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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige " Sprachen und Kulturen in (Inter)Aktion 25.-28.5.2011"
RessourcentypCall for Papers
Titel Sprachen und Kulturen in (Inter)Aktion 25.-28.5.2011
BeschreibungCall for papers – Einladung zur Konferenz anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki vom 25. bis 28. Mai 2011 in Thessaloniki mit dem Thema

Sprachen und Kulturen in (Inter)Aktion

Die germanistischen Abteilungen außerhalb Österreichs, der Schweiz und Deutschlands befinden sich in einem permanenten code und cultural switching, bewegen sie sich doch von Natur aus in einem sprachlichen und kulturellen Dritten Raum zwischen ihren deutschsprachigen Lehr- und Forschungsgegenständen und der anderssprachigen und heterokulturellen Umgebung des Universitätsstandortes.

Daher soll der Kongress anlässlich des 50. Geburtstages der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki diesem Oszillieren zwischen verschiedenen Kulturen gewidmet sein, wobei keine Reduktion auf deutsch-griechische Interaktion beabsichtigt ist, sondern jegliche literarische und sprachliche Verhandlung von Sprach- und Kulturkontakt ins Blickfeld rücken kann. In diesem Zusammenhang lässt sich sowohl eine diachronische als auch eine synchronische Dimension fokussieren: Kulturelle Interaktion kann als Prozess in historischer Perspektive diskutiert werden - etwa am Beispiel didaktischer Methoden, historischer Sprachentwicklung oder bei literarischen Motiven - oder aber im Hinblick auf Strukturen als synchrone Momentaufnahme reflektiert werden - zum Beispiel eines Textes oder eines Sprechakts.

In einer Epoche, in der die Existenz der Geisteswissenschaften immer mehr unter Rechtfertigungszwang steht, kann die Relevanz der Wissenschaften „vom Menschen“ gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn sie sind es letztendlich, die den grenzüberschreitenden Identitäten, Verwerfungen, Beschleunigungen, Konflikten, Kontakten oder Gemeinsamkeiten im Zeitalter der Globalisierung gerecht werden. In diesem Kontext darf natürlich die translationswissenschaftliche Perspektive nicht unbeachtet bleiben, sind es doch gerade Übersetzen und Dolmetschen, mit deren Hilfe diese Kontakte ermöglicht werden, die den Abbau von Grenzen unternehmen und sowohl Konflikte als auch Gemeinsamkeiten aus der Sicht des sprachlich und kulturell Anderen erhellen.
Folgende Themen sind als Anregung für die Arbeitsbereiche der Konferenz gedacht und können interdisziplinär aus linguistischer, didaktischer, translationswissenschaftlicher, germanistisch-literaturwissenschaftlicher oder komparatistischer Perspektive analysiert werden, wobei auch Beiträge aus dem Bereich der Niederlandistik willkommen sind:
• Symbolische Repräsentationen nationaler versus transnationaler Identitäten mit besonderem Fokus auf Alteritäten und Fremdheitserfahrungen, auch aus didaktischer Perspektive (Kultur, Nation, Ethnizität, Hautfarbe, Religion etc.); dazu gehören auch Räume, in denen man „ohne Angst verschieden sein kann“ (Adorno);
• Inszenierungen kultureller Interaktion in historischer Dimension wie Überlieferung literarischer Motive, Gedächtnisdiskurse, Vergangenheit als Erfahrung des Fremden, Sprachkontaktsituationen, „Zeitschichten“ (Reinhart Koselleck) als Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, Didaktik der Kultur-Geschichte, Aufarbeitung historisch bedingter Feindbilder;
• Grenzen, denn geographische, kulturelle oder sprachliche Grenzen führen zu Begegnungen oder Konfrontationen, werden umgesetzt in Strategien der Transgression und Subversion, in Grenzen errichtende oder abbauende Mehrsprachigkeit oder in Verarbeitung kultureller Interaktion durch Intermedialität;
• Leben und Lernen in der „Weltrisikogesellschaft“ (Ulrich Beck) mit ihrer politisch oder religiös motivierten Gewalt als extremer Form von Kulturkonflikten.
• Translationswissenschaftliche Ansätze: Übersetzungs- bzw. Dolmetschstrategien und -methoden synchron oder diachron betrachtet, Auswahl der zu übersetzenden Thematik als Zeichen von Annäherungsvorlieben bzw. historischen, literarischen oder auch wirtschaftlichen Prioritäten und Zweckmäßigkeiten, Veränderung der literarischen und sprachlichen Überlieferung durch Übersetzungen und translatorische Grenzen jeder grenzüberschreitenden Aktivität.

Die Vorschläge (ca. 250-300 Wörter) sollten bis zum 1. Oktober 2010 in elektronischer Form (Word) an folgende Adresse eingesandt werden: kongress50@del.auth.gr., versehen mit einem kurzen Lebenslauf (ca. 100 Wörter). Arbeitssprachen der Konferenz sind Deutsch und Griechisch. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auf der Basis der eingegangenen Themenvorschläge möglicherweise eine Auswahl getroffen werden muss. Bis zum 1. Dezember werden Sie über die Entscheidung des Auswahlkomitees informiert und erhalten mit Ihrer Einladung ein vorläufiges Programm des Kongresses mit den Namen der GastreferentInnen, Arbeitssektionen, Ausflugsprogramm etc.
Ihre Vorträge sollten die Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten, damit eine Diskussion stattfinden kann. Nach der Konferenz wird die Möglichkeit einer Publikation der schriftlichen Version der Vorträge angeboten. Nähere Einzelheiten werden per Rundmail rechtzeitig bekannt gegeben; das endgültige Programm ist spätestens im März 2011 auf der Website www.del.auth.gr einsehbar.

Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge und freuen uns darauf, Sie im Frühling 2011 in Thessaloniki begrüßen zu dürfen!

Für das Organisationskomitee

Simela Delianidou
Jannis Pangalos
Renate Sidiropoulou
Athina Sioupi
Elke Sturm-Trigonakis
Anthi Wiedenmeyer

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortThessaloniki
Bewerbungsschluss01.10.2010
PersonName: Elke Strum-Trigonakis 
Funktion: Mitorganisatorin 
E-Mail: esturm@del.auth.gr 
KontaktdatenName/Institution: Abteilung fuer deutsche Sprache und Philologie, Aristoteles Universitaet, Thessalonik, Griechenland 
Internetadresse: www.del.auth.gr 
LandGriechenland
SchlüsselbegriffeLinguistik; Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Übersetzungswissenschaft; Literaturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Literatur- u. Kulturgeschichte; Literaturdidaktik
Ediert von  H-Germanistik
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