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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Goethes Liebeslyrik. Semantiken der Leidenschaft um 1800"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelGoethes Liebeslyrik. Semantiken der Leidenschaft um 1800
BeschreibungTagung: Goethes Liebeslyrik. Semantiken der Leidenschaft um 1800
29.09.2010 - 02.10.2010
Klassik Stiftung Weimar
Goethe-Nationalmuseum, Frauenplan 1, 99423 Weimar

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts durchläuft der traditionelle Liebesdiskurs einen tiefgreifenden Wandel, der durch die Verbürgerlichung eines zuvor aristokratisch geprägten Schreibens über Liebe angestoßen wird. Verwoben ist dieser Transformationsprozess mit jenem kulturellen und sozialen Epochenumbruch, den die Geisteswissenschaften als Inkubationsphase der Moderne beschrieben haben.

Als Resonanzraum, Experimentierfeld und Katalysator unterschiedlicher Liebeskonzeptionen hat das lyrische Werk Johann Wolfgang Goethes einen wesentlichen Anteil an der Entstehung des modernen Liebesdiskurses. In den Gedichten der Leipziger, der Straßburger und der Frankfurter Zeit finden sich ebenso wie in den Weimarer Schaffensperioden immer neue Poetiken der Liebe, die mit zeitgenössischen Positionen von der Aufklärung bis zur Spätromantik konkurrieren. Als einzigartig erweisen sich dabei die vielfältigen lyrischen Formexperimente, die mit zahlreichen interkulturellen Referenzen einhergehen: Volkstümliches Liedgut, antike Verskunst und westöstliche Liebesverse bilden beziehungsreiche Konfigurationen und geben sich als Fragmente einer Weltliteratur der Liebe zu erkennen.

Die Weimarer Tagung reflektiert die Bedeutung Goethes für die Formierungsphase moderner Liebeskonzepte und verfolgt dabei auch den Widerhall, den seine Liebeslyrik im 19. und 20. Jahrhundert gefunden hat. Goethes Gedichte partizipieren nicht nur an der Begründung des modernen Liebesdiskurses, sondern wirken bis heute fort: in individualanthropologischer Hinsicht ebenso wie als kollektives Sinndispositiv.

Mittwoch, 29. September 2010

15.00 Uhr
Hellmut Seemann
Grußwort des Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar

15.30 Uhr
Carsten Rohde und Thorsten Valk
Einführung

16.00 Uhr
David E. Wellbery
Über einige Sprachgebärden in Goethes Liebeslyrik

17.00 Uhr
Kaffeepause

17.30 Uhr
Ulrike Landfester
Kreisverkehr. Muster der Selbstreferentialität in Goethes Liebeslyrik

20.00 Uhr
Gerhard Neumann
Brief und Gedicht. Goethes "Zettelgen" an Charlotte von Stein

Donnerstag, 30. September 2010

09.30 Uhr
Thorsten Valk
Die heimliche Lust des Voyeurs
Goethes Liebesgedichte im Kontext der Leipziger Rokokolyrik

10.30 Uhr
Alexander Kosenina
"Wie schlägt dein Herz". Goethes Kardiopoetik

11.30 Uhr
Kaffeepause

12.00 Uhr
Dirk Kemper
Von der Liebeskraft des Gottmenschen
Zur Korrelation von Liebe und Schöpfung im Sturm und Drang

13.00 Uhr
Mittagspause

15.00 Uhr
Mathias Mayer
Alle Nähe fern. Goethes Liebeslyrik im Licht des Mondes

16.00 Uhr
Uwe Japp
Amor – Roma. Goethes Liebeskonzeption in den "Römischen Elegien"

17.00 Uhr
Kaffeepause

17.30 Uhr
Sandra Richter
Liebende Götter, heroische Zeiten? Goethes dritte "Römische Elegie"

Freitag, 1. Oktober 2010

09.30 Uhr
Nikolas Immer
Die Götter Italiens. Goethes mythoerotische Elegien

10.30 Uhr
Dieter Burdorf
Goethes und Hölderlins Liebeselegien

11.30 Uhr
Kaffeepause

12.00 Uhr
Reiner Wild
Wiedergewinn der Kreativität. Goethes Sonette 1807/08

13.00 Uhr
Mittagspause

15.00 Uhr
Dirk von Petersdorff
Die Abwehr einer naturalistischen Reduktion der Liebe
"Das Tagebuch. 1810" und andere Gedichte

16.00 Uhr
Andrea Polaschegg
Die stete Plötzlichkeit des Fremd-Gehens.
Morphologie, Erotik und orientalische Autorschaft in Goethes "West-östlichem Divan"

17.00 Uhr
Kaffeepause

17.30 Uhr
Margrit Vogt
Farben und Formen der Liebe.
Die "Römischen Elegien" und der "West-östliche Divan" als Wahrnehmungstheorie


Samstag, 2. Oktober 2010

09.30 Uhr
Renate Stauf
Ein "verschoben geschliffener Spiegel"
Goethes späte Lyrik und ihre Spuren in Heines Liebesgedichten

10.30 Uhr
Irmela von der Lühe
"Selige Sehnsucht".
Goethes Liebeslyrik und Thomas Manns Goethe-Liebe

11.30 Uhr
Kaffeepause

12.00
Carsten Rohde
Goethes "Marienbader Elegie" und Martin Walsers "Ein liebender Mann"

13.00 Uhr
Abschlussdiskussion

Kontakt:

Klassik Stiftung Weimar
Referat Forschung und Bildung
PD Dr. Thorsten Valk
Burgplatz 4
99423 Weimar

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWeimar
Beginn29.09.2010
Ende02.10.2010
PersonName: Valk, Thorsten 
Funktion: Leiter des Referats Forschung und Bildung der Klassik Stiftung Weimar  
E-Mail: forschung.bildung@klassik-stiftung.de 
KontaktdatenName/Institution: Klassik Stiftung Weimar  
Strasse/Postfach: Burgplatz 4 
Postleitzahl: 99423  
Stadt: Weimar 
Telefon: 03643-545561 
E-Mail: forschung.bildung@klassik-stiftung.de 
Internetadresse: www.klassik-stiftung.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur 1770 - 1830
Klassifikation13.00.00 Goethezeit; 13.00.00 Goethezeit > 13.12.00 Gattungen und Formen > 13.12.04 Lyrik
Ediert von  H-Germanistik
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