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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Frauen, Philosophie und Bildung im 18. Jahrhundert"
RessourcentypCall for Papers
TitelFrauen, Philosophie und Bildung im 18. Jahrhundert
BeschreibungCall for Contributors

Sabine Koloch und Ulrike Zeuch planen einen Sammelband
zu „Frauen, Philosophie und Bildung im 18.
Jahrhundert“ und suchen Beiträger/innen. Der Band soll
2008 erscheinen, die Beiträge müssen bis 31. Dezember
2007 den Herausgeberinnen vorliegen.

Im Mittelpunkt des Sammelbandes steht ein Desiderat
der Forschung, nämlich die Klärung folgender Fragen:

1. Welche Faktoren haben dazu geführt, dass
philosophische Bildung im 18. Jahrhundert nicht nur
die großen Eigendenkerinnen und gelehrten Frauen
erreicht hat, sondern eine breite Wirkung unter dem
weiblichen Lesepublikum entfalten konnte?

2. Wie sah diese philosophische Bildung im einzelnen
aus?

3. Welche der zahlreichen heterogenen philosophischen
Richtungen des 18. Jahrhunderts (Empirismus,
Epikureismus, Libertinismus, Materialismus,
Pantheismus, Rationalismus, Skeptizismus,
(Neo-)Stoizismus usf.) sind vorzugsweise – aneignend
oder ablehnend – rezipiert worden und warum?


Ein Desiderat stellt die Klärung dieser Fragen bislang
dar, da in der Forschung immer noch die Meinung
vorherrscht, es gebe keine seriösen Zugänge zu diesem
Thema (Stichwort "Damenphilosophie") und somit nichts
wissenschaftlich Bedeutungsvolles und Wegweisendes zu
entdecken. Der Betrachtungsraum ist der
deutschsprachige.

Der Band sieht vier Themenkomplexe vor:

1.
Philosophische Bildungskonzepte: Denk- und
Lernfähigkeit der Frau als anthropologisches Konzept;
Rezeption und Transformation von gender-Konzepten der
Antike (Platonismus) und der Frühen Neuzeit
(Humanismus, Aufklärung); „galante Gelehrsamkeit“;
Philanthropismus; Popularisierung philosophischen
Wissens (praktische Philosophie, Naturlehre,
Naturtheologie), zugeschnitten auf weibliche
Zielgruppen

2.
Textsorten, die die philosophische Bildung von Frauen
fördern oder dokumentieren: Abhandlungen,
Autobiographien, Biographien, Briefausgaben,
Briefwechsel, Dissertationen, Erzählungen, Essays,
Lehrbücher, Leseempfehlungslisten,
Litterärgeschichten, Maximensammlungen, Nachrufe,
Predigten, Programmschriften, Romane, Sittenlehren,
Tagebücher, Verhaltenslehren, Zeitschriften etc.

3.
Gesellschaftliche Voraussetzungen für die Popularität
von philosophischer Bildung im 18. Jahrhundert:
Alphabetisierung; Leseförderung; Kulturtransfer durch
Übersetzungen; Adaption rationalistischer
pädagogischer Konzepte; Verlagspolitik;
Ausdifferenzierung des Medienangebots; Pluralisierung
der Moralvorstellungen; Lockerung des kirchlichen
Lehrverbots bzw. Schweigegebots für Frauen;
Verbürgerlichung höfisch-aristokratischer
Kommunikationsideale und Geselligkeitsformen

4.
Einzelne Fallbeispiele für philosophisch gebildete
Frauen: Adelige, bürgerliche, geistliche und gelehrte
Frauen, Stiftsdamen, Pädagoginnen und Philosophinnen

Vorschläge für Beiträge werden bis 31. März 2007
entgegengenommen und sind zu richten an:
SKoloch@yahoo.de oder
Zeuch@hab.de


Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss31.03.2007
PersonName: Sabine Koloch, Ulrike Zeuch 
Funktion: Kontakt 
E-Mail: SKoloch@yahoo.de, Zeuch@hab.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeGenderforschung; Historische Semantik (Wissensgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Ideengeschichte); Literatur 1700 - 1770; Literatur 1770 - 1830
Klassifikation12.00.00 18. Jahrhundert > 12.03.00 Geistes- und Kulturgeschichte; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.06.00 Literarisches Leben; 12.00.00 18. Jahrhundert > 12.12.00 Stoffe. Motive. Themen
Ediert von  H-Germanistik
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