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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "„Der Zweck der Werke“. Theoretische Grundlagen und historische Anwendungsfelder der literaturwissenschaftlichen Pragmatik"
RessourcentypVerschiedenes (Workshops, Sommerschulen u.a.)
Titel„Der Zweck der Werke“. Theoretische Grundlagen und historische Anwendungsfelder der literaturwissenschaftlichen Pragmatik
Beschreibung„Der Zweck der Werke“
Theoretische Grundlagen und historische Anwendungsfelder der literaturwissenschaftlichen Pragmatik

Internationale Germanistische Meisterklasse
gefördert vom DAAD
Palais Boiserée, 25. Juli bis 6. August 2010

Die Untersuchung der pragmatischen Relation literarischer Texte, ihres Handlungscharakters, zählt zu den Kernaufgaben systematischer und historischer Literaturwissenschaft. Noch der Befund, dass ein hermetisches Gedicht sich zweckfrei oder selbstzweckhaft verschließe, ein klar umrissenes Bedeutungsangebot und mit diesem eine kommunikativ eindeutige Stellungnahme zur außerliterarischen Wirklichkeit verweigere, bewegt sich in einem handlungstheoretischen Bezugsrahmen. Kategorien der Pragmatik sind daher literaturwissenschaftlich unabdingbar. Verglichen mit den sprechakttheoretisch so genannten illokutionären Rollen einfacher sprachlicher Äußerungen wie sie uns in Gestalt von Behauptungen, Fragen, Versprechen oder Aufforderungen alltäglich begegnen, ist die pragmatische Relation literarischer Texte allerdings ungleich voraussetzungsreicher und komplexer beschaffen. Die literaturwissenschaftliche Pragmatik sieht sich dementsprechend vor weiter ausgreifende Theorieprobleme gestellt als ihre linguistische Schwesterdisziplin, mit deren Systematisierungsangeboten sie freilich ebenso in einen fruchtbaren Dialog treten sollte wie sie sich des begrifflichen Horizonts der philosophischen Handlungstheorie zu versichern hat. In systematischer Hinsicht ist die Pragmatik im Schnittpunkt der Probleme der Gattungstheorie, der Produktions- und der Rezeptionsästhetik angesiedelt: Inwiefern definieren Gattungsregeln den Handlungscharakter eines literarischen Textes? Inwiefern wird er durch Autorabsichten festgelegt? Inwiefern sind es allererst die Kontexte und Kontingenzen der Rezeptionsgeschichte, in denen sich der Zweck der Werke bildet und umbildet?

Die Heidelberger Meisterklasse thematisiert die theoretisch-methodologischen Grundlagen und paradigmatische Anwendungsfelder der literaturwissenschaftlichen Pragmatik. Sie richtet sich an den hoch qualifizierten internationalen Nachwuchs. 20 Doktorandinnen und Doktoranden aus der ganzen Welt arbeiten zwei Wochen lang mit renommierten Dozentinnen und Dozenten aus Deutschland, Frankreich und den USA zusammen. Neben einem exzellenten Lehrangebot und vertiefenden Workshops zum Thema (siehe Programm) gewährleistet die Meisterklasse die individuelle Betreuung aller Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer in eigens eingerichteten Sprechstunden der Dozentinnen und Dozenten. Während ihres Aufenthalts in Heidelberg stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern individuelle Arbeitsplätze in der Bibliothek des Germanistischen Seminars (Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9.00-20.45 Uhr, Sa. 10.00-17.45 Uhr) sowie die Benutzung der (auch sonntags geöffneten) Universitätsbibliothek zur Verfügung. Ein kulturelles und literarisches Rahmenprogramm, dessen Inhalte und Termine auf das Seminarangebot der Meisterklasse abgestimmt sind, wird den Aufenthalt in Heidelberg nicht allein zu einer Zeit des literaturwissen-schaftlichen Erkenntnisgewinns, sondern auch zu einem eindrücklichen Bildungserlebnis machen.
Die Meisterklasse ist ein gemeinsames Projekt des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg [www.gs.uni-hd.de] und des DAAD [www.daad.de].


Bewerbungsanforderungen und Förderungsumfang
Voraussetzung für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Magister, Staatsexamen, Master oder ein vergleichbares Examen) und die aktuelle Arbeit an einem Dissertationsprojekt.

Die Bewerbung kann auf dem Postweg oder per E-Mail erfolgen. Dem Bewerbungsschreiben selbst müssen ein Lebenslauf, Zeugnisse, ein Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers und/oder eines DAAD-Lektors sowie ein maximal vierseitiges Exposé zum Dissertationsprojekt beiliegen. In letzterem sollte auch dargelegt werden, inwiefern das Dissertationsprojekt sich auf die Thematik der Heidelberger Meisterklasse bezieht.

Die Auswahl nimmt ein Gremium aus Dozenten der Meisterklasse in Absprache mit dem DAAD vor. Für bis zu 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ausland werden länderspezifische Reisekosten nach den Pauschalen des DAAD gezahlt sowie ein Stipendium als Pauschale für die Lebenshaltung und Unterbringung in Höhe von 250 Euro pro Person und Woche. Die Kursgebühr der Meisterklasse übernimmt der DAAD für die ausländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland zahlen einen Unkostenbeitrag von 100 Euro. Für die preisgünstige Unterbringung in Heidelberg sind Zimmer in einem zentral gelegenen Jugendhotel vorreserviert. Die endgültige Buchung ist von den ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst vorzunehmen: www.hostelheidelberg.de


Bewerbungen bis zum 28. Mai 2010 (Posteingang):
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg
Kennwort: Meisterklasse
Hauptstraße 207-209
D-69117 Heidelberg, Deutschland
Kontakt: ines.troch@gs.uni-heidelberg.de


Stipendiatenauswahl
Prof. Dr. Helmuth Kiesel, Universität Heidelberg (Vorsitz)
Dr. Carsten Dutt, Universität Heidelberg
Direktor Dr. Bernhard Fischer, Goethe- und Schiller-Archiv Weimar (extern)
Prof. Dr. Mark W. Roche, University of Notre Dame (extern)

Programm der Meisterklasse
Siehe die detaillierte Programmübersicht auf der Homepage des Germanistischen Seminars.
Jedes Seminar der Meisterklasse wird durch einen ca. 20-25-minütigen Vortrag der Dozentin bzw. des Dozenten eingeleitet, woran sich Statements und Diskussionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließen. Grundlage der einleitenden Vorträge und der Seminararbeit im Plenum sind jeweils zwei theoretische und/oder literarische Texte, die den ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Form eines Readers zur Verfügung gestellt werden (vorab als PDF-Datei). Die Seminare der Meisterklasse werden durch eine Vorstellungsrunde und zwei Workshops ergänzt, in denen die teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden Gelegenheit haben, das Rahmenthema und die Ergebnisse der einzelnen Lehrveranstaltungen in Einzel- und/oder Gruppenreferaten mit den konkreten Fragestellungen und Problemen ihrer Dissertationsprojekte zu vermitteln. Die Absolventen der Meisterklasse erhalten eine Bescheinigung über ihre Teilnahme und ihre im Rahmen der Seminare und Workshops erbrachten Leistungen.



Leitung

Prof. Dr. Helmuth Kiesel
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

Dr. Carsten Dutt
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg


Dozentinnen und Dozenten

Prof. Dr. Elisabeth Décultot
École Normale Supérieure, Paris

Dr. Bernhard Fischer
Goethe- und Schiller-Archiv Weimar

Prof. Dr. Fritz Peter Knapp
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

Dr. Sandra Kluwe
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

Dr. Marcus Müller
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Wolfram Pyta
Historisches Seminar der Universität Stuttgart

Prof. Dr. Mark W. Roche
Department of German, University of Notre Dame

Dr. Christian Schneider
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Karlheinz Stierle
Fachbereich Literaturwissenschaft der Universität Konstanz

Prof. Dr. Dieter Teichert
Fachbereich Philosophie der Universität Konstanz






Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.05.2010
Beginn25.07.2010
Ende06.08.2010
PersonName: Dr. Carsten Dutt 
Funktion: Akademischer Rat / Koordinator der Meisterklasse 
E-Mail: carsten.dutt@gs.uni-heidelberg.de 
KontaktdatenName/Institution: Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg 
Strasse/Postfach: Hauptstsraße 207-209 
Postleitzahl: 69117 
Stadt: Heidelberg 
Telefon: 06221-543205 oder 543223 
Fax: 06221-543249 
E-Mail: sekretairat@gs.uni-heidelberg.de 
Internetadresse: http://www.gs.uni-heidelberg.de/ 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeArbeitstechniken, Einführungen; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur 1150 - 1300; Literatur 1580 - 1700; Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830; Literatur 1830 - 1880; Literatur 1880 - 1945; Literaturtheorie: Themen; Medien- u. Kommunikationstheorie; Rhetorik
Klassifikation03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.04.00 Methodik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.06.00 Literaturtheorie; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.07.00 Ästhetik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.12.00 Interpretation. Hermeneutik
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