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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kinder und die Außereuropäische Welt in der Frühen Neuzeit / Early Modern European Children and the Non-European World"
RessourcentypCall for Papers
TitelKinder und die Außereuropäische Welt in der Frühen Neuzeit / Early Modern European Children and the Non-European World
BeschreibungCFP
Kinder und die Außereuropäische Welt in der Frühen Neuzeit / Early Modern European Children and the Non-European World

Erwünscht sind Beiträge zu einer kommenden Aufsatzsammlung über die Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche an der Erweiterung des globalen Wissens und des Horizonts im Laufe der Frühen Neuzeit (c. 1500-1800) in Europa teilgehabt haben. Interessierte aus verschiedenen Disziplinen – wie Geschichte, Literaturwissenschaft, Kunst- oder Wissenschaftsgeschichte, sowie auch Philosophie – sind willkommen.

Große Entdeckungen im Bereiche der globalen – gesellschaftlichen und geographischen – Vielfalt haben die Frühe Neuzeit geprägt und dieses neue Wissen wurde durch Reiseberichte, verschiedene Gegenstände (Globen, Spielzeuge, Kartenspiele, etc.), Kinder- und Jugendliteratur, Zeitschriften für Jugendliche oder Nicht-Gelehrte oder populärwissenschaftliche Werke in Europa verbreitet.

Inwiefern wurden diese Entdeckungen in Werken für Kinder popularisiert? Welche Funktion erfüllte die Darstellung dieses neuen Wissens? Sorgte die Exotik lediglich für eine leichte, oberflächliche Unterhaltung oder war das Leichte mit ernsthafteren, tiefgreifenderen Überlegungen verflochten? Und wenn ja, wie geschah diese Verflechtung? Die Untersuchung des Zusammenhangs, in welchem dieses Wissen dargelegt wurde – des Kommunikations- politischen, pädagogischen, philosophischen, sowie des moralischen Zusammenhangs – kann dazu beitragen, die Auswirkungen der globalen Vielfalt auf die Gestaltung der europäischen Identität besser zu verstehen. Welche Folgen hatte das erweiterte Wissen über die globale gesellschaftliche Vielfalt auf den bis dahin zentralen Platz der Antike in der Erziehung? Und wie wurde das Thema der religiösen Vielfalt behandelt?

Die hier im Fokus stehenden Quellen können auch zu schlüssigen Erkenntnissen über die Entwicklung des pädagogischen Denkens in der Frühen Neuzeit führen. Denn die Autoren vermittelten den Kindern und Jugendlichen natürlich nur eine Auswahl von Informationen über die europäische und außereuropäische Welt. Wichtig sind daher ebenso Fragen wie: Nach welchen Kriterien enstand diese Auswahl? Was wurde als kindgemäß betrachtet, was dagegen nicht? Inwiefern lassen sich daran bestimmte Auffassungen von Kindheit ablesen?

Dieses Thema sollte außerdem im breiteren Rahmen der Wissensgeschichte in Europa betrachtet werden. Wie hat sich die Rolle des Wissens über die außereuropäische Welt vom humanistischen Verständnis eines Universalwissens hin zum aufklärerischen Verständnis des Wissens als einer Form gesellschaftlicher Zugehörigkeit entwickelt?

Angesprochen sind Doktoranden und andere Autoren aus den Geschichts-, Kultur-, Literaturwissenschaften und angrenzender Disziplinen, die sich ganz oder teilweise mit den genannten Fragestellungen befassen. Diese Aufsatzsammlung wird in der Reihe „Aufklärung und Moderne‟ (Wehrhahn Verlag, Berlin) veröffentlicht werden. Die Beiträge können entweder auf Englisch oder auf Deutsch verfasst werden. Interessierte sind herzlich aufgefordert, ihr Exposé von max. 300 Wörtern Länge sowie einen kurzen Lebenslauf einzusenden. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010. Weitere Fragen beantworten wir gerne per E-mail.

Nicholas Miller, Universität Potsdam
nmiller@uni-potsdam.de

Pauline Pujo, École Normale Supérieure (Paris)
pauline.pujo@ens.fr


Call for Papers: “Early Modern European Children and the Non-European World”

We invite proposals for chapter-length contributions to an upcoming volume concerning the ways children participated in the expansion of global knowledge and horizons over the course of the early modern period (c. 1500 – 1800) in Europe. We are particularly interested in pursuing this through the study of media created for or presented to children, approached through a variety of disciplinarian perspectives, including history, literary studies, art history, history of science, and philosophy.

Great discoveries of global diversity – both social and geographical – were made over the early modern period, and such new knowledge was spread across Europe through materials such as travel narratives, material objects, children’s books, periodicals, and popular histories. To what extent was this new knowledge popularised with children directly in mind? And what was the function of presenting this new knowledge? Was the exotic simply to serve as light, superficial entertainment, or was there a more serious intent in mind? Could exotic knowledge serve in some manner as an edifying force? In which contexts was such knowledge presented?

Global diversity had significant impacts upon notions of European identity, as well as upon national self-identification. What impact did growing knowledge of global social diversity have upon the study/teaching of Antiquity? And how was religious diversity treated? These sources also offer compelling insights into changes in pedagogical sentiments over our period. Adults invariably filter knowledge down to children – but what are their selection criteria? What is seen as particularly suitable for the needs or interests of children, and what as inappropriate? How can these inform our understanding of contemporary concepts of childhood?

We are also interested in how this theme relates to more general frames in the European history of knowledge. How did the function of knowledge shift from enabling the Humanist ideal of internal universal reflection to securing the Enlightenment notion of knowledge as a form of social membership production?

Contributions concerned with some of these questions are welcomed, as are contributions from graduate students. This collection will be published as part of the “Aufklärung und Moderne” series of the Wehrhahn Verlag, Hannover. Papers can be written in English or German. If interested in contributing, please send a short abstract (in either English or German) of 300 words and a CV to one of the addresses below by the 15th of October 2010. Additionally, if you have any further questions, please do not hesitate to contact one of us.

Nicholas Miller, Universität Potsdam
nmiller@uni-potsdam.de

Pauline Pujo, École Normale Supérieure
pujo@clipper.ens.fr

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.10.2010
PersonName: Pauline Pujo 
E-Mail: pauline.pujo@ens.fr 
KontaktdatenName/Institution: Pauline Pujo (Ecole Normale Supérieure) u. Nicholas Miller (Universität Potsdam) 
Strasse/Postfach: 45 rue d'Ulm 
Postleitzahl: 75005 
Stadt: Paris 
Telefon: 00336 89 90 73 94 
E-Mail: pauline.pujo@ens.fr 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur 1500 - 1580; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur- u. Kulturgeschichte; Medien- u. Kommunikationsgeschichte (Hand-, Druckschrift, Film, Rundfunk, Computerspiel usw.); Medien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation10.00.00 16. Jahrhundert; 11.00.00 17. Jahrhundert; 12.00.00 18. Jahrhundert; 13.00.00 Goethezeit; 14.00.00 Romantik
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