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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Welche Rolle spielen die Universitäten?"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelWissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Welche Rolle spielen die Universitäten?
BeschreibungInterdisziplinäres Symposium: Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Welche Rolle spielen die Universitäten?

Berlin, 12.-13.04.2007

Veranstaltungsort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)
Jägerstraße 22/23 (Eingang Markgrafenstraße 38)
10117 Berlin


Seit einigen Jahren entwickelt sich das Feld der Wissenschaftskommunikation zu einer boomenden Wachstumsbranche. Fernsehsender präsentieren Wissenschaftsmagazine zur besten Sendezeit, Wissenschaftsseiten sind inzwischen eine feste Rubrik der Tagespresse, im Radio kommen regelmäßig Experten in eigenen Sendungen zu Wort. Bundesweit, aber auch EU-übergreifend werden Wissenschaftsjahre ausgerufen, großzügige Förderprogramme eingerichtet, Konferenzen und Wissenschaftsfestivals wie das European Science Open Forum veranstaltet und gut dotierte Preise für erfolgreiche Wissenschafts­kommunikation verliehen. Internationale Großevents wie z.B. zum Einsteinjahr 2005 erhalten Fördergelder in bisher ungekanntem Ausmaß, wobei aufwendige Marketingkampagnen die Aktivitäten begleiten.
Auch die Universitäten reagieren auf das zunehmende öffentliche Interesse an wissenschaftlichen Themen. Seit 2000 informiert die Lange Nacht der Wissenschaften erfolgreich über aktuelle Forschung. Die Kinder-Uni lockt seit 2002 wissbegierigen Nachwuchs in die Alma Mater, Schülerlabore wurden eingerichtet. Darüber hinaus werden praxisorientierte Studiengänge oder Kurse zu Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsjournalismus oder Wissenschaftsmarketing angeboten, die Wissenschaftlern ein neues Betätigungsfeld als Vermittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit erschließen sollen.
Zugrunde liegender Konsens bei all diesen Aktivitäten ist, dass der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft intensiviert und gefördert werden soll. Die Prognose eines akademischen Nachwuchsmangels durch die OECD sowie der steigende Konkurrenzdruck zwischen den Forschungseinrichtungen im Wettbewerb um knapper werdende finanzielle Ressourcen verhelfen dem klassischen Konzept des "Public Understanding of Science" zu neuer gesellschaftlicher Relevanz.
Ziel des interdisziplinären Symposiums ist es, einen Einblick in das in Deutschland prosperierende Gebiet der Wissenschaftskommunikation zu gewinnen und eine Bilanz zu ziehen auf der Grundlage der letzten sieben Jahre seit Einführung des PUSH-Programms 1999 durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Gründung der gGmbH Wissenschaft im Dialog.
Das weite Feld der Wissenschaftskommunikation soll durch Fragen nach Motivation und Zielsetzung der Institutionen und Akteure, Inhalte und Formate der Aktivitäten sowie nach Formen der Kommunikation diskutiert werden.
Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf der Rolle der Universitäten und deren Bedarf an öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten. Gefragt wird nach der Relevanz von Wissenschaftskommunikation für die Universitäten, nach bisherigen Projekten und Erfahrungswerten, geeigneten Strategien sowie nach den Möglichkeiten, den Dialog mit der Gesellschaft zu intensivieren. Eingeladen sind Referentinnen und Referenten, die sowohl theoretisch als auch praktisch auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation tätig sind.


DONNERSTAG, 12. April 2007

ab 9:30
Registrierung

10:30–11:30
Begrüßung und Ansprache
Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Volker Meyer-Guckel, Stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft
Dr. Annette Schavan, MDB, Bundesministerin für Bildung und Forschung (angefragt)

11:30–12:15
Eröffnungsvortrag: Wissenschaft im Dialog – Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Eine Bilanz
Prof. Dr. Gerold Wefer, Lenkungsausschuss Wissenschaft im Dialog (WiD)

12:15–13:15
Mittagsimbiss

13:30–15:30
Plenum I - Wissenschaftskommunikation an Universitäten
Moderation: Anita Hermannstädter, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin

Flaschenpost vom Professor. Hochschulkommunikation im Nachrichtenmeer
Dr. Andreas Archut, AG Hochschulpressestellen in Deutschland

Wie erfolgversprechend kommunizieren Geisteswissenschaftler?
Prof. Dr. Jochen Hörisch, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und qualitative Medienanalyse, Universität Mannheim

Welche Formate eignen sich für eine Wissenschaftskommunikation der Universitäten? Nebenwirkungen der Eventisierung von Wissenschaft?
Prof. Dr. Ulrike Felt, Institut für Wissenschaftsforschung, Universität Wien

Erreicht die Wissenschaftskommunikation das, was sie soll?
Prof. Dr. Peter Weingart, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung, Universität Bielefeld

Anschließend Podiumsdiskussion

15:30–16:00
Kaffeepause

16:00–18:00
Plenum II - Zielgruppen und Formate: Praxisberichte zur Wissenschaftskommunikation an Hochschulen
Moderation: Dr. Herbert Münder, Wissenschaft im Dialog

Epidemie Kinder-Uni: Was bringt sie wirklich?
Michael Seifert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Eberhard Karls Universität Tübingen

Gelegenheit schafft Ingenieure – Das Schülerlabor der TU Hamburg-Harburg
Prof. Dr. Wolfgang Mackens, Institut für Numerische Simulation, Technische Universität Hamburg-Harburg

Auf Leben und Tod. Ausstellen im Berliner Medizinhistorischen Museum
Prof. Dr. Thomas Schnalke, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité

Podiumsdiskussion mit Kommentar
Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Mathematikum, Mathematisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

19:30–21:00
Öffentliche Abendveranstaltung
„What Makes Us Human"
Dokumentarfilm 2006 mit Diskussion
Armand Marie Leroi Ph.D., Department of Biological Sciences, Imperial College London
Moderation: Prof. Dr. Jochen Brüning, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik Humboldt-Universität zu Berlin


FREITAG, 13. April 2007

Parallele Sektionen

9:00–11:15
Sektion 1: Wie bringt man Wissenschaft in die Medien?
Moderation: Christine Schniedermann, Humboldt-Universität zu Berlin

Nicht jammern, sondern verstehen und nutzen!
Dr. Andrew Moore, European Molecular Biology Organization (EMBO), Heidelberg

Was kommt durch den Trichter? Wissenschaft in der Tageszeitung
Lilo Berg, Wissenschaftsressort der Berliner Zeitung

Wenn die Bilder laufen - Wissenschaft im Fernsehen
Christiane Götz-Sobel, ZDF, Wissenschafts-Pressekonferenz

Podiumsdiskussion mit Kommentar
Prof. Dr. Joachim Treusch, International University Bremen

9:00–11:15
Sektion 2: Wie wird man Wissenschaftskommunikator?
Moderation: Dr. Ekkehard Winter, Deutsche Telekom-Stiftung, Bonn

Der Studiengang Master of Science Communication and Marketing
Dr. Wolfgang Merten, Servicegesellschaft der Technischen Universität Berlin

Skills, Reflexion, Netzwerk. Der Wiener Universitätslehrgang für Wissenschaftskommunikation
Dr. Oliver Hochadel, Sci Media: Universitätslehrgang für Wissenschaftskommunikation, Wien

Videos und Co: Wie lernt man, über das Web multimedial zu kommunizieren?
Volker Lange, Wisskomm e.V., Berlin

Podiumsdiskussion mit Kommentar
Alexander Martos, Science Communication, Büro für Wissenschaftskommunikation, Wien

9:00–11:15
Sektion 3: Welchen Beitrag können Universitätssammlungen zur Wissenschaftskommunikation leisten?
Moderation: Dr. Cornelia Weber, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin

Inszenierung tut not. Über die Erzeugung und Vermittlung von Wissen
Prof. Dr. Jochen Brüning, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin

Forschung, Lehre, Schau: Zum Konzept des Museums der Universität Tübingen
Dr. Anke te Heesen, Eberhard Karls Universität Tübingen

University Collections, Science Museums and Science Centres: What are they for?
Prof. Dr. Paolo Brenni, CNR, Fondazione Scienza e Tecnica, Instituto e Museo di Storia della Scienza, Florenz

Podiumsdiskussion mit Kommentar
Dr. Martin Cepek, Universum Science Center Bremen

11:15–11:45
Kaffeepause

11.45–13.15
Plenum III
Abschlussdiskussion
Moderatoren und Kommentatoren aller Sektionen
Moderation: Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Internetadresse der Veranstaltung:
http://wissenschaftskommunikation.hu-berlin.de/


Anmeldeschluss für Tagungsteilnehmer
31.03.2007


Wissenschaftliche Leitung und Organisation:
Dr. Cornelia Weber, Geschäftsleiterin des Helmholtz-Zentrums für
Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin
Anita Hermannstädter, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik,
Koordination Humboldt-Forum, Stellv. Projektleiterin
Universitätsjubiläum 2010


Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik
Interdisziplinäres Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Sekretariat: Gisela Schmidbauer
Tel. +49 (0) 30 2093-2563
Fax +49 (0) 30 2093-1961
E-Mail: office.tagung-hzk@hu-berlin.de
http://www2.hu-berlin.de/kulturtechnik/

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://wissenschaftskommunikation.hu-berlin.de
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortBerlin
Anmeldeschluss31.03.2007
Beginn12.04.2007
Ende13.04.2007
PersonName: Weber, Cornelia [Dr.] 
Funktion: Ansprechpartnerin 
E-Mail: office.tagung-hzk@hu-berlin.de 
KontaktdatenName/Institution: Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin 
Strasse/Postfach: Unter den Linden 6 
Postleitzahl: 10099 
Stadt: Berlin 
Telefon: +49 (0)30-20932563 
Fax: +49 (0)30-20931961 
E-Mail: office.tagung-hzk@hu-berlin.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeMedien- u. Kommunikationstheorie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.02.00 Referatenorgane
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/1322

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