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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Männer und Gefühle – Männlichkeit und Emotionen"
RessourcentypCall for Papers
TitelMänner und Gefühle – Männlichkeit und Emotionen
BeschreibungAkademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Tagungszentrum Hohenheim

Das Thema der siebenten Tagung lautet "Männer und Gefühle – Männlichkeit und Emotionen". In den vergangenen Jahren sind Emotionen in den verschiedensten Fachdisziplinen zu einem wichtigen Gegenstand der Forschung geworden. Zentral ist die Annahme, dass Gefühle zwar eine physiologische Fundierung haben, aber zugleich soziokulturelle Phänomene sind und deshalb auch erheblichem historischen Wandel unterliegen. Jede Kultur entwickelt eine eigene Gewichtung und Aufteilung von Emotionen in legitime und illegitime und konstituiert spezielle Gefühlsregeln, die als Grundlage für die Gefühlsarbeit (Hochschild) der Individuen angesehen werden können und in sozialen Interaktionen realisiert werden. In der Forschung lassen sich aktuell zwei Hauptarbeitsfelder unterscheiden: die Analyse der kulturellen Codierung der Emotionen und die Erforschung ihrer Realisation in spezifischen sozialen Kontexten.

Bedeutsam für den Zusammenhang von Geschlecht und Emotionen ist zunächst die mit Geschlecht konnotierte Geschichte des Emotionsbegriffs. In modernen Gesellschaften konstituierte sich auf der diskursiven Ebene eine Verknüpfung von Weiblichkeit mit Emotionalität sowie von Männlichkeit mit Rationalität. Diese Codierung führte auch dazu, dass männliche Gefühle in der Forschung lange Zeit ausgeblendet oder aber negativ thematisiert wurden etwa als Disziplinierung, Unterdrückung oder verhängnisvolle Entfesselung (vgl. dazu den angekündigten Sammelband „Die Präsenz der Gefühle. Männlichkeit und Emotionen in der Moderne“ von Manuel Borutta und Nina Verheyen). Es ist Anliegen unserer Tagung diese kulturelle Codierung kritisch aufzuarbeiten. Aus unserer Perspektive ist die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen in die soziale Konstruktion von Männlichkeit verwoben.

Ausgehend von diesen Vorannahmen sind Beiträge über alle Epochen und aus den genannten Disziplinen sowie Nachbardisziplinen erwünscht, die sich mit dem Verhältnis von Männlichkeit und Emotionen auseinandersetzen. Die Palette reicht von den besser untersuchten Gefühlen wie Liebe, Zorn, Scham, Schuld, Eifersucht, Schmerz und Trauer bis zu den bisher weniger beachteten wie Stolz, Hoffnung, Neid, Missgunst, Einsamkeit und Hass. Denkbar sind Rekonstruktionen der kulturellen Fundierung von Emotionen, aber auch ganz konkrete Kontextanalysen, aus denen sich die eigensinnige Umsetzung kultureller Gefühlsregeln bestimmen lässt. Welche Bedeutung kommt in diesen Prozessen dem Körper zu? Und weiterführend: Wie motivieren Emotionen Handlungen? Wir bitten um Vorschläge für Einzelvorträge oder Sektionen (2 Stunden mit mehreren Vorträgen). Diese können z. B. thematisch, disziplinär und epochenspezifisch angelegt sein. Berichte über "work in progress" sind ausdrücklich willkommen.

Die ausgewählten Beiträge werden im Netz auf der Website des AIM GENDER veröffentlicht. Das erlaubt allen Teilnehmenden, sich die Papiere vorab durchzulesen. Während der Tagung werden nur noch Kurzpräsentationen von 8 Minuten gehalten, um so mehr Zeit für eine intensivere Diskussion zu lassen.

Tagungssprache ist Deutsch. Papiere und Vorträge können aber auch in englischer Sprache vorgelegt bzw. gehalten werden.

Eine Finanzierung kann nicht übernommen werden.

Wir laden ein, Abstracts (höchstens eine Seite, max. 1800 Zeichen) für ein Papier bis zum 15. September an die E-Mail-Adresse aim-gender@gmx.net zu schicken. Das Abstract muss Name, Fachrichtung, Position und E-Mail-Adresse des oder der Vorschlagenden und einen Vortragstitel enthalten. Die Problemstellung und die benutzten Materialien sollten klar herausgearbeitet werden. Aus diesen Abstracts wird das Programm zusammengestellt. Spätestens am 4. Oktober werden Sie informiert, ob Ihr Vorschlag für das Programm angenommen worden ist.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Dinges, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung
Straußweg 17I
70184 Stuttgart
Tel.: (+49) 0711-4608 4167
Fax: (+49) 0711-4608 4181
E-mail: martin.dinges@igm-bosch.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortHohenheim
Bewerbungsschluss15.09.2010
Beginn09.12.2010
Ende11.12.2010
PersonName: Dinges, Martin [Prof. Dr.] 
Funktion: Einladender 
E-Mail: martin.dinges@igm-bosch.de 
Name: Ründa, Erik [M.A.] 
Funktion: Einladender 
Name: Bauer, Dieter [Dr. h.c.] 
Funktion: Einladender 
Name: Meuser, Michael [Prof. Dr.] 
Funktion: Einladender 
Name: Scholz, Sylka [PD Dr.] 
Funktion: Einladender 
Name: Prof. Dr. Toni Tholen, Toni [Prof. Dr.] 
Funktion: Einladender 
Name: Hopfensitz, Kerstin [M.A.] 
Funktion: Referatsassistentin; Organisation; Anmeldung 
E-Mail: Hopfensitz@akademie-rs.de 
KontaktdatenName/Institution: AIM Gender; Kontakt: Prof. Dr. Martin Dinges, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung 
Strasse/Postfach: Straußweg 17I 
Postleitzahl: 70184 
Stadt: Stuttgart 
Telefon: (+49) 0711-4608 4167 
Fax: (+49) 0711-4608 4181 
E-Mail: martin.dinges@igm-bosch.de 
Internetadresse: http://www.fk12.tu-dortmund.de/cms/ISO/de/arbeitsbereiche/soziologie_der_geschlechterverhaeltnisse/AIM_Gender/index.html 
Name/Institution: Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Referat Geschichte 
Strasse/Postfach: Im Schellenkönig 61 
Postleitzahl: 70184 
Stadt: Stuttgart  
Telefon: +49 711 164 0752 
Fax: +49 711 1640-852 
E-Mail: Hopfensitz@akademie-rs.de 
Internetadresse: http://www.akademie-rs.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteraturwissenschaft; Genderforschung; Literatursoziologie
Zusätzliches SuchwortMännlichkeit; Emotionen
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/14128

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