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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Popularisierung des Wissens"
RessourcentypCall for Papers
TitelPopularisierung des Wissens
BeschreibungThird European Congress on World and Global History
11-14 April 2011, London School of Economics and Political Science

Popularization of knowledge/ Popularisierung des Wissens: crossed perspectives



Im Rahmen seines im April 2011 an der London School of Economics stattfindenden Kongresses, der sich dem Thema Connections and Comparisons widmet, hat das Forschungsnetzwerk ENIUGH (European Network in Universal and Global History) dem Vorschlag einer Sektion über die „Popularisierung des Wissens“ zugestimmt.

Die Frage nach der Popularisierung des Wissens beschränkt sich nicht auf das Feld der Bildung und der akademischen Angelegenheiten. Sie bewegt sich an vielen anderen Orten und drückt sich durch viele andere Modalitäten aus. Sie ist eigentlich konstitutiv für eine geeignete, als räumlich-öffentliche nationale oder transnationale Sphäre konzipierte Kulturauffassung. Sie fördert weiterhin das Verständnis der Welt und trägt zur Bildung von individuellen und kollektiven Identitäten bei, sowie zu einer gemeinsamen, von allen geteilten Referenzwelt.
Die Popularisierung des Wissens stellt einen wesentlichen Aspekt der Demokratisierung der europäischen Gesellschaften und weiterer Weltteile seit dem Ende des 19. Jahrhunderts dar. Wichtige Instrumente waren in dieser Hinsicht Zeitungen und Zeitschriften, Enzyklopädien und Bücherreihen, Museen, Bibliotheken, Volkshochschulen und populäre Universitäten. Sie halfen bei der Erziehung der Bevölkerung in einem weiten politisch-gesellschaftlichen Sinne: Die fortschrittlichen Flügel der bedeutenden Parteien (liberal, konservativ, sozialdemokratisch) haben sich besonders mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt. Was ist nun aus dieser Perspektive am Anfang dieses 21. Jahrhunderts, das bekanntlich viele neue Möglichkeiten auf dem Gebiet der (Selbst-)Lernprozesse bietet, geworden?
Ziel dieser Sektion ist es, diese Frage anhand von einzelnen Studienfällen aus drei Bereichen zu untersuchen: Geschichte (einschl. Kunstgeschichte), Literatur und Philosophie. Es kann also auf die Gegenstände Buch, Film, Medien, Ausstellungen und Institutionen (Schule und Universität am liebsten ausgenommen) fokussiert werden. Die Veranstalter beabsichtigen die Analyse der sozialen und gesellschaftlichen Implikationen von sich verändernden kulturellen Manifestationen: Bücher, Filme und Internet. Die Frage der Vermittler und anderer „Übersetzer/ Mediatoren“ zwischen nationalen und regionalen Kulturen ist ebenso der Untersuchung wert.
Insbesondere fordern also die Prozesse und Aktoren, über die die Popularisierung geschieht, unsere ganze Aufmerksamkeit. Dabei soll eine semiotische und diskursive Annäherung mit einer sozialgeschichtlichen kombiniert werden. In der Auseinandersetzung mit Studienfällen werden methodologische und konzeptuelle Selbstüberlegungen gefördert.
Da die allgemeine Thematik der Konferenz sich auf Comparisons and Connections bezieht, müssen die einzelnen Forschungsgegenstände auf geographischer und/oder chronologischer Grundlage verankert sein. Das heißt, dass die Vorschläge mit Vergleichen und räumlichen Vernetzungen zwischen wenigstens zwei Ländern operieren und/oder im Vergleich von unterschiedlichen Epochen eingeschrieben sein sollen (beispielsweise in den Wenden zum 20. und zum 21. Jahrhundert).
Zielsetzung dieser Sektion ist schließlich noch eine interdisziplinäre Annäherung an das Thema der Mobilisierung des Wissens in größerem Umfang und in besonderen zeitlichen Umständen, der Art und Weisen also, ein breiteres Publikum „kulturell aktiv“ zu machen.

Beispiele von möglichen Studienfällen: extensions universitaires und Volkshochschulen; die Frage nach der populären Bildung; populärphilosophische Schriften: Nietzsche lesen und interpretieren für Philosophen und Nichtphilosophen, die Schriften zur Lebensdeutung und Lebensberatung; Geschichtsschreibung und Historiographie in Europa; die Auswirkung der Weltausstellungen in den Medien, usw.

Arbeitssprachen der Sektion und der gesamten Tagung sind Englisch, Deutsch und Französisch. Titel und Abstract der Vorschläge (100 bis 300 Worte in einer der Arbeitssprachen) an Geneviève Warland (warland@fusl.ac.be) und Hubert Roland (hubert.roland@uclouvain.be) vor dem 27. Juli 2010 schicken. Vorstandsmitglieder des Organisationskomitees von ENIUGH sind Matthias Middell (Universität Leipzig), Gareth Austin (London School of Economics) und Attila Melegh (Corvinus University Budapest).

Weitere Informationen über die Tagung im allgemeinen Call for Papers von ENIUGH:

http://www.uni-leipzig.de/~eniugh/documents/London2011_cfp.pdf


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortLondon
Bewerbungsschluss27.07.2010
Anmeldeschluss27.07.2010
Beginn11.04.2011
Ende14.04.2011
PersonName: Hubert Roland 
Funktion: Prof. Dr. 
E-Mail: hubert.roland@uclouvain.be 
KontaktdatenName/Institution: Université catholique de Louvain (UCL), Faculté de Philosophie, Arts et Lettres 
Strasse/Postfach: Collège Erasme, Place Blaise Pascal 1 
Postleitzahl: B-1348 
Stadt: Louvain-la-Neuve 
Telefon: +32/10/47.49.61 
E-Mail: hubert.roland@uclouvain.be 
LandBelgien
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Zusätzliches SuchwortPhilosophie, Geschichte
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/14834

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