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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "ProDoc-Graduiertenprogramm "Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz""
RessourcentypStipendien
TitelProDoc-Graduiertenprogramm "Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz"
BeschreibungProDoc-Graduiertenprogramm "Intermediale Ästhetik. Spiel – Ritual – Performanz"

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat die Einrichtung eines interuniversitären Graduier-tenprogramms (Pro*Doc) am Institut für Medienwissenschaft (Leading House), am Seminar für Klassische Philologie und am Deutschen Seminar der Universität Basel sowie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern bewilligt.
Zum 1. April 2007 sind im Forschungsmodul (FM)

Ritual und Spiel
(Leitung: Prof. Dr. Alexander Honold, Deutsches Seminar der Universität Basel)

2 germanistische / literaturwissenschaftliche Stellen für Promovierende für die Dauer von 3 Jahren

zu besetzen. Die Dissertationsvorhaben können in einem der beiden folgenden Themenfelder angesiedelt sein:

(Arbeitstitel)
Spiel und Spieler in literarischer Handlungsästhetik

Im Spiel kommen Formen und Antriebskräfte symbolischen Handelns zum Ausdruck. Die deut-sche Literatur und Philosophie des späten 18. Jahrhunderts entwickelt anthropologische, episte-mologische und ästhetische Dimensionen des Ludischen, die vom Rollenspiel (Mimesis) über agonale Wett- und Kampfspiele bis zum experimentellen Durchspielen alternativer Handlungs-optionen reichen. Erzählende und dramatische Literatur bilden Darstellungsmuster und Reflexi-onsinstanzen dieser Dimensionen des Spiels. Zu untersuchen sind literarische Gestaltungen des Spiels auf der Ebene von Themen und Motiven, aber auch von komplexen Handlungsstrukturen und Wissensformen; erwünscht ist die textanalytische Arbeit an (einem oder mehreren) literari-schen Hauptwerken. Schillers Wallenstein, Goethes Mephisto oder Musils Mann ohne Eigen-schaften sind Spieler, sie thematisieren die Erschütterung begründeten Handelns durch Kontin-genz und die spielerischen Optionen des Möglichkeitssinnes. Angesprochen sind neugermanisti-sche und komparatistische Dissertations-Projekte im Epochenraum zwischen spätem 18. Jahr-hundert und klassischer Moderne, die eines oder mehrere der benannten Forschungsfelder bear-beiten.

(Arbeitstitel)
Ästhetik der Improvisation. Vom metafiktionalen Spiel im Spiel zur romantischen Transgression der Werkpoetik

Angesprochen sind neugermanistische und komparatistische Dissertations-Projekte im Epochen-raum zwischen spätem 18. Jahrhundert und klassischer Moderne, die sich für die Auftrittsbedin-gungen theatralen Spiels und performativen Handelns in literarischen Texten interessieren. Es geht also um Reflexionsformen der ästhetischen Praxis, um gespielte oder erzählte Auftritte. Als Forschungsfelder im einzelnen vorstellbar sind: die poetologischen und semiotischen Aspekte von Spiel-im-Spiel-Situationen im Rahmen einer Ästhetik der Metalepse bzw. Transgression; die literaturgeschichtliche Nachzeichnung des Virtuosentums im 19. Jahrhundert (Figuren wie Spielmann, Sänger, Zirkuskünstler etc), ; die kunstliterarische Integration traditioneller Improvi-sationsformen wie z B der commedia dell’arte; das poetologische Verhältnis von Improvisation und Notation in Kunst- und Künstler-Erzählungen in und nach der Romantik; das Zusammen-spiel von Literatur und anderen Künsten, insbesondere der Musik, als Beitrag zu einer Geschich-te der Improvisation.


Voraussetzungen:
- Herausragender Studienabschluss in germanistischer oder komparatistischer Literaturwissen-schaft
- Sehr gute Kenntnisse mehrerer europ. Sprachen und Literaturen, Vertrautheit mit dem Stand kulturwissenschaftlicher Literaturtheorie
- Immatrikulation und Plazierung der Dissertation an der Universität Basel, studiennahe Wohn-sitznahme

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugniskopien, den Gutachten zur Lizentiats-, Magister-, Diplom- oder Staatsexamensarbeit und einer Projektsskizze des Dissertationsvorhabens bis zum 15. Januar 2007 an Prof. Dr. Alexander Honold, Deutsches Seminar der Universität Basel, Nadelberg 4, 4051 Basel, Schweiz. Zwei Empfehlungsschreiben über Ihre bisherigen wissenschaftlichen Leistungen sind erwünscht. Auskünfte erteilt: Prof. Dr. Alexander Honold (sek-honold-germa@unibas.ch)


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss15.01.2007
PersonName: Prof. Dr. Alexander Honold 
Funktion: Information 
E-Mail: sek-honold-germa@unibas.ch 
KontaktdatenName/Institution: Deutsches Seminar der Universität Basel 
Strasse/Postfach: Nadelberg 4 
Postleitzahl: 4051 
Stadt: Basel 
LandSchweiz
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeHistorische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte)
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/1182

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