen, sie ist auch Anlass zur Sorge: Medien sind nicht nur neutrale Mittler, sondern vielmehr unsichtbare 'Manipulatoren' der Botschaft – so der kritische Tenor, der von Platon bis zu Frank Schirrmacher reicht.
„Mediale Vermittlung ist also darauf angelegt, das, was vermittelt wird, wie ein 'Unmittelbares' in Erscheinung treten zu lassen; der Erfolg von Medien besiegelt sich in ihrem Verschwinden“, so die Philosophin Sybille Krämer. Was hier im Abstrakten behauptet wird, lässt sich leicht auf die Medienrealität übertragen: Live-Bilder mühen sich um die Simulation einer totalen Gleichzeitigkeit, Photographien leben von dem Zeugenstatus eines Es-ist-so-gewesen (Roland Barthes) und selbst der Roman versucht in Formen des dokumentarischen Schreibens sich als authentisch zu gerieren. In allen Fällen will das Medium in seiner Funktion als Mittler verschwinden – und dadurch zugleich die Botschaft übermitteln.

Diese Möglichkeit eröffnet einen Raum für intentionale wie nonintentionale Beeinflussungen des Empfängers, die im Zentrum der Tagung stehen sollen. Auch wenn schon der Tagungstitel an das Platon'sche Pharmakon – Heilmittel und Gift zugleich – anschließt, so möchten wir keinesfalls bei der antiken Philosophie stehen bleiben. Vielmehr geht es darum, in einer interdisziplinären Tagung Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zum Austausch aufzufordern: Eingeladen sind vor allem Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften, insbesondere der Fachrichtungen Literatur-, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, der Soziologie, Philosophie, Kunstgeschichte und Publizistik und nicht zuletzt Studierende der Philologien.

Ziel ist es nicht, in Larmoyanz und Kulturpessimismus aufzugehen, sondern die sich bietenden Möglichkeiten der Interferenz von Medium und Botschaft auszuloten. Dabei gehen wir von einem weiten Medienbegriff aus, der sich von der Oralität über die Schriftlichkeit bis zu den unterschiedlichsten technischen Medien – Buchdruck, Funk, Photographie, Film und Fernsehen – ausdehnt. Im Zentrum der Tagung sollen Case Studies, Beispielanalysen, stehen, willkommen sind aber gleichermaßen allgemeine theoretische Überlegungen.

Die Vorträge können sich beispielsweise mit folgenden Themen beschäftigen:
- Wie beeinflusst das Medium unsere Wahrnehmung und inwiefern finden dabei Manipulationen statt? (z.B. Fernsehen und Stereotypvermittlung; Live-Bild und Ereigniskonstitution; Photographie als Abbild des Realen?)
Was sehen wir nur dank des Mediums und nur im Medium? (Mikroskopie und Teleskopie; backward masking in der Musik; Filmische Techniken: Zeitlupe, Zoom, Wiederholung, etc.)

- Wie reflektieren Medien die Beeinflussung durch Medien? (z.B. Mise en abyme: Film im Film, Spiel im Spiel, Buch im Buch, etc.; unzuverlässiges Erzählen in Film und Literatur)

Die Tagung will Studierende dazu einladen, sich auf dem wissenschaftlichen Parkett zu versuchen und im gegenseitigen, interdisziplinären Austausch den eigenen Horizont zu erweitern. Neben den studentischen Vorträgen werden auch etablierte WissenschaftlerInnen mit Impulsvorträgen die Tagung bereichern.

Wir bitten interessierte Studierende, die Vortragsvorschläge in Form eines Exposés (max. 200 Wörter) sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 31.01.2011 an Simone Brühl und Jakob Christoph Heller (kontakt@remedium2011.de) zu schicken.
Die Vortragsdauer sollte 15 bis 20 Minuten betragen, Vortragssprachen sind deutsch und englisch.
Zusagen zur Teilnahme werden bis zum 28.02.2011 verschickt.

Vorbehaltlich der Zusage von Fördermitteln können Reisekosten zum Teil übernommen werden. Eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband ist geplant.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Tagung, www.remedium2011.de, und können bei den OrganisatorInnen, Simone Brühl und Jakob Christoph Heller (eMail: kontakt@remedium2011.de), erfragt werden.
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.remedium2011.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortUniversität Mainz
Bewerbungsschluss31.01.2011
Beginn20.05.2011
Ende22.05.2011
PersonName: Heller, Jakob Christoph 
Funktion: Student 
E-Mail: jakob.heller@gmx.net 
Name: Brühl, Simone 
Funktion: Studentin 
E-Mail: simone.bruehl@freenet.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.15.00 Literatur und Medien
Ediert von  H-Germanistik
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