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Ergebnisanzeige "Symposion Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelSymposion Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte
BeschreibungSymposion Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte

15.-16. April 2010
Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien


Das gegenwärtige Konzept von frauenspezifischer
bzw. feministischer Biografieforschung begreift sich
als ein offenes Programm, das vielfältige Anknüpfungspunkte
zu aktuellen theoretischen Diskussionen
in der Geschlechterforschung aufweist.
Widmete sich die Biografieforschung mit wenigen
Ausnahmen politisch, künstlerisch oder in anderen
Lebensbereichen herausragenden Einzelpersönlichkeiten,
so wendet sie sich nun vermehrt auch
größeren Gruppierungen sowie unauffälligen, aber
exemplarisch als wertvoll erachteten Fallstudien und
Lebensläufen zu. Die Rekonstruktion und Analyse
von Lebensläufen und Sinnkonstruktionen – oftmals
auf der Basis biografischer Erzählungen oder
persönlicher Dokumente – verflicht individuelle
Erfahrung und gesellschaftliche Bedingtheit. Geschlechtssensible
Interpretationen fokussieren dabei
das grundsätzliche Problem der Differenz zwischen
der „tatsächlichen“ (historisch überlieferten), der
erlebten und der erzählten Lebensgeschichte.
Die Frauenbiografieforschung stellt auf Grund ihres
komplexen Forschungsansatzes und durch die sich
daraus ergebenden disparaten Ergebnisse seit
Längerem ein wichtiges Korrektiv zu bislang gültigen
wissenschaftlichen Einschätzungen von biografischen
Verläufen und von Epochen dar. Die These,
dass Geschlecht biografisch konstruiert ist, stellt
nicht nur eine Weiterentwicklung feministischer
Theorie zur sozialen Konstruktion von Geschlecht
dar, sondern zeigt auf vielen Ebenen eine politische
und gesellschaftsverändernde Wirkung.


DONNERSTAG, 15. APRIL 2010

9.00 Uhr:
Eröffnung: Susanne Blumesberger, Ilse Korotin

9.30 Uhr:
Patricia Tesch (Bochum):
Hadwig von Schwaben – War die Herzogin eine Frau?

10.00 Uhr:
Michaela Bill-Mrziglod (Saarbrücken):
Geschlecht als Thema katholischer Leichenpredigten
des 17. Jahrhunderts

11.00 Uhr:
Gesa Finke (Oldenburg):
Arbeit am Gedächtnis
Die Komponistenwitwe als Nachlassverwalterin

11.30 Uhr:
Sarolta Lipóczi (Kecskemét):
Theresia Brunswick (1775-1861) als Begründerin des
ersten Kindergartens in der Habsburger Monarchie in
Buda (1828)

Mittagspause

14.00 Uhr:
Eberhard Demm (Lyon, Koszalin):
Else Jaffé von Richthofen
Methodologische Probleme einer Frauenbiographie

14.30 Uhr:
Marion Röwekamp (Harvard):
Die Biographie der Juristin Marie Munk (1885-1978)
als empirisch-theoretische Studie zu Gender, Recht
und Biographie

15.30 Uhr:
Hadwig Kraeutler (Wien):
Die Forschung zu Leben und Wirken der Museologin
Alma S. Wittlin (1899-1990)

16.00 Uhr:
Wulfhard Stahl (Bern):
Wanda von Sacher-Masoch (1845-1933?):
Annäherung an eine bekannte Unbekannte

19.00-20.00 Uhr:
Präsentationen von Projekten und Datenbanken
Katia Frey, Eliana Perotti (Zürich):
A feminine theory of urban design (18th-21th
centuries)
Sarah Guddat, Sabine Hastedt (Bremen):
Geschlecht im Fokus. Literatur als Schnittstelle von
Autorinnenbiografie, Werk und sozialen Verhältnissen
Petra Unger (Wien):
Frauenspuren in Wien
Frauenstadtgeschichtsforschung und -vermittlung in
Wien


FREITAG, 16. APRIL 2010

9.00 Uhr:
Susanne Blumesberger, Ilse Korotin
Zwischenbilanz

9.30 Uhr:
Rebekka Denz (Bamberg):
Die Biografik der Lubliner Bundistin Bela Shapiro
(1891-1943/44?)

10.00 Uhr:
Ursula Schneider, Annette Steinsiek (Innsbruck):
Zur biographischen Konstruktion des Verhältnisses
von „Werk“ und „Leben“ am Beispiel der
Schriftstellerin Christine Lavant (1915-1973)

11.00 Uhr:
Karin Herrmann (Aachen):
Frauen. Leben. Schreiben.
Marlene Streeruwitz’ Roman „Nachwelt“ als kritischer
Versuch über die Biografie

11.30 Uhr:
Monika Ankele (Wien):
„Denn ich habe ja doch noch mich selber“ – Von den
Möglichkeiten praxistheoretischer Ansätze für die
Frauenbiografieforschung

Mittagspause

14.00 Uhr:
Wolfgang Gippert (Köln):
Frauenreiseschriften als kultur- und
bildungshistorische Quellen

14.30 Uhr:
Heide Inhetveen (Göttingen), Mathilde Schmitt
(Innsbruck), Ira Spieker (Dresden):
Vom Einzelporträt zur Kollektivbiographie
Pionierinnen des ökologischen Landbaus

15.30 Uhr:
Sonja Niehaus (Berlin, Wien):
Ella G.: eine genderspezifische Untersuchung der
Biografie einer jüdischen Holocaust-Überlebenden im
Rahmen eines Oral History-Projekts über
Antisemitismus in NS-Deutschland

16.00 Uhr:
Ute Luise Fischer (Dortmund):
Fallrekonstruktionen zur Biografie- und
Gesellschaftsanalyse

16.30 Uhr:
Schlussdiskussion


Susanne Blumesberger, Korrdinatorin, susanne.blumesberger@univie.ac.at
Ilse Korotin, Koordinatorin, ilse.korotin@univie.ac.at

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.univie.ac.at/biografiA/frauenbiografietagung_folder.pdf
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortWien
Beginn15.04.2010
Ende16.04.2010
PersonName: Susanne Blumesberger 
Funktion: Korrdinatorin 
E-Mail: susanne.blumesberger@univie.ac.at 
Name: Ilse Korotin 
Funktion: Koordinatorin 
E-Mail: ilse.korotin@univie.ac.at 
KontaktdatenName/Institution: Institut für Wissenschaft und Kunst 
Strasse/Postfach: Berggasse 17 
Postleitzahl: 1090  
Stadt: Wien 
Telefon: 01 317 43 42 
Internetadresse: www.univie.ac.at/iwk 
LandÖsterreich
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeLiteratur- u. Kulturgeschichte
Klassifikation05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.06 Frauenliteratur
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/13230

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