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Ergebnisanzeige "InterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft. 14. internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition"
RessourcentypCall for Papers
TitelInterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft. 14. internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition
BeschreibungInterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft

InterNational and InterDisciplinary Prospects of Scholarly Editing (English version below)

Internationalité et interdisciplinarité de l’édition scientifique des textes (version française en bas)

Die vierzehnte internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition zum Thema „InterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft“ findet vom 15. bis 18. Februar 2012 an der Universität Bern, Schweiz, statt. Sie wird gemeinsam mit der European Society for Textual Scholarship, der Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen und der Fachgruppe Freie Forschungsinstitute in der Gesellschaft für Musikforschung durchgeführt. Vorbereitet und organisiert wird die Tagung vom Parzival-Projekt der Universität Bern (Michael Stolz und Robert Schöller) in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Literaturarchiv (Irmgard Wirtz).

Thema der Tagung ist die in der internationalen Praxis der Editionswissenschaft (etwa in Publikationen oder auf Tagungen) vielfach beobachtbare Heterogenität von wissenschaftsgeschichtlichen Traditionen, texttheoretischen Zugängen und editionspragmatischen Verfahren, die häufig aus der jeweils unterschiedlichen Entwicklung einzelner Nationalphilologien und ihrer tragenden Institutionen resultiert. Diese Heterogenität bereichert die länder- und sprachübergreifende editionswissenschaftliche Kommunikation, erschwert sie aber auch.

Hinzu tritt die Tatsache, dass die Editionswissenschaft zunehmend in einem interdisziplinären Austausch steht, an dem in jüngerer Zeit auch die Informations- und Naturwissenschaften beteiligt sind (etwa bei der Bestimmung von Schreiberhänden, Schreibmaterialien, textgenetischen Phänomenen). In einer von beschleunigter Kommunikation und Globalisierung geprägten Wissensgesellschaft berühren und vermischen sich diese verschiedenen Ansätze, dies nicht zuletzt im Kontext medialer Veränderungen. Zugleich erweisen sich nationale und fachspezifische Konventionen auch unter diesen gewandelten Bedingungen als erstaunlich zählebig – sie bestimmen wissenschaftliche Formen der Interaktion und Kooperation mitunter mehr, als dies den beteiligten Partnern bewusst ist.

Hier soll die Berner Tagung ansetzen. Die editions- und textwissenschaftliche Situation der Schweiz erweist sich in diesem Kontext als paradigmatisch, da sie seit jeher vom engen Kontakt westeuropäischer Sprachen sowie von einer damit einhergehenden Reflexion und nicht zuletzt von dokumentarischem Pragmatismus geprägt ist – Eigenschaften, welche die Förderung einschlägiger Institutionen in Bibliotheken und Archiven, die Entwicklung sprach-, text- und editionstheoretischer Ansätze sowie in jüngerer Zeit die Initiierung innovativer Digitalisierungsprojekte (wie e-codices und e-rara) prägten und begünstigten. Ziel der Tagung ist es, vor dem Hintergrund dieses partikularen Modellfalls gesamteuropäische und, soweit möglich, globale Perspektiven in den Blick zu nehmen.

Erwünscht sind Beiträge, welche sich mit dem ‚Dazwischen‘ (inter), d.h. mit Vermittlungseffekten, Synergien, Reibungen und Brüchen nationaler und disziplinärer Zugänge in der Editionswissenschaft auseinandersetzen, indem sie gleichermaßen deren Entstehungsbedingungen wie deren Entwicklungspotentiale in veränderten Umfeldern berücksichtigen. Thematisch ebenfalls relevant wären Untersuchungen zu nationalen oder disziplinären Editionstraditionen und den Gründen ihrer vorhandenen oder nicht vorhandenen internationalen bzw. interdisziplinären Wirkungen. Denkbar wären beispielsweise Einlassungen zur Lachmann’schen und Bedier’schen Methode und deren Fortwirkung in neuen Kontexten, zu differenten Perspektiven auf Verfahren und Zielsetzungen der textgenetischen Methode, zur internationalen Aneignung der ‹critique génétique›, zur Bedeutung der Textkritik und der analytischen Druckforschung in unterschiedlichen Editionstraditionen (etwa in Hinblick auf den anglo-amerikanischen und den germanistischen Umgang mit diesen Phänomenen bezogen auf die Kriterien der Textkonstitution) oder zu angelsächsischen Ansätzen im Umfeld der Medienrevolution (z.B. ‘linguistic code’ vs. ‘bibliographical code’) mitsamt deren europäischen Prägungen und Rückwirkungen.

Willkommen sind sowohl Beiträge mit theoretisch-methodischer bzw. fachgeschichtlicher Ausrichtung als auch signifikante Fallstudien. Geplant ist die Gliederung der Tagung in Plenarvorträge, Sektionsvorträge und Werkstattberichte. Die Konferenzsprachen werden Deutsch, Englisch und Französisch sein. Referatvorschläge mit einem einseitigen Exposé werden bis zum 1. März 2011 erbeten an Prof. Dr. Michael Stolz, Briefpostanschrift: Institut für Germanistik, Länggass-Str. 49, CH-3000 Bern 9, Schweiz, oder bevorzugt per E-Mail-Anhang an folgende elektronische Adresse: robert.schoeller@germ.unibe.ch.

Ein gemeinsamer Ausschuss, bestehend aus Mitgliedern aller Veranstalter, wird über die Annahme der Referatvorschläge befinden. Eine Benachrichtigung erfolgt bis Frühsommer 2011.



InterNational and InterDisciplinary Prospects of Scholarly Editing

InterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft

Internationalité et interdisciplinarité de l’édition scientifique des textes

This international symposium, jointly arranged by the “Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition”, the “European Society for Textual Scholarship”, the “Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen” and the “Fachgruppe Freie Forschungsinstitute der Gesellschaft für Musikforschung” will be held in Bern, Switzerland, from 15th to 18th February 2012. The organisers are Michael Stolz, Robert Schöller (Parzival-project, Bern University), and Irmgard Wirtz (Swiss National Archive for Literature).

The topic of the colloquium is based on the observation that international cooperation in scholarly editing often has to cope with the fact that the participants are affected by scholarly traditions, theoretical and practical issues that have been developed in the intellectual and institutional environment of their original countries. This may stimulate, but also complicate transnational and translingual communication. In addition, scholarly editing is increasingly influenced by other disciplines such as computing and natural sciences (e.g., for the analysis of writing procedures and material or of phenomena of textual genealogy). The result of this development is that the art of editing shows increasingly hybrid forms of methodology, the genesis of which is not always made explicit. The Bernese symposium wishes to give occasion to reflect on this point.

In the context of plurilingual Switzerland, where the assortment of diverse philological traditions has always been effective, the iridescent state of national and international, disciplinary and interdisciplinary research in scholarly editing will be discussed. The participants are expressly invited to consider problems, methods, and issues that arose in one national or disciplinary field and were transferred or further developed in other circumstances. We welcome contributions on the theory, methodology, and history of scholarly editing, as well as significant case studies. The symposium will contain plenary lectures, papers for panels and workshops, the conference languages being English, German, and French. Please send your abstract of one page (deadline: 1 march 2011) to: Prof. Dr. Michael Stolz, Institut für Germanistik, Länggass-Str. 49, CH-3000 Bern 9, Switzerland, or preferably via e-mail-attachment to: robert.schoeller@germ.unibe.ch.



Internationalité et interdisciplinarité de l’édition scientifique des textes

InterNationalität und InterDisziplinarität der Editionswissenschaft

InterNational and InterDisciplinary Prospects of Scholarly Editing

Ce colloque international, organisé conjointement par la «Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition», la «European Society for Textual Scholarship», la «Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen» et les «Freie Forschungsinstitute in der Gesellschaft für Musikforschung» aura lieu à Berne du 15 au 18 février 2012. Les responsables scientifiques en sont Michael Stolz, Robert Schöller (Projet Parzival, Université de Berne) et Irmgard Wirtz (Archives Littéraires Suisses).

Le colloque a pour objet le fait que la coopération internationale dans les projets d’édition montre souvent que leurs participants sont influencés par des traditions savantes, par des concepts théoriques et pratiques qui ont été développés dans le milieu intellectuel et institutionnel de leurs pays d’origine. Cette situation peut enrichir, mais aussi compliquer la communication des participants sur le plan transnational et multilingue. En outre, l’édition scientifique des textes est de plus en plus influencée par d’autres disciplines comme les sciences informatiques et dures (par ex. pour l’analyse de la matérialité de l’écriture ou de la généalogie textuelle). En conséquence, les méthodes de l’édition deviennent hybrides sans que leur genèse soit toujours manifeste. Tel sera le point de départ du colloque de Berne.

Dans le contexte de la Suisse plurilingue, où la diversité des traditions philologiques a toujours été effective, les participants auront l’occasion de discuter des aspects polyphoniques de la recherche nationale et internationale, disciplinaire et interdisciplinaire dans l’édition des textes. Ils sont surtout invités à étudier des problèmes, méthodes et solutions pratiques qui ont surgi dans un certain contexte national ou disciplinaire pour être transférés ou redéveloppés dans une autre situation. Les organisateurs attendent des contributions concernant la théorie, la méthodologie et l’histoire de l’édition des textes ainsi que des études de cas. Le colloque sera divisé en conférences plénières, en sections et en ateliers, les langues du colloque étant le français, l’allemand et l’anglais. Veuillez envoyer le résumé de votre contribution jusqu’au 1er mars 2011 à: Prof. Dr. Michael Stolz, Institut für Germanistik, Länggass-Str. 49, CH-3000 Bern 9, Suisse, ou, de préférence, en pièce jointe par courriel adressé à: robert.schoeller@germ.unibe.ch.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehtttp://www.ag-edition.org/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBern
Bewerbungsschluss01.03.2011
Beginn15.02.2012
Ende18.02.2012
PersonName: Schöller, Robert Dr. 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: robert.schoeller@germ.unibe.ch 
Name: Stolz, Michael Prof. Dr. 
Funktion: Organisator 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Germanistik der Universität Bern 
Strasse/Postfach: Länggass-Str. 49 
Postleitzahl: 3000 
Stadt: Bern 9 
E-Mail: robert.schoeller@germ.unibe.ch 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeComputerphilologie; Editionstheorie; Geschichte der Germanistik; Literatur 700 - 1150; Literatur 1150 - 1300; Literatur 1300 - 1500; Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 03.00.00 Literaturwissenschaft; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.05.00 Editorik; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte; 06.00.00 Mittelalter; 06.00.00 Mittelalter > 06.01.00 Forschung und Edition; 06.00.00 Mittelalter > 06.06.00 Handschriften; 07.00.00 Frühes Mittelalter (Von den Anfängen bis 1170); 07.00.00 Frühes Mittelalter (Von den Anfängen bis 1170) > 07.03.00 Handschriften; 08.00.00 Hochmittelalter; 08.00.00 Hochmittelalter > 08.03.00 Handschriften; 09.00.00 Spätmittelalter und Übergangszeit (14. und 15. Jahrhundert); 09.00.00 Spätmittelalter und Übergangszeit (14. und 15. Jahrhundert) > 09.06.00 Handschriften; 09.00.00 Spätmittelalter und Übergangszeit (14. und 15. Jahrhundert) > 09.07.00 Frühdruck; 10.00.00 16. Jahrhundert; 10.00.00 16. Jahrhundert > 10.09.00 Buchwesen. Frühdruck; 11.00.00 17. Jahrhundert; 12.00.00 18. Jahrhundert; 13.00.00 Goethezeit; 14.00.00 Romantik; 15.00.00 19. Jahrhundert; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914); 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart
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