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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Felix Austria – Dekonstruktion eines Mythos? Das österreichisches Drama und Theater seit Beginn des 20. Jahrhunderts"
RessourcentypCall for Papers
TitelFelix Austria – Dekonstruktion eines Mythos? Das österreichisches Drama und Theater seit Beginn des 20. Jahrhunderts
BeschreibungDer Lehrstuhl für Drama und Theater, der Lehrstuhl für Literatur und Kultur Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an der Universität Lodz sowie
das Österreichische Kulturforum Warschau
laden zur Teilnahme an der internationalen Tagung

Felix Austria – Dekonstruktion eines Mythos?
Das österreichisches Drama und Theater seit Beginn des 20. Jahrhunderts

ein.

Die Tagung findet vom 15. bis zum 17. November 2007
im Biedermann-Palast (Lodz, ul. Franciszkanska 1/5) statt.

Das in den letzten Jahren in Polen steigende Interesse für die neusten österreichischen Theaterstücke macht bewusst, dass unser Bild von der Dramatik und dem Theater in Österreich im hohen Grade fragmentarisch und unzulänglich ist. Die Werke der bei uns immer populärer werdenden AutorInnen wie Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Werner Schwab, Felix Mitterer oder Wolfgang Bauer wird oft als ein historisch isoliertes Phänomen, als Ausdruck einer individuellen künstlerischen Haltung gegenüber der Wirklichkeit rezipiert. Indessen kann eine nähere Betrachtung des österreichischen Dramas und Theaters in deren prozesshafter Dimension einen Diskurs zwischen den Generationen sichtbar machen, der sich nicht nur auf der Ebene der Wirklichkeitsentmythologisierung und der Decouvrierung gesellschaftlicher Tabus zeigt, sondern auch in der Evolution von Gattungsformen und –konventionen und nicht zuletzt durch neue Kommunikationsmittel mit dem Publikum, die zur Redefinition der Theaterfunktion führen.

Die TagungsorganisatorInnen laden zu einer Debatte über das breite Spektrum des Dramas und Theaters in Österreich seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Diese Zeitspanne mit epochalen historischen Umbrüchen fand ihren wichtigen medialen Ausdruck gerade im Theater, das allmählich aufhörte, Illusion zu erzeugen, und danach strebte, sich als eine relevante, das gesellschaftliche Bewusstsein prägende Institution zu etablieren. Die kritische Reflexion während der Tagung sollte sich sowohl dem Drama der ersten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts (Arthur Schnitzlers impressionistische Theaterstücke, Hugo von Hofmannsthals poetisches Drama, Oskar Kokoschkas oder Arnolt Bronnens expressionistische Stücke), den zwischen den beiden Weltkriegen geschrieben Dramen von Franz Theodor Csokor, Karl Kraus und Elias Canetti sowie dem sich in Opposition zur „austriakischen Renaissance” entwickelnden Drama in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zu den neusten „postdramatischen“ Experimenten widmen.

Die Überlegungen könnten einerseits auf

1. die Dekonstruktion des Österreich-Mythos‘ als eines von inneren Dissonanzen freien Staates

2. die Bewältigung von negativen Aspekte in der eigenen Geschichte,

3. die Kritik an dem Gesellschaftssystem mit seinen archaischen Gruppenrelationen

4. die Entmythologisierung von (religiösen, politischen) Ideologien und bürgerlichen Werten zielen.

Andererseits möchten wir Veränderungen der für das österreichische Theater spezifischen Dramenformen, Evolution der Volkstheater- und Vergnügungstheaterformen sowie Versuche der Flucht vor heimischen Konventionen und Traditionen verfolgen.

Wir bitten, Ihre Vortragsthemen (für max. 30 Minuten) samt einem Abstract (500-1000 Zeichen) einschließlich bis zum 30. Juni an Dr. Artur Pelka zu schicken, und zwar am besten auf elektronischen Wege: artupelka@poczta.onet.pl
oder eventuell postalisch:

Uniwersytet Lodzki
Katedra Literatury i Kultury Niemiec, Austrii i Szwajcarii
ul. Sienkiewicza 21
PL-90-114 Lódz.

Die Tagungsgebühr beträgt 30 Euro. Sie umfasst drei Übernachtungen sowie volle Verpflegung während der Tagung. Die Kontonummer wird nach Erhalt Ihrer Anmeldung angegeben.

Prof. Dr. habil. Joanna Jablkowska
Uniprof. Dr. habil., Malgorzata Leyko


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLódz
Bewerbungsschluss30.06.2007
Beginn15.11.2007
Ende17.11.2007
PersonName: Artur Pelka [Dr.] 
Funktion: Information 
E-Mail: artupelka@poczta.onet.pl 
KontaktdatenName/Institution: Katedra Literatury i Kultury Niemiec, Austrii i Szwajcarii, Uniwersytet Lodzki 
Strasse/Postfach: ul. Sienkiewicza 21 
Postleitzahl: PL-90-114 
Stadt: Lódz 
LandPolen
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1880 - 1945; Literatur nach 1945; Theater (Aufführungspraxis)
Klassifikation16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.05.00 Österreich; 16.00.00 Jahrhundertwende (1880-1914) > 16.13.00 Gattungen und Formen > 16.13.02 Drama. Theater; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.05.00 Österreich; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.16.00 Gattungen und Formen > 17.16.02 Drama. Theater; 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989) > 18.12.00 Österreich > 18.12.06 Gattungen und Formen; 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.11.00 Österreich > 19.11.06 Gattungen und Formen
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