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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Rezeption und Präsentation von Geschlechterrollen in der deutschsprachigen Literatur 1894-1945 -- ein interdisziplinärer Ansatz"
RessourcentypCall for Papers
TitelRezeption und Präsentation von Geschlechterrollen in der deutschsprachigen Literatur 1894-1945 -- ein interdisziplinärer Ansatz
BeschreibungCall for Papers für einen Sammelband

Die Rezeption und Präsentation von Geschlechterrollen in der deutschsprachigen Literatur 1894-1945 -- ein interdisziplinärer Ansatz

Die Zeit der deutschen Frauenbewegung 1894 bis 1933 bewegte viel in den Geschlechterverhältnissen: Neben Errungenschaften auf politischer und rechtlicher Ebene -- etwa durch Einführung des Frauenwahlrechts und der Zulassung von Frauen zu Universitäten -- zeigten Frauen insbesondere in den "Goldenen Zwanziger Jahren" eine neues Verständnis für ihre Geschlechtsidentität. Weibliche Homosexualität und subversives Rollenverhalten wurden teilweise offen gelebt: Dieser unangepasste Frauentyp manifestiert sich in dem Begriff der "Neuen Frau". Gleichzeitig waren deutschsprachige Schriftstellerinnen erfolgreich wie nie zuvor. Einige dieser Autorinnen sind noch immer bekannt und hinlänglich erforscht, während andere, deren Werke und Namen damals wichtig und einflussreich waren, heute in Vergessenheit geraten sind.
Der Sammelband beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Geschlechterrollen in der deutschsprachigen Literatur von Autorinnen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts: Lassen sich die neuen Ideen und politischen Umbrüche zur Geschlechterfrage im Schreiben von Frauen wiederentdecken, und wenn ja, wie werden sie thematisiert? Wie werden Frauenbilder und Geschlechterrollen rezipiert und präsentiert? Welche Wechselwirkungen lassen sich zwischen Leben, Wirken und Werk schreibender Frauen erkennen? Interdisziplinäre Analyseansätze bieten sich hier an.
Die Zeit des Nationalsozialismus 1933-45 bereitete den Fortschritten und politischen Bemühungen um eine gesellschaftliche und rechtliche Neupositionierung von Frauen ein jähes Ende. Das Rollenverständnis des Nationalsozialismus wies Frauen bestimmte, dem Fortschritt und Erhalt des Staates und der herrschenden Ideologie dienenden Plätze zu -- diese konnten je nach Bedarf variiert und neu ausgelegt werden. Setzten Autorinnen sich mit den ihnen zugedachten Rollen im "Volkskollektiv" auseinander und wenn ja, wie? Wurde das NS-Frauenbild aufgegriffen, behandelt, hinterfragt oder auch angenommen? Inwieweit wirkte das NS-Verbot jeglicher oppositioneller Betrachtung auf die Werke jener Frauen aus, die bewusst subversiv schreiben und gar lebten?
Gesucht werden Beiträge, die sich mit diesen Spannungsfeldern auseinandersetzen. Um eine eingehende Betrachtung der Literatur schreibender Frauen in diesem Zeitraum zu ermöglichen, bieten sich - neben der philologischen Forschung - politische, soziologische, philosophische und historische Analyseebenen an. So spannt sich der Bogen einer möglichen theoretischen Herangehensweise von Helene Stöcker über Simone de Beauvoir bis zu Judith Butler. Vom besonderen Interesse ist die Beschäftigung mit weniger bekannten und in Vergessenheit geratenen Schriftstellerinnen. Die Beiträge können die Analyse einzelner Werke und Autorinnen wie auch Vergleiche und Gegenüberstellungen als Grundlage haben.

Es ist geplant, den Sammelband als Band 11 der Schriftenreihe Inter Lit zu publizieren.
Hrsg. der Reihe: Christiane Caemmerer, Walter Delabar, Marion Schulz für die Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge in Form eines Abstracts (250 Worte) bis zum 01.03.2010 zusammen mit einer Kontaktinformation an die Herausgeberinnen: dasind@uni-bremen.de

Sabine Hastedt und Sarah Guddat
Universität Bremen
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft
BreZeL / Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V.
Postfach 33 04 40
28334 Bremen
dasind@uni-bremen.de
Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss01.03.2010
PersonName: Sabine Hastedt; Sarah Guddat 
Funktion: Herausgeberinnen 
E-Mail: dasind@uni-bremen.de 
KontaktdatenName/Institution: Universität Bremen; BreZeL / Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. 
Strasse/Postfach: Postfach 33 04 40 
Postleitzahl: 28334 Bremen 
Stadt: Bremen 
Telefon: 0421-21868254 
E-Mail: dasind@uni-bremen.de 
Internetadresse: www.dasind.uni-bremen.de 
LandDeutschland
SchlüsselbegriffeGenderforschung; Literarische Wertung/Literaturkritik; Literatur 1880 - 1945; Literatursoziologie
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.03.00 Germanistik; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.13.00 Literaturkritik. Wertung; 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.14.00 Literatursoziologie; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.09.00 Gattungen und Formen > 05.09.06 Frauenliteratur; 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945); 18.00.00 20. Jahrhundert (1945-1989); 19.00.00 1990 bis zur Gegenwart > 19.13.00 Zu einzelnen Autoren
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