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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Homo pictor und animal symbolicum"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelHomo pictor und animal symbolicum
BeschreibungHOMO PICTOR UND ANIMAL SYMBOLICUM
ZU DEN MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN EINER BILDANTHROPOLOGIE

24. – 26. März 2010 in Essen

Die BRÜCKE – Evangelische Studierenden Gemeinde auf dem Campus Essen Universitätsstraße 19, 45141 Essen

„Und der Mensch – das ist vor allem die Sprache.“ Was Karl R. Popper hier formuliert, kann als ein zentrales Theorem der philosophischen Anthropologie gelten. Ernst Cassirers Rede vom animal symbolicum ist ebenso wie Hans Jonas’ Bestimmung des Menschen als homo pictor ein Versuch, diese Verengung der Perspektive zu überwinden. Mit seinem Aufsatz „Homo pictor und die differentia des Menschen“ stellte Hans Jonas der Tradition ein ausdrücklich bildanthropologisches Konzept entgegen, das die Kernfrage, worin sich der Mensch vom Tier unterscheidet, gerade nicht durch ein Nachdenken über die sprachliche Konstitution des Menschen beantworten möchte, sondern stattdessen den Versuch unternimmt, über eine Reflexion auf den menschlichen Bildgebrauch Rückschlüsse auf die „mehr-als-tierische Natur“ des Menschen zu ziehen.
Obwohl Jonas’ Aufsatz innerhalb der gegenwärtigen bildwissenschaftlichen Debatte neben Hans Beltings Bild-Anthropologie zu den meistzitierten bildanthropologischen Quellen zählt, sind die Konsequenzen, die sich aus ihm für die philosophische Anthropologie und die Philosophie des Bildes ergeben, bislang nicht ausführlich debattiert worden. Das ist um so verwunderlicher, als die Frage nach dem Stellenwert bildanthropologischer Bestimmungen ein wesentliches Element seiner Überlegungen ist: Nicht nur war er sich sicher, im menschlichen Bildgebrauch den klarsten Beweis für die Tätigkeit eines „potentiell sprechenden, denkenden, erfindenden, kurz ‚symbolischen‘ Wesens“ ausmachen zu können; auch war er davon überzeugt, dass „ein Verstehen des schlichteren Bildvermögens etwas zum Verstehen des weit verwickelteren Problems der Rede beitragen“ könne. Der homo pictor erscheint hier als Bedingung für die Möglichkeit eines animal symbolicum.
Lässt sich diese dezidiert bildanthropologische Sicht unseres „symbolischen Universums“ (Cassirer) halten? Oder müßte das Verhältnis von homo pictor und animal symbolicum nicht gerade umgekehrt bestimmt werden? Von der Antwort auf diese Frage hängen die Möglichkeiten und Grenzen einer Bildanthropologie ab.
Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Tagung des DFG-Netzwerks Bildphilosophie
Sprecher: Klaus Sachs-Hombach (Chemnitz)

Tagungsorganisation: Mark Halawa (Chemnitz/Essen) & Elisabeth Birk (Aachen)

Programm
25. März 2010
14:00-14:15 Mark Halawa (Chemnitz/Essen): Einführung
14:15-15:45 John Michael Krois (Berlin):Can Anthropology Explain Depiction?
16:00-17:30 Jörg Schirra (Magdeburg) und Klaus Sachs-Hombach (Chemnitz):
Elemente einer philosophischen Bildanthropologie
17:45-19:15 Zsuzsanna Kondor (Budapest):
Involvement and Dispassion: Towards an Evolutionary Anthropology of Pictorial Representation

26. März 2010
9:00 – 10:15 Petra Rösch (Köln): Schrift und Bild in China
10:30-11:45 Jakob Steinbrenner (München): Bildkompetenz ≠ Sprachkompetenz?

Veranstaltungsort:
Die BRÜCKE – Evangelische Studierenden Gemeinde auf dem Campus Essen
Universitätsstraße 19, 45141 Essen

Elisabeth Birk
Intitut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft, RWTH Aachen
Eilfschornsteinstr. 15
52062 Aachen
++49 (0) 241-8096088
e.birk@isk.rwth-aachen.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortEssen
Beginn25.03.2010
Ende26.03.2010
PersonName: Elisabeth Birk 
Funktion: Ansprechpartner 
E-Mail: e.birk@isk.rwth-aachen.de 
KontaktdatenName/Institution: Intitut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft, RWTH Aachen 
Strasse/Postfach: Eilfschornsteinstr. 15 
Postleitzahl: 52062 
Stadt: Aachen 
Telefon: ++49 (0) 241-8096088 
E-Mail: e.birk@isk.rwth-aachen.de 
LandDeutschland
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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