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Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "Cultural Studies in Literary Interzones"
RessourcentypStipendien
TitelCultural Studies in Literary Interzones
BeschreibungERASMUS MUNDUS Joint Doctoral Programme:
Cultural Studies in Literary Interzones (Tübingen u.a.)

Dauer des Doktorandenprogramms: 36 Monate (Bewerbungen bis 10. Dezember)

Das Programm:
CULTURAL STUDIES IN LITERARY INTERZONES ist ein international operierendes, von der EU finanziertes Promotionsprogramm, in dem die Universität Tübingen mit ihren Partnerinstitutionen in aller Welt dafür sorgen will, dass international mobile, innovativ denkende junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Chance bekommen, in dynamischen Verbänden vernetzt spannende Themen in den Literatur- und Kulturwissenschaften zu verfolgen. Seit dem Wintersemester 09/10 nimmt die Universität Tübingen an diesem internationalen Doktoranden/PHD-Programm teil. Geboten wird ein völlig neues Format der Doktorandenausbildung. Das Programm ist international ausgeschrieben und steht Bewerbern und Bewerberinnen aus allen Ländern offen. Es wird zentral verwaltet und koordiniert von der Universität Bergamo. Die Partner, die den akademischen Grad verleihen werden, sind: Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Deutschland), Universität Bergamo (Italien), Universität Perpignan (Frankreich), Fluminense Federal University in Rio de Janeiro (Brasilien), und Jawarhal Neru University in New Delhi (India).
Der Zweck, den INTERZONES verfolgt, ist folgender: herausragende Doktoranden und Doktorandinnen darauf vorzubereiten, global agierende Akademiker zu werden, die für anspruchsvolle und innovative Universitäten attraktiv sind im Bereich der vergleichenden Literaturwissenschaften und Kulturwissenschaften, oder erfahrene Berater zu werden in jenen Zweigen der Wirtschaft, die ein manifestes Interesse an globalen kulturellen Erscheinungen haben. Die wissenschaftliche Methodik und Fragestellung des Programms ist darauf hin ausgerichtet, die Kultur und die Kulturen mit innovativen und genuin transkulturellen Fragestellungen zu erforschen. 'Globale' Akademiker und Akademikerinnen stehen nicht länger 'außerhalb' der sozio-ökonomischen Gegebenheiten, sondern nehmen an einer sozialen Textur teil, die in ihrer Komplexität angenommen werden soll.
Egal, ob man Europa nun aus einer morbiden Faszination mit seinen imaginären Grenzen heraus als imperialistisch, kolonialistisch, oder im Gegenteil als kontinuierlich im Rückzug befindlich wahrnimmt, wird Europa häufig ausschließlich als Effekt seiner Umrisse und Umrandungen definiert. Die konzeptuellen Werkzeuge, zum Beispiel die der "Identität", des "Anderen", der "Differenz", des "Kolonialismus", der "Entropie", etc., mit denen künstlerische und literarische Produkte analysiert werden, haben tendenziell den Effekt gehabt, dass sie eine Vorannahme dessen reproduziert - oder in der Tat produziert - haben, was es bedeuten möge, eine Nation, eine Ethnizität, eine Persönlichkeit, ein "Europa" zu haben (oder nicht zu haben). Die Tatsache, dass es mit diesen konzeptuellen Werkzeugen nicht gelungen ist, das zu nähren und zu initiieren, was eine wirkliche Erneuerung der Geisteswissenschaften gewesen wäre, mag an einem einfachen Faktum liegen: dass diese Werkzeuge einfach obsolet geworden sind. Doch richtig verstanden können die Kulturwissenschaften ein lebendiges und elegantes Mittel sein, mit dem nicht nur Kommunikation jenseits der Automatismen dieser Verallgemeinerungen gedacht werden kann, sondern auch ein Weg, auf dem man erkunden kann, wie Kommunikation innerhalb und jenseits verschiedener gedachter Entität stattfinden kann, oder wie solche Entitäten anders imaginiert werden können.
Die Verkehrs- und Unterrichtssprache in diesem Verbund sind Englisch und Französisch. Bewerbungsvoraussetzung ist Sprachkenntnis in mindestens 3 europäischen Sprachen, um sicher zu stellen, dass die Doktoranden für die Anforderung dieses internationalen Programms gewappnet sind. Jede Universität verfügt über kostenlose Sprachprogramme für Doktoranden von Interzones.

Programmablauf:
Die Doktoranden und Doktorandinnen werden die 6 Semester ihres Promotionsprogramms an 3 bzw. 4 verschiednen Universitäten verbringen, wobei Studierende aus Europa mindestens einmal eine nicht-europäische Universität besuchen werden.
1) Alle Kandidaten und Kandidatinnen beginnen ihr erstes Semester in Bergamo, wo sie eine Einführung in die neuesten theoretischen Ansätze in "Cultural Migrations" erhalten.
2) Die Kandidaten wählen aus den fünf Partneruniversitäten, die den akademischen Grad verleihen werden, zwei Universitäten aus, an denen sie jeweils das 2. und 3. und das 5. und 6. Semester verbringen werden: Eberhard Karls Universität Tübingen (Deutschland), Universität Bergamo (Italien), Universität Perpignan (Frankreich), und entweder Fluminense Federal University in Rio de Janeiro (Brasilien) oder Jawarhal Neru University in New Delhi (Indien).
3) Abhängig vom Dissertationsthema und Forschungsprofil wählen die Kandidaten für ihr 4. Semester eine weitere Universität aus, entweder unter den Partnern oder unter unseren assoziierten Mitgliedern: Aix-Marseille 1 (Frankreich), Barcelona (Spanien), Brown University (USA), Entre Rios Universität (Buenos Aires, Argentinien), Jagellonian University in Krakau (Polen), Iberoamerican University (Mexiko), Paris Sorbonne Nouvelle 3 (Frankreich), Université Paris 10 (Frankreich), University of Sydney (Australien), European University of St. Petersburg (Russland) oder Universität Zürich (Schweiz). (Die Bezeichnungen der Universitäten sind generalisiert, da in jeden Fall spezialisierte Forschungszentren, die anderswo beschrieben sind, die aufnehmenden Organisationen für die Doktoranden und Doktorandinnen sein werden).
Die Promovenden müssen 180 ECTS Punkte erwerben. Von diesen entfallen 120 ECTS auf die Dissertation und 60 ECTS können erworben werden in einer Auswahl von Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, den Promovenden Fähigkeiten zu vermitteln und zu attestieren, die auf dem globalen akademischen und wirtschaftlichen Arbeitsmarkt von Interesse sind.
Erfolgreichen Doktoranden wird ein voll anerkannter gemeinsamer Doktorgrad von den beiden Universitäten verliehen, die sie als Hauptuniversitäten besucht haben. Hinzu kommen Zusatzdokumente, die ihre Leistungen an den weiteren Universtiäten/Promotionsprogrammen attestieren, die sie besucht haben.

Die Stipendien werden Ende September 2009 erstmalig online ausgeschrieben.
(www.unibg.it). Sie können per email Kontakt aufnehmen: interzones.phd@unibg.it. Die Ansprechpartnerin Stefania Consonni ist unter interzonesphd-mundus@eu zu erreichen.
Bewerbungen können bis zum 10. Dezember 2009 eingereicht werden.

Zuständigkeit an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen:
Prof. Dr. Ingrid Hotz-Davies, Englisches Seminar (ingrid.hotz-davies@uni-tuebingen.de)
Prof. Dr. Dorothee Kimmich (Koordinatorin des akademischen Programms), Deutsches Seminar (dorothee.kimmich@uni-tuebingen.de)

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
Bewerbungsschluss10.12.2009
PersonName: Ingrid Hotz Davies [Prof. Dr.]; Dorothee Kimmich [Prof. Dr.] 
Funktion: Zuständigkeit an der Universität Tübingen 
E-Mail: ingrid.hotz-davies@uni-tuebingen.de; dorothee.kimmich@uni-tuebingen.de 
LandDeutschland
BenutzerführungDeutsch
SchlüsselbegriffeKomparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation04.00.00 Allgemeine Literaturgeschichte > 04.03.00 Vergleichende Literaturgeschichte
Ediert von  H-Germanistik
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