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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Griechische Tragödie heute. Interferenzen zwischen antikem und zeitgenössischem Theater"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelGriechische Tragödie heute. Interferenzen zwischen antikem und zeitgenössischem Theater
BeschreibungGRIECHISCHE TRAGÖDIE HEUTE
Interferenzen zwischen antikem und zeitgenössischem Theater -
Aufführungen, Vorträge, Diskussionen

2.-4. März 2007 in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin

Die Antike galt in der europäischen Kulturgeschichte immer wieder als Vorbild, Norm oder Utopie. Sie wurde als Inbegriff des Schönen idealisiert oder faszinierte als düstere, archaische Gegenwelt. Indem die europäischen Wissenschaftler und Künstler ihre Antike in wechselnden Ausformungen neu erfanden, modellierten sie zugleich neue Bilder und Konzepte von sich selbst und ihrem Ursprung.

Diese kulturelle Modellfunktion der Antike hat sich in der pluralisierten Medien- und Wissensgesellschaft unserer Zeit zunehmend aufgelöst. Doch während seit den 1960er Jahren die Verbreitung der alten Sprachen und der klassischen Bildung über die Antike abnimmt, lässt sich nicht nur im europäischen Theater sondern auch international ein verstärktes Interesse für die griechische Tragödie beobachten. Gerade in den letzten Jahrzehnten haben Aufführungen griechischer Tragödien dazu beigetragen, das Theater ästhetisch zu verändern und gesellschaftliche Energien freizusetzen. Antike Konzepte wie der Chor oder das Tragische, aber auch die mythologischen Narrative der Antike tauchen auf neue Weise wieder auf.

Wie hat sich der Bezug auf die Anfänge des abendländischen Theaters im Kontext der politischen, kulturellen und ästhetischen Entwicklungen unserer Zeit verändert? Worin liegen die Ursachen für das neue Interesse an der griechischen Tragödie, den antiken Theaterformen und Mythen? Welche Relevanz und welche Potentiale haben Aufführungen griechischer Tragödien heute?

Das Programm bietet auch sämtliche Aufführungen des Antike-Schwerpunkts des Deutschen Theaters.

Veranstalter: Sonderforschungsbereich „Transformationen der Antike“, Forschungsverbund „Theater und Fest in Europa“ der FU Berlin, Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Deutsches Theater Berlin

Konzeption: Erika Fischer-Lichte, Matthias Dreyer, Bernd Stegemann


02. März 2007

19:30
Aufführung „DIE PERSER“ im Deutschen Theater (Regie: Dimiter Gotscheff)

20:30
Aufführung „MAMMA MEDEA“ in der Box des DT


03. März 2007

11:00 – 17:30
Erster Konferenztag

11:00
Begrüßung durch Bernd Wilms (Intendant des Deutschen Theaters) und Erika Fischer-Lichte (Institut für Theaterwissenschaft, FU Berlin)

11:15
Oliver Taplin [Oxford]: Die visuelle „Übersetzung“ der antiken griechischen Tragödie

12:15
Susanne Gödde [Berlin]: Böcke, Satyrn, wilde Männer: Ursprungsmythen des Theaters

13:15
MIttagspause

14:15
Bernd Stegemann [Berlin]: Tragödie der Kontingenz – ein modernes Missverständnis

15:15
Anton Bierl [Basel]: Das Politische in der griechischen Tragödie – „Die Perser“ als theatraler
Diskurs zwischen dem Selbst und dem Anderen

16:15
Kaffeepause

16:30
Michael Jaeger [Berlin]: Das Haupt der Gorgone – „Die Orestie“ und das Drama der Revolution

19:00
AUFFÜHRUNG „ODYSSEUS IN FOLGEN #1-3“ in der Box des DT

20:00
AUFFÜHRUNG „MEDEA“ im Deutschen Theater (Regie: Barbara Frey)

22:00
Podiumsgespräch: Griechische Tragödie inszenieren - Mit den Regisseuren Barbara Frey, Dimiter Gotscheff und Michael Thalheimer – Moderation: Barbara Burckhardt (Theater Heute)


04. März 2007

11:30 – 16:30
Zweiter Konferenztag

11:30
Erika Fischer-Lichte [Berlin]: Berliner Antikenprojekte

12:30
Platon Mavromoustakos [Athen]: Die „Orestie“ auf der Bühne – Marksteine einer europäischen Aufführungsgeschichte

13:30
Mittagspause

14:30
Matthias Dreyer [Berlin]: Kulturelles Gedächtnis und Aktualität – „Die Perser“ im Theater der Gegenwart

15:30
Edith Hall [London]: Mord und Theatergeschichte: Medeas Geisteszustand und das Strafrecht


19:00
Aufführung „DIE ORESTIE“ im Deutschen Theater (Regie: Michael Thalheimer)


Veranstaltungsort:
Deutsches Theater
Schumannstraße 13a
10117 Berlin
Zentrale
Tel.: +49 (0)30-284410
Web: http://www.deutsches-theater.berlin.net/

Kontakt:
Matthias Dreyer
Sfb „Transformationen der Antike“
Grunewaldstr. 35
D - 12165 Berlin
Tel. +49-30-838 50386
Fax +49-30-838 50319
Email: mdreyer@zedat.fu-berlin.de

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
VeranstaltungsortBerlin
Beginn02.03.2007
Ende04.03.2007
PersonName: Dreyer, Mathias 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: mdreyer@zedat.fu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Sonderforschungsbereich 644 "Transformationen der Antike" 
Strasse/Postfach: Grunewaldstraße 35 
Postleitzahl: 12165 
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30-83850386 
Fax: +49 (0)30-83850319 
E-Mail: mdreyer@zedat.fu-berlin.de 
Internetadresse: http://www.sfb-antike.de/ 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft); Theater (Aufführungspraxis)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.05.00 Antike und abendländische Literatur; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.02 Drama
Ediert von  H-Germanistik
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