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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Veranstaltungen der neu gegründeten Projektgruppe 'theorie denken' an der Universität Paderborn"
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
TitelVeranstaltungen der neu gegründeten Projektgruppe 'theorie denken' an der Universität Paderborn
BeschreibungWorkshopreihe "Hans Blumenberg: Natur und Technik -Phänomenologie und Technikphilosophie"
SoSe 2010
Universität Paderborn

Unterstützt durch die Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Fakultät für Kulturwissenschaft


1) Lebenswelt und Technisierung - Blumenberg liest Husserls Krisis-Schrift
mit Dr. Henning Peucker (Universität Paderborn)
Mittwoch, 16.6., 14-17 Uhr (s.t.), Jenny-Aloni-Haus

In seiner Auseinandersetzung mit Edmund Husserl hat Hans Blumenberg die Tragweite und inneren Widersprüche einzelner phänomenologischer Konzepte untersucht. Eine zentrale Rolle kommt seiner Studie „Lebenswelt und Technisierung unter Aspekten der Phänomenologie“ (1963) zu: Dort werden Husserls Krisis-Schrift (1934-1937) und die Relation des zentralen Begriffs der ‚Lebenswelt‘ zum Prozess der ‚Technisierung‘ im Kontext der Entwicklung der Husserlschen Phänomenologie rekonstruiert. Zugleich aber werden diese gegen die Ansprüche einer von Husserl selbst implizierten „Teleologie der Vernunft“ in eine neue Konstellation gebracht.
Im Workshop soll Blumenbergs Husserl-Lektüre diskutiert werden. Das Ziel der Veranstaltung liegt nicht darin, die ‚Richtigkeit‘ jener Lektüre zu überprüfen; vielmehr soll sie Einsichten in die spezifisch Blumenbergsche Perspektive auf die Phänomenologie eröffnen, die auch für die Diskussionen der späteren Workshops von Bedeutung sein werden.

Textgrundlage:
Edmund Husserl: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie. Husserliana VI, Hg. von Walter Biemel, Heidelberg 1962,
S. 123-194 (= § 33-55)
Hans Blumenberg: „Lebenswelt und Technisierung unter Aspekten der Lebenswelt“. In: Ders.: Wirklichkeiten in
denen wir leben. Stuttgart 1981, S. 7-54.
Manfred Sommer: „Nachwort des Herausgebers“. In: Hans Blumenberg: Theorie der Lebenswelt. Hg. von Manfred
Sommer, Berlin 2010, S. 243-247.


2) Hans Blumenberg - Eine Geistesgeschichte der Technik
mit Prof. Dr. Volker Peckhaus (Universität Paderborn)
Freitag, 16.7., 18-21 Uhr (s.t.), Jenny-Aloni-Haus

„Geschichte der Technik muß doch verständlich machen, aus welchen Antrieben die Organisation einer neuen Realität hervorgegangen ist.“ Technik fungiert in den technikphilosophischen Schriften Hans Blumenbergs als Reflexionsbegriff des Verhältnisses Mensch-Welt-Wirklichkeit. Seine Überlegungen zur Möglichkeit einer Geistesgeschichte der Technik lassen zwei ambivalente Stränge erkennen: Die Geschichte der Technik als Menschheitsgeschichte und Menschheitsgeschichte als Geschichte der Technik.
In diesem Workshop soll die Einordnung der Thesen Blumenbergs in einen breiteren Kontext der Technik-philosophie und Wissenschaftsgeschichte geleistet werden.


Textgrundlage:
Hans Blumenberg: „Einige Schwierigkeiten, eine Geistesgeschichte der Technik zu schreiben.“ In: Ders.: Geistesgeschichte der Technik. Mit einem Radiovortrag auf CD. Aus dem Nachlass herausgegeben von Alexander Schmitz und Bernd Stiegler. Frankfurt/Main 2009, S. 7-47.


3) Hans Blumenbergs später Textkosmos - Perspektiven auf den Nachlass
mit Alexander Schmitz (Universität Konstanz/KUP)
Mittwoch, 8.9., 16-19 Uhr (s.t.), Jenny-Aloni-Haus

Das Werk, das Blumenberg vor allem noch gegen Ende seines Lebens verfasst hat, ist von gewaltigen Ausmaßen. Unterschiedlichste Textsorten bilden einen breiten Nachlass, der gerade in den letzten Jahren forciert erschlossen worden ist, längst aber noch nicht vollständig zur Verfügung steht.

Mit Hilfe von Alexander Schmitz – der sich als Herausgeber mehrerer Werke aus der Hinterlassenschaft Blumenbergs hervorgetan hat – wollen wir uns zunächst wichtigen Fragen der Edition bzw. Editionspraxis nähern. Das verschafft uns Eingang in einen schillernden Text- bzw. Theoriekosmos, der von der Glosse bis zum großen (wenn auch gebrochenen) geschichtsphilosophischen Entwurf reicht. Ein zweiter Aspekt des Workshops wird mehr theoretischer Natur sein: Den Ergebnissen der zwei vorherigen Veranstaltungen folgend, gilt es, die „Geistesgeschichte der Technik“ genauer in den Blick zu nehmen – welche Stellung kommt ihr im Nachlass zu? Und: Wie verhält sie sich zu früheren Auseinandersetzungen mit dem Begriff der
Technik?

Textgrundlage:
Hans Blumenberg: Geistesgeschichte der Technik. Mit einem Radiovortrag auf CD. Aus dem Nachlass herausgegeben von Alexander Schmitz und Bernd Stiegler.
Frankfurt/Main 2009, S. 7-47.
Hans Blumenberg - Carl Schmitt. Briefwechsel 1971-1978 und weitere Materialien. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Alexander Schmitz und Marcel Lepper.
Frankfurt/Main 2007.

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.theorie-denken.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortPaderborn
Beginn16.06.2010
Ende16.06.2010
PersonE-Mail: kontakt@theorie-denken.de 
KontaktdatenName/Institution: theorie denken 
E-Mail: kontakt@theorie-denken.de 
Internetadresse: www.theorie-denken.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturtheorie: Klassiker; Literaturtheorie: Themen
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie
Ediert von  H-Germanistik
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