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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Kultur - Wissen - Narration. Perspektiven transdisziplinärer Erzählforschung für die Kulturwissenschaften"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelKultur - Wissen - Narration. Perspektiven transdisziplinärer Erzählforschung für die Kulturwissenschaften
BeschreibungKULTUR – WISSEN – NARRATION. PERSPEKTIVEN TRANSDISZIPLINÄRER ERZÄHLFORSCHUNG FÜR DIE KULTURWISSENSCHAFTEN

Der so genannte »narrativist turn« in den Humanwissenschaften initiierte eine kritische Reflexion der narrativen Konstitution von Kultur(en) und sensibilisierte für die performative und wirklichkeitsstrukturierende Funktion des Erzählens. Die Tagung nimmt die im Zuge dieser narrativen Wende erzielten Ergebnisse der Erzählforschung zum Ausgangspunkt einer kritischen Revision und kulturtheoretischen Weiterentwicklung narratologischer Ansätze.

Meta-Narratologien
Gegenstand dieser Sektion bilden die Wissenschaftsgeschichte(n) der Narratologie(n) und die diese strukturierenden Präsuppositionen und Implikationen im Sinne einer selbstreflexiven Auseinandersetzung mit der narratologischen Theoriebildung und ihrem Methodenrepertoire.

Narrative des Wissens
Im Zentrum dieser Sektion stehen Fragen nach den Formen, Verfahren und Funk¬tionen des Erzählens in den Geistes- und Naturwissenschaften. Neben Positionen der kritischen Meta-Historiographie und der Meta-Ethnographie sollen im Rahmen dieser Sektion vor allem selbstreflexive Perspektiven der Naturwissenschaften auf die narrative Verfasstheit von Wissen präsentiert werden.

Kulturen des Erzählens
Diese Sektion widmet sich der Praxis des Erzählens in der Literatur, der Alltags- und Po¬pulärkultur. Anhand der Untersuchung von Narrativen in ihrer spezifischen (inter)medialen Realisierung sollen Fragen nach der Bedeutung des Erzählens für die De-/Konstruktion von Kultur(en) und Identität(en) ausgelotet werden. Im Unterschied zu den vorherrschenden Tendenzen in der klassischen Erzählforschung soll der Fokus auf den Ambivalenzen und Kontingenzen als zentralen Aspekten von Erzählungen liegen. Dadurch soll eine kulturtheoretische Profilierung narratologischer Ansätze erfolgen, die es erlaubt, jene Aspekte des Erzählens in den Blick zu nehmen, die sich in erzähltheoretischen Ansätzen strukturalistischer Provenienz der Systematisierung und taxonomischen Klassifizierung entziehen.



Mittwoch, 23.6.2010
Festsaal im Meerscheinschlössl (Mozartgasse 3, 8010 Graz)

18:00
Begrüßung
Roberta Maierhofer, Vizerektorin für Internationale Beziehungen
Gernot Kocher, Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät
Michael Walter, Leiter des Zentrums für Kulturwissenschaften

Zur Einführung
Alexandra Strohmaier (Graz)

19:00
Eröffnungsvortrag
Ansgar Nünning (Gießen):
Von der Struktur narrativer Texte zu Kulturen als Erzählgemeinschaften: Bausteine für eine Wissenschaftsgeschichte der Erzähltheorie und Perspektiven der kulturgeschichtlichen Erzählforschung

20:30
Empfang


Donnerstag, 24.6.2010
Sitzungszimmer 15.21 (ReSoWi-Zentrum, Universitätsstraße 15, Bauteil A, 2. OG)

Sektion I: Meta-Narratologien

9:00 bis 10:30

Vera Nünning (Heidelberg):
Erzählen und Identität: Die Bedeutung des Erzählens im Schnittfeld zwischen kulturwissenschaftlicher Narratologie und Psychologie

Jürgen Straub (Bochum):
Kann ich mich selbst erzählen?
Prolegomena zu einer Kulturpsychologie des Homo narrator

10:30 bis 11:00 Kaffeepause

11:00 bis 12:30

Peter Deutschmann (Graz):
Erzählen und ‚Kommunikation‘

Alexandra Strohmaier (Graz):
Von der Pragmatik zur Performativität.
Präliminarien zu einer performativen Narratologie

12:30 bis 14:00 Mittagspause

14:00 bis 15:30

Werner Wolf (Graz) :
Was wäre, wenn wir nicht erzählen könnten?
Metanarrative Reflexionen zur Relevanz des Narrativen und der Narratologie

Brigitte Rath (Innsbruck):
Narratives Verstehen.
Überlegungen zu einem Entwurf eines narrativen Schemas

15:30 bis 16:00 Kaffeepause

16:00 bis 17:30

Karin S. Wozonig (Hamburg):
Nichtlineares Erzählen – die chaostheoretische Literaturwissenschaft und ihre Möglichkeiten

Keyvan Sarkhosh (Wien):
Wanderungen auf Pfaden, die sich verzweigen. Quantenmechanische und relativitätstheoretische Annäherungen an das Problem des ‚Erzählens‘ bei Nicolas Roeg und Jorge Luis Borges

17:30 bis 18:00 Kaffeepause

18:00 bis 19:30

Susanne Hartwig (Passau):
Nicht wahr und nicht erfunden, sondern autobiographisch:
Gratwanderungen lateinamerikanischer Gegenwartsliteratur

Johanna Domokos (Bielefeld/Los Angeles):
Towards a Multicultural Narratology


Sektion II: Narrative des Wissens

Freitag, 25.6.2010
Sitzungszimmer 15.21 (ReSoWi-Zentrum, Universitätsstraße 15, Bauteil A, 2. OG)

9:00 bis 10:30

Beáta Thomka (Pécs):
Die narrative Theologie als Meta-Narratologie

Bettina Rabelhofer (Graz):
Erzählen in der Psychoanalyse

10:30 bis 11:00 Kaffeepause

11:00 bis 13:15

Christian Bachhiesl (Graz):
Erzählte Kriminalgeschichte.
Zur Narrativität kriminologiehistorischer Epistemologie

Hildegard Kernmayer (Berlin/Graz):
Narrative der Wahrnehmung. Rhetorische Strategien und narrative Verfahren philosophischer, naturwissenschaftlicher und literarischer Wissensordnungen

Elisabeth Pernkopf (Graz):
„Die Natur ist eine Fabel.“
Narrative für die Naturwissenschaften

13:15 bis 14:30 Mittagspause

Sektion III: Kulturen des Erzählens

14:30 bis 16:00

Irmtraud Fischer (Graz):
„…du sollst sie deinen Kindern wiederholen…“ (Dtn 6,7):
Das ganze Alte Testament ist „Erzählung“

Carmen Götz (Bochum/Düsseldorf):
Die Funktion der Textsorte „Anekdote“ für die Neuordnung kultureller Praxis im 18. Jahrhundert

16:00 bis 16:30 Kaffeepause

16:30 bis 18:00

Natascha Ueckmann (Bremen):
Koloniale Sklaverei und Narrativität: Die Plantage erzählen

Burkhard Meyer-Sickendiek (Berlin):
Die Entdeckung des Grübelns.
Eine These zur Krise des Erzählens in der Moderne


Samstag, 26.6.2010
Sitzungszimmer 15.21 (ReSoWi-Zentrum, Universitätsstraße 15, Bauteil A, 2. OG)

9:00 bis 10:30

Thomas Thiemeyer (Marbach a. N./Tübingen):
Simultane Narration – Erzählen im Museum

Jörn Wendland (Köln):
Möglichkeiten und Grenzen der Narration. Bilderzählungen von Häftlingen aus nationalsozialistischen Zwangslagern

10:30 bis 11:00 Kaffeepause

11:00 bis 13:15

Klara Löffler (Wien):
Bei Gelegenheit. Ethnographien biographischen Erzählens

Eva Kernbauer (Bern):
Bildkritik, Selbstreflexion und andere Narrative der Gegenwartskunst

Susanne Kaiser (Berlin):
Der erzählende Körper – Körpersprache als narrative Strategie in der postkolonialen Literatur franko-maghrebinischer AutorInnen


Kontakt:
Strohmaier, Alexandra [Dr.] + Brunnhofer, Regina [Mag.]
E-mail: alexandra.strohmaier@uni-graz.at + regina.brunnhofer@uni-graz.at
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.kulturwissenschaften.at
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortGraz
Beginn23.06.2010
Ende26.06.2010
PersonName: Strohmaier, Alexandra [Dr.] + Brunnhofer, Regina [Mag.] 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: alexandra.strohmaier@uni-graz.at + regina.brunnhofer@uni-graz.at 
KontaktdatenName/Institution: Universität Graz - Zentrum für Kulturwissenschaften  
Strasse/Postfach: Mozartgasse 3 /OG 
Postleitzahl: A-8010 
Stadt: Graz  
Telefon: + 43 316 380-8090 
E-Mail: alexandra.strohmaier@uni-graz.at 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeErzähltheorie
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik > 03.08.01 Studien
Ediert von  H-Germanistik
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