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Ergebnisanzeige "Freiburger GeschlechterStudien: Symposium „Feminisms Revisited“"
RessourcentypKonferenzen, Tagungen, Kolloquien
TitelFreiburger GeschlechterStudien: Symposium „Feminisms Revisited“
BeschreibungFreiburger GeschlechterStudien:
Symposium „Feminisms Revisited“
an der Albert Ludwigs Universität Freiburg (Konferenzraum des Carl-Schurz-Hauses Freiburg)
vom 17. bis zum 19. Februar 2010

An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau findet vom Mittwoch, den 17. bis Freitag, den 19. Februar 2010 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Feminims revisited“ ein Symposium statt, zu dem wir Sie hiermit ganz herzlich einladen möchten.
An zwei aufeinanderfolgenden Nachmittagen wird jeweils ein Panel mit drei bzw. vier Vorträgen und im Anschluss daran eine Podiumsdiskussion angeboten. Das erste Panel fokussiert dabei eher auf die theoretisch ausgerichtete, das zweite auf die empirischer orientierte Gender-Diskussion. Vorausgestellt haben wir den Vorträgen und Diskussionen ein ‚Erzählcafé’, in dem die eigene Biografie zum Ausgangspunkt für feministische oder auch gender-orientierte Reflexionen genommen werden soll. Und: Ein Bewegungstheaterworkshop ermöglicht es, performative Praxis’ praktisch zu erfahren.

Eine Anmeldung ist erwünscht aber nicht unbedingt erforderlich.


Mittwoch, 17. Februar, 20 h s.t.
Prof. Dr. Esther Fischer-Homberger (Bern, Schweiz), Caroline Günther M.A. (Freiburg), Heide Pasquay (Freiburg),Dr. Jenny Warnecke (Freiburg). Moderation: Andrea Zimmermann (Freiburg)
Erzählcafé ‚Feminisms revisited‘ im Jos Fritz


Donnerstag, 18. Februar

14:30.14:45 h Eröffnung

Theorie
14:45-15:45 h
Prof. Dr. Eveline Kilian (Berlin):
Fast 20 Jahre Judith Butler

15:45-16:45 h
Dr. Ursula Degener und Dr. Beate Rosenzweig (Freiburg):
Feministische Theoriedebatten und politische Praxis. Thesen zu einem schwierigen Verhältnis

16:45-17:15h: Kaffeepause

(Der ursprünglich ebenfalls angekündigte Vortrag von Sara Lennox muss im Rahmen des Symposiums leider entfallen. Eventuell wird er im Sommersemester nachgeholt.)

17:15-18:15 h
Prof. Dr. Ingrid Galster (Paderborn)
Relire Beauvoir. Was bleibt vom Anderen Geschlecht sechzig Jahre später?

18:15-20:00h: Abendessen

20 h c.t.
Podiumsdiskussion der Vortragenden
Diskussionsleitung: Caroline Günther, M.A. (Freiburg) und Jennifer Moos, M.A. (Saarbrücken)
Freitag, 19. Februar

Performative Praxis
10.00 – 12:30 h
Sabine Karoß und Petra Plata (Freiburg)
Habitus und Habitussi – Spielen mit dem kleinen und feinen Unterschied (Bewegungstheater-Workshop)

Empirie
14:15 –15:00 h
PD Dr. Sigrid Schmitz (Freiburg)
Geschlecht und Biologie im Prozess: Neue Ansätze zur Dekonstruktion einseitiger Determinismen

15:00 – 15:45 h
PD Dr. Elisabeth Zemp (Basel, Schweiz)
Führt kein Weg an Differenzen vorbei? Von der Integration von Gender in Public Health und epidemiologischen Modellen

15:45-16:15h: Kaffeepause

16:15 – 17:00 h
Prof. Dr. Melanie Steffens (Jena)
Kann die Psychologie Beiträge zu den Gender Studies leisten?

17:00 -17:45 h
Prof. Dr. Nina Degele und PD Dr. Sven Kommer (Freiburg)
Autopoietische Nabelschau oder Beobachtung von Differenz: Ein Plädoyer für reflektierte Empirie in der Geschlechterforschung

17:45 – 20:00h: Abendessen

20 h c.t
Podiumsdiskussion der Vortragenden
Diskussionsleitung: Stephanie Bethmann, M.A. (Freiburg) und Karolin Heckemeyer. M.A. (Freiburg)


Mittwoch, 17. Februar, 20 h s.t.

Prof. Dr. Esther Fischer-Homberger (Bern, Schweiz), Caroline Günther M.A. (Freiburg), Heide Pasquay (Freiburg),Dr. Jenny Warnecke (Freiburg). Moderation: Andrea Zimmermann (Freiburg)
Erzählcafé ‚Feminisms revisited‘ im Jos Fritz

Im Rahmen eines Erzählcafés zum Thema ‚Feminisms revisited‘ haben alle Gäste die Möglichkeit, sich über biografische Erinnerungen und besondere Ereignisse auszutauschen. In der gemütlichen Atmosphäre des Jos Fritz Cafés ist Raum, davon zu erzählen, an welchem Punkt der eigenen Lebensgeschichte und ob überhaupt Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus relevant wurden: Inwiefern beeinflussten strukturelle Ungerechtigkeiten den eigenen Lebensweg? Gab es Erlebnisse, die es notwendig machten, sich politisch zu positionieren und engagieren? Als besondere Gäste sind Esther Fischer-Homberger, Caroline Günther, Heide Pasquay und Jenny Warnecke eingeladen, sodass auch ein Austausch über die Erfahrungen verschiedener Generationen möglich ist.

Esther Fischer-Homberger, geboren 1940; Psychiatrie und Psychiatriegeschichte in Zürich; 1978 – 84 Lehrstuhl für Medizingeschichte in Bern, seither psychotherapeutische Praxis. Arbeiten zur Geschichte der Neurosenlehre und Psychiatrie, des Körpers, der Gerichtsmedizin, der Medizingeschichte der Frau, des Geschlechterverhältnisses, der Genealogie.http://fischer-homberger.ch.galvani.ch-meta.net/efhpage_49.html (Stichworte: Geburtshilfe, Genealogie, Geschlecht, Gynäkologie, Hebamme usw.).

Caroline Günther, Studium der Neueren deutschen Literaturgeschichte, Sprachwissenschaft des Deutschen und Gender Studies an der Universität Freiburg; 2007 bis 2009 wissenschaftliche Hilfskraft, Tutorin und Lehrbeauftragte des ZAG; Redaktionsmitglied der Freiburger GeschlechterStudien; Übungsleiterin bei FLUSS e.V.; derzeit bei Promotionsvorbereitungen.

Heide Pasquay, Jurastudium, seitdem Rechtsanwältin in Freiburg. Sie betreibt ein eigenes Frauenbüro in Freiburg und vertritt fast ausschließlich Frauen. Seit mittlerweile 35 Jahren wirkt sie in der Freiburger Frauenbewegung. Sie sitzt im Vorstrand der Gerda-Weiler Stiftung und ist bei den Unabhängigen Frauen Freiburg tätig.

Jenny Warnecke, geboren 1975 und sozialisiert im 68er Frankfurt am Main. Magistra-Arbeit über die nachgeborene deutsch-jüdische Schriftstellerin Esther Dischereit. Promotion über Louise Aston. Lebt mit drei Kindern und Mann in Wohnprojekt-WG in Freiburg.

Andrea Zimmermann ist Dozentin und Assistentin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel. Sie studierte Katholische Theologie und Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Freiburg und Edinburgh, war 2005-2008 Mitglied des Basler Graduiertenkollegs Gender in Motion und schreibt zurzeit an einer Dissertation über die performative Verfertigung von (Geschlechts-)Identitäten in zeitgenössischen Theatertexten. Seit 2004 arbeitet sie außerdem als Dramaturgin u.a. am Theater Freiburg und am Düsseldorfer Schauspielhaus.


Donnerstag, 18. Februar

14:30-14:45 h Eröffnung

Theorie

14:45-15:45 h
Prof. Dr. Eveline Kilian (Berlin):
Fast 20 Jahre Judith Butler

Die Publikation von Judith Butlers Gender Trouble im Jahre 1990, nur ein Jahr später übersetzt als Das Unbehagen der Geschlechter, schlug in Deutschland hohe Wellen: Butlers Konzept vom biologischen Geschlecht als kulturell konstruierter Größe löste bei einer Reihe Feministinnen erhebliches Unbehagen aus, das etwa in Barbara Dudens Charakterisierung von Butlers weiblichem Subjekt als „Frau ohne Unterleib“ kulminierte. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet, und Butlers Texte sind zum festen Bestandteil jeder Einführung in die Gender-Theorie geworden. Mein Beitrag wird sich in erster Linie Butlers eigenen Denkbewegungen und theoretischen Verortungen seit Gender Trouble widmen, aber auch signifikante Momente der Rezeption ihrer Ideen sowie ihre Rolle für die Gender und Queer Studies beleuchten.

Eveline Kilian ist Professorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie Ko-Sprecherin des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Gender und Queer Theory, Transgender, Körper und Geschlecht; Moderne und Postmoderne; Kultur- und Literaturgeschichte Londons.


15:45-16:45 h
Dr. Ursula Degener und Dr. Beate Rosenzweig (Freiburg):
Feministische Theoriedebatten und politische Praxis. Thesen zu einem schwierigen Verhältnis

Die Auseinandersetzung um die Frage, wie politisch feministische Theorien sind oder sein sollen, prägt feministische Debatten seit ihren Anfängen. Während für die erste und zweite Welle des Feminismus von einem engen Verhältnis zwischen Theorie und politischer Praxis ausgegangen wird, fallen gegenüber aktueller feministischer Theorie häufig Vorwürfen der Politikferne und Akademisierung. Der Beitrag analysiert Entwicklungen im Verhältnis von feministischer Theorie und politischer Praxis anhand folgender Fragen: Welche Politikbegriffe bestimmen jeweils die feministischen Theoriedebatten? Welche Formen von Herrschaftskritik stehen dabei im Zentrum? Welchen Stellenwert besitzen politisch-strategische Überlegungen in der Theoriebildung? Welche Konzepte feministischer Theoriebildung haben in politischer Praxis Eingang gefunden und wie werden ihre Umsetzungen reflektiert?

Dr. Beate Rosenzweig, langjährige wissenschaftliche Angestellte und weiterhin Lehrbeauftragte am Seminar für Wissenschaftliche Politik der Universität Freiburg, ist seit Oktober 2008 stellvertretende Institutsleiterin am Studienhaus Wiesneck, Institut für politische Bildung Baden-Württemberg. Forschungsschwerpunkte sind feministische Theorien und Ideengeschichte sowie moderne Politische Theorien.

Ursula Degener hat Skandinavistik, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht in Freiburg, Berlin und Uppsala studiert. Seit 2000 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Freiburg, von 2005-2007 war sie an der Universität Kassel beschäftigt. Ihre Promotion hat sie 2006 abgeschlossen, Forschungsschwerpunkte sind Feministische Theorien, Vergleichende Sozialpolitikforschung und Demokratietheorien.

16:45-17:15h: Kaffeepause

17:15-18:15 h
Prof. Dr. Ingrid Galster (Paderborn)
Relire Beauvoir. Was bleibt vom Anderen Geschlecht sechzig Jahre später?

Beauvoirs „Essay zur Lage der Frau“ (wie sie selbst ihr Werk nannte) wurde in den siebziger Jahren von den Egalitaristinnen zur Bibel des Feminismus erklärt, während die französischen Differentialistinnen und Poststrukturalistinnen das Werk für überholt halten oder gar behaupten, es sei auf einer männlichen Philosophie fundiert. Judith Butler hat sich dagegen stark an Beauvoir inspiriert, auch wenn ihre philosophischen Prämissen nicht dieselben sind. Der Vortrag setzt sich zum Ziel, Beauvoirs Werk in der hier grob skizzierten Gender-Landschaft zu verorten und danach zu fragen, was tatsächlich heute als überholt angesehen werden muss und was weiterhin aktuell bleibt.
Ingrid Galster lehrte bis 2009 als Professorin Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Paderborn. Sie hat sich in zahlreichen Publikationen unter anderem mit dem Werk Simone de Beauvoirs und Jean-Paul Sartres auseinandergesetzt.

18:15-20:00h: Abendessen

20 h c.t.
Podiumsdiskussion der Vortragenden
Diskussionsleitung: Caroline Günther, M.A. (Freiburg) und Jennifer Moos, M.A. (Saarbrücken)

Caroline Günther, Studium der Neueren deutschen Literaturgeschichte, Sprachwissenschaft des Deutschen und Gender Studies an der Universität Freiburg; 2007 bis 2009 wissenschaftliche Hilfskraft, Tutorin und Lehrbeauftragte des ZAG; Redaktionsmitglied der Freiburger GeschlechterStudien; Übungsleiterin bei FLUSS e.V.; derzeit bei Promotionsvorbereitungen.

Jennifer Moos, M.A., Studium der Englischen Philologie, Gender Studies und Sprachwissenschaft des Deutschen in Freiburg, Manchester und Basel. War HiWi, Tutorin und Lehrbeauftragte am ZAG (Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg), hat im akademischen Veranstaltungsmanagement gearbeitet und wird in Saarbrücken ihre Dissertation zu ‚Queer Night Cultures – Reading Night and Sleep in Contemporary Genderqueer Narratives’ (Arbeitstitel) schreiben. Mitherausgeberin des Sammelbandes queere (t)ex(t)perimente (2008), der mit dem Bertha-Ottenstein-Preis der der Universität Freiburg ausgezeichnet wurde.


Freitag, 19. Februar

Performative Praxis

10.00 – 12:30 h
Sabine Karoß und Petra Plata (Freiburg)
Habitus und Habitussi – Spielen mit dem kleinen und feinen Unterschied (Bewegungstheater-Workshop)

Bewegte Auseinandersetzung zu Aspekten des geschlechter(un)gerechten (Ver-) Haltens. Die Theorie spricht von Dispositionen, von inkorporierter Geschichte und Zeichen der Distinktion, von Denk- und Sprechweisen, die sich spontan, also ohne Wissen und Bewusstsein im Handeln eines Menschen zeigen. Mit diesen vergessenen und verinnerlichten Vorlieben und Gewohnheiten in der Art sich auszudrücken und sich zu bewegen, lässt sich spielen: Habitus nimmt Züge von Habitussi an und umgekehrt: was verändert sich und wie fühlt sich das fehlende bzw. ergänzte –SI an und viel wichtiger: wozu führt es? Ziel der Veranstaltung ist es, im doppelten Wortsinn weniger ernste, aber „bewegende“ Antworten zu suchen.

Sabine Karoß, Dipl.-Sportlehrerin, Akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule am Institut für Sportpädagogik und Sport mit Schwerpunkten in den Bereichen Tan-zen, Gymnastik, Turnen

Petra Plata, Dipl.-Sportlehrerin, Theaterpädagogin, Akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule am Institut für Sportpädagogik und Sport mit Schwerpunkten in den Bereichen Tanzen, Schwimmen, Bewegungstheater, Elementarpädagogik und Anfangsunterricht



Empirie

14:15 –15:00 h
PD Dr. Sigrid Schmitz (Freiburg)
Geschlecht und Biologie im Prozess: Neue Ansätze zur Dekonstruktion einseitiger Determinismen

Die Frage nach biologischen oder sozialen Ursachen für Geschlechterdifferenzen verliert nicht an Brisanz. Trotz der Dekonstruktion einseitig biologischer Erklärungen durch die Genderforschung der Naturwissenschaften erweisen sich solche Biologismen insbesondere in den populären Medien als erstaunlich resistent. Gleichzeitig wird in der feministischen Debatte die einseitige Fokussierung auf soziokulturelle Geschlechterkonstruktionen zunehmend hinterfragt. In der kritischen Auseinandersetzung mit Neobiologismen einerseits und dem Anspruch, andererseits körperliche Materialität als auch deren Konstruktivität in den Blick zu nehmen, sind also neue Ansätze gefragt. Statt einer Negierung biologischer Aspekte in der Genderforschung geht es darum, körperliche und gesellschaftlichen Prozesse, Natur und Kultur in ihren dynamischen Wechselwirkungen zu erfassen. Mit Hilfe aktueller Konzepte des Embodying werde ich empirische Zugänge zu solchen Entwicklungsdynamiken diskutieren.

Sigrid Schmitz, Biologin und Genderforscherin der Natur- und Technikwissenschaften; 2002-2009 Hochschuldozentin zur Mediatisierung der Naturwissenschaften und Genderforschung an der Universität Freiburg; Leitung des Kompetenzforums Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaft [gin]; Gastprofessuren an der Universität Graz (SoSe 2003), der HU Berlin (SoSe 2008) und der Universität Oldenburg (WS 2009/10).


15:00 – 15:45 h
PD Dr. Elisabeth Zemp (Basel, Schweiz)
Führt kein Weg an Differenzen vorbei? Von der Integration von Gender in Public Health und epidemiologischen Modellen

15:45-16:15h: Kaffeepause

16:15 – 17:00 h
Prof. Dr. Melanie Steffens (Jena)
Kann die Psychologie Beiträge zu den Gender Studies leisten?

Die Psychologie versteht sich zentral als empirische Wissenschaft. Aus Sicht vieler ForscherInnen im Bereich der Gender Studies ist sie eindeutig als Naturwissenschaft zu klassifizieren. Während gerade SozialpsychologInnen die Kategorie Geschlecht, ihre Wahrnehmung sowie Auswirkungen auf Selbst und Andere in hunderten von Studien zu Geschlechterstereotypen und -einstellungen untersuchen, findet wenig Austausch zwischen Psychologie und Gender Studies statt. Im Vortrag werden die Gräben zwischen Psychologie und Gender Studies beleuchtet, Argumente für mehr Empirie in den Gender Studies vorgebracht sowie einige eigene empirische Untersuchungen vorgestellt, die Implikationen für Gender Studies haben.

Melanie Caroline Steffens Studium der Psychologie in Bonn (1989-1994), Promotion Trier 1998, Habilitation Trier 2004, seit 2004 Prof. für Soziale Kognition und Kognitive Psychologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena. Forschungsinteressen: (Implizite) Stereotype und Einstellungen gegenüber Minderheiten, Gedächtnis.


17:00 -17:45 h
Prof. Dr. Nina Degele und PD Dr. Sven Kommer (Freiburg)
Autopoietische Nabelschau oder Beobachtung von Differenz: Ein Plädoyer für reflektierte Empirie in der Geschlechterforschung

Spätestens mit dem cultural turn in den 1990er Jahren haben sich weite Teile der Gender Studies von empirischer Forschung abgewandt und kümmern sich mehr um Kritik hegemonialer Verhältnisse, Reflexionen der eigenen Grundlagen und Dekonstruktion von Texten. Das ist sinnvoll und wichtig, greift aber zu kurz, wenn es um eine passende Beschreibung und Erklärung sozialer Zusammenhänge geht. Ohne empirische Verunsicherungen aber bleibt feministische Theoriebildung blutleer, dreht Schleifen einer selbstbezogenen Nabelschau und verliert ihren kritischen Stachel für die Gesellschaft. Welche Möglichkeiten empirische Geschlechterforschung bietet, welcher Gewinn damit verbunden ist und wo die Grenzen liegen, ist Thema dieses
Vortrags.

Nina Degele, Jg. 1963, Professorin für Soziologie und Gender Studies an der Uni Freiburg, Institut für Soziologie, Rempartstr. 15, 79085 Freiburg, nina.degele@soziologie.uni-freiburg.de Forschungsschwerpunkte: Soziologie der Geschlechterverhältnisse, Körper/Sport, qualitative Methoden

Sven Kommer, Jg. 1964, ist Privatdozent für Medienpädagogik an der PH Freiburg, Institut für Medien in der Bildung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienumgang und soziale Ungleichheit, medialer Habitus.

17:45 – 20:00 h: Abendessen

20 h c.t
Podiumsdiskussion der Vortragenden
Diskussionsleitung: Stephanie Bethmann, M.A. (Freiburg) und Karolin Heckemeyer. M.A. (Freiburg)

Stephanie Bethmann, geboren 1978, Studium der Soziologie und Ethnologie in Freiburg, Wissenschaftliche Angestellte am Institut für Soziologie/Universität Freiburg, promoviert dort im DFG-Projekt ‚Wie wir uns die Liebe erzählen. Zur Normalisierung eines einzigartigen Gefühls’.

Karolin Heckemeyer, geboren 1977, Studium der Sportwissenschaft und Romanistik an der Universität Bielefeld (Staatsexamen), von 2005 – 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Arbeitsbereichs Sport und Gesellschaft der Universität Bielefeld, seit 2008 Promotionsstipendiatin des Ev. Studienwerks e.V. in Villigst, Thema des Dissertationsprojekts: Körperkonstruktionen von Wettkampfsportlerinnen, karolin.heckemeyer@gmx.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://www.zag.uni-freiburg.de/
Verknüpfte Ressourcehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortFreiburg
Beginn17.02.2010
Ende19.02.2010
PersonName: Meike Penkwitt 
Funktion: Koordination Freiburger GeschlechterStudien 
E-Mail: frauenst@uni-freiburg.de 
KontaktdatenName/Institution: Veranstaltungsreihe und Zeitschrift Freiburger GeschlechterStudien, ZAG 
Strasse/Postfach: Belfortstr. 20 
Postleitzahl: 79089  
Stadt: Freiburg 
Telefon: 0761 203 8846  
Fax: 0761 203 8876 
E-Mail: frauenst@uni-freiburg.de 
Internetadresse: http://www.zag.uni-freiburg.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGenderforschung
Klassifikation00.00.00 ohne thematische Zuordnung
Ediert von  H-Germanistik
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