VIRTUELLE FACHBIBLIOTHEK GERMANISTIK Germanistik im Netz Logo

Wer-Was-Wo - Detailanzeige

Ergebnisanzeige "VII. Kongress der Germanisten Rumäniens"
RessourcentypCall for Papers
TitelVII. Kongress der Germanisten Rumäniens
BeschreibungAusschreibung für die Teilnahme am VII. Kongress der Germanisten Rumäniens - Timişoara / Temeswar, 22.-25. Mai 2006

veranstaltet von der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (Prof. Dr. George Guţu, Universität Bukarest)
und vom Germanistiklehrstuhl der West-Universität Timişoara/Temeswar (Prof. Dr. Roxana Nubert)


Der Kongress wird - ebenso wie die vorangegangenen - den gegenwärtigen Stand der rumänischen germanistischen Forschung, der rumänischen Überlegungen zu Fragen des Deutschunterrichts als Fremd-, Mutter- und Unterrichtssprache, zu Aspekten der kulturellen und geistigen deutsch- bzw. österreichisch-rumänischen Interferenzen veranschaulichen, diesbezüglich Mängel und Lücken aufweisen und damit die Aufgaben sichtbar werden lassen, die die rumänische Germanistik im Zuge verstärkter grenzübergreifender Zusammenarbeit sowie der europaweiten Umwälzungen im Bildunssystem zu bewältigen hat. Zugleich sollen rumänische GermanistInnen und DeutschlehrerInnen Einblick nehmen in die weltweit relevanten Aspekte der inlands- und auslandsgermanistischen Forschung in den Bereichen, die die Sektionen des Kongresses anvisieren. Nicht zuletzt wird der Kongress den rumänischen GermanistInnen die Möglichkeit bieten, einander auch persönlich kennenzulernen und einen nützlichen Erfahrungsaustausch vorzunehmen sowie mit ihren ausländischen KollegInnen, die freundlicherweise zum Kongreß kommen werden, Kontakte anzuknüpfen.
Der Kongress markiert durch ein Sonderkolloquium den 50. Gründungstag des Temeswarer Germanistiklehrstuhls als bedeutender Lehr- und Forschungseinrichtung der Germanistik in Rumänien

Der alle drei Jahre stattfindende Kongress der Germanisten Rumäniens bietet die Möglichkeit der Teilnahme an der diesjährigen VII. Auflage, die in der Stadt Timişoara/Temeswar vom 22.-25. Mai 2006 stattfindet, und zwar in folgenden Sektionen und Foren:

S e k t i o n e n:

1) Theoretische und angewandte Linguistik - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS1.htm

Das großzügig formulierte Rahmenthema öffnet eine weite Skala von Diskussionsansätzen. Sie reichen von deskriptiv-empirischen, korpusbasierten bis hin zu deduktiv-theoretischen, synchronischen wie diachronischen Besprechungen von Spracherscheinungen, aber auch, ja vor allem bis hin zu methodischen Fragen der gegenwärtigen Sprachforschung selbst. Nicht zuletzt legen wir Wert auf die Darstellung von anwendenden, d.h. praxisbezogenen Bezügen der sprachwissenschaftlichen Forschung im weiten Sinn.
Wir versprechen uns rege Diskussionen über Forschungsprojekte im Zusammenhang mit phonetisch-phonologischen, lexikalisch-lexikographischen, morpho-syntaktischen, semantischen, dialektologischen, sprachpragmatischen und sprachwandlerischen Phänomenen des Deutschen bzw. von kontaktlinguistischen und sprachvergleichenden Fragen. Sprachpolitische Einstellungen, der Einfluss der Medien auf die Sprachentwicklung bzw. computer- und internetbasierte Kommunikationsformen führen durch alle Sprachebenen hindurch, runden sich jedoch ab im Text, den wir als Bezugsgröße für alle besprochenen Spracherscheinungen vorschlagen.
Texte betrachten wir als komplexe Instrumente der Kommunikation. Sie lassen sich daher beleuchten in ihrem Produktions- wie Rezeptionsprozess, wobei der sprachwissenschaftliche Grundlagenforscher einen tiefgehenden Einblick in spezifische Spracherscheinungen bekommen kann. Die theoretisch-linguistische Betrachtungsweise lässt sich notwendiger- wie verständlicherweise ergänzen mit der soziologischen, der psychologischen, der kulturbezogenen und der didaktischen Perspektive.
In diesem umfassenden Rahmen werden Beiträge vornehmlich für folgende 3 Untersektionen erwartet:
1. Der Text aus lilnguistischer und praxisbezogener Perspektive
2. Theoretische und sprachvergleichende Aspekte auf allen Sprachebenen
3. Sprachwandel, Sprachvergleich, Sprachkontakt

Anmeldungen sind - am besten gleichzeitig - an folgende Kolleginnen und Kollegen zu schicken:
Prof. Dr. Speranţa Stănescu: sperantas@web.de
Doz. Dr. Ioan Lăzărescu: mlazares@web.de
Doz. Dr. Ruxandra Cosma: muzica@rdslink.ro
Prof. Dr. George Guţu: gutugeorge@yahoo.de


2) Literaturwissenschaft - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS2.htm

Die Sektion bietet einen großzügigen Rahmen für Vorträge und Diskussionen über ein weit aufgefächertes Spektrum an Themen und Autoren. Unter anderen stellen literarischer Kanon, theoretische Konzeptionen (Methodendiskussion) und literaturgeschichtliche Aspekte nicht nur Impulse zur Vertiefung von älteren oder neueren Forschungsergebnisse und -perspektiven dar, sondern können auch eine Auseinandersetzung mit brandaktuellen Problemen der germanistischen Lehre und Forschung, der Literatur/Kulturwissenschaft überhaupt anregen.
Folgende Themenbereiche könnten berücksichtigt werden:
- Autoren- und epochenbezogene Analysen
- Inszenierungen, Verfilmungen, literarische Auftritte im Netz
- Literarische Zeitzeugnisse
- Methoden- und Begriffsdiskussionen
- Fiktion und Wirklichkeit: Grenzen und Interferenzen
Weitere Anregungen sind durchaus willkommen.
Rückfragen, Anregungen zur Ergänzung und Anmeldungen richten Sie bitte an Prof. Dr. George Guţu/Bukarest (ggr01@ggr.ro oder gutugeorge@yahoo.de) oder an Assist. dd. Lucia Nicolau/Bukarest (lnicolau@rdslink.ro).


3) Deutsche Regionalliteraturen in Rumänien. Die Banater deutsche Literatur im interkulturellen Beziehungsgeflecht (in der Betreuung des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Universität München) - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS3.htm

Die deutsche(n) Regionalliteraturen in Rumänien haben weder zu den anderssprachigen Literaturen des Umfelds noch zu dem binnendeutschen Kulturraum bezugslos existiert und sich im Schnittbereich verschiedener Einwirkungen und wechselnder Machtzentren innerhalb multiethnischer kultureller Räume entfaltet. Im Unterschied zu anderen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auch im kommunistischen Rumänien - auf eine Zeitspanne der Marginalisierung und Gängelung unter Diktatur und Zensur folgend - eine beachtliche deutsche Minderheitenliteratur, die in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1980er Jahren eine geradezu erstaunliche Resonanz fand.
Es dürfte verständlich sein, dass im Rahmen dieses Kongresses der GGR, der in Temeswar stattfindet, das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) eine Sektion einrichtet, deren Vorträge sich zwar nicht ausschließlich mit der deutschen Literatur im Mehrvölkerraum Banat auseinander setzen, aber diese - soweit möglich - in besonderem Maße berücksichtigen.
Es dürfte verständlich sein, dass im Rahmen dieses Kongresses der GGR, der in Temeswar stattfindet, das IKGS eine Sektion einrichtet und betreut, deren Vorträge sich mit der deutschen Literatur im Mehrvölkerraum Banat auseinander setzen. Diese hat weder bezugslos zu den anderssprachigen Literaturen der Region noch zu dem binnendeutschen Kulturraum existiert und sich im Schnittbereich ganz verschiedener Einwirkungen und wechselnder Machtzentren innerhalb multiethnischer kultureller Felder entfaltet. Im Unterschied zu anderen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auch im kommunistischen Rumänien - auf eine Zeitspanne der Marginalisierung und Gängelung unter Diktatur und Zensur folgend - eine beachtliche Literatur in deutscher Sprache, die in der Bundesrepublik seit den 1980er Jahren eine geradezu erstaunliche Resonanz fand.
Schwerpunktmäßig sollen Modalitäten der wechselseitigen Wahrnehmung, des Kulturtransfers im Spannungsfeld von Korrelation und Konflikt, von Annäherung und Abgrenzung im historischen Wandel - befragt und beleuchtet werden.
Folgende Themenkreise stehen dabei zur Diskussion:
- "Community of Sensibility" (Raymond Williams) - Denkbilder und Ausdrucksformen regionaler Identität/Mentalität
- Literarisches Leben in den Vielvölkerregionen Banat, Bukowina, Siebenbürgen, Bessarabien: Inseln, Brücken, Passagen, Verflechtungen, Übergänge
- Bildungs- und Kulturinstitutionen, deutschsprachige Öffentlichkeit und Presselandschaft
- Literatur als Medium kultureller Selbst- und Fremdauslegung. Eigenstereotype, das Bild der anderen
- Modalitäten wechselseitiger Wahrnehmung: Korrelation und Konflikt, Annäherung und Abgrenzung
- Übersetzer - "die geschäftigen Kuppler" (J. W. von Goethe)
- Im Spannungsfeld von Staats- und Muttersprache: Konkurrenz und Interferenz
- Erscheinungsformen literarischer Mehrsprachigkeit
- Traditionsbrüche als Entwicklungskostante
- Probleme des Sprach- bzw. Landwechsels
- Banat, Bukowina, Siebenbürgen in literarischen Fiktionskonstruktionen
- Zwischen Beharrung und Veränderung (Beispiel: Generationskonflikt)
- Vereinnahmung, Verstrickung, Zwänge, Widerstand: rumäniendeutsche Literatur unter Diktatur und Zensur
- Grenzüberschreitende Übergangsszenarien (Abschied, Migration, Ankunft, Integration)

Rückfragen und Anmeldungen sind an folgende Adressen zu richten: Peter.Motzan@ikgs.de; gutugeorge@yahoo.de


4) Didaktik des Deutschunterrichts (DaF, DaM, DaU) - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS4.htm

Das Ziel der Sektion liegt darin, eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation in Forschung und Lehre zu machen und daraus weitere wichtige Arbeits- und Forschungsfragen in den Bereichen: Erwerb und Vermittlung von sprachlichen Kompetenzen, Qualitätsentwicklung und -sicherung im DaF- und DaM-Unterricht abzuleiten. Dabei soll die enge Verbindung zwischen Forschung und Lehre verdeutlicht werden.
Möglich sind Kurzvorträge, Posterpräsentationen mit kurzer Einführung, sowie Diskussionsrunden zu den einzelnen Themenschwerpunkten:
- Erwerb und Vermittlung von sprachlichen Fertigkeiten, Ansätze und Ideen zur Förderung der Motivation und Effizienz bei ihrem Erwerb
- Innovative Tendenzen in der Curriculumsentwicklung; Curricula und der Gemeinsame europäische Referenzrahmen
- Ausbau von sprachlichen Handlungsfähigkeiten in besonderen Fachdisziplinen
- Das Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen als Grundlage für die Evaluierung von Leistungen und Qualitätssicherung
a. Lernerfolge reflektieren, Sprachkompetenzen beurteilen; Evaluation als wichtiger Aspekt des Lehr- und Lernprozesses
b. Das europäische Sprachenportfolio als Instrument zur Förderung des autonomen Lernens im DaF-Unterricht
c. Rolle der Unterrichtenden in der Qualitätsentwicklung
- Aus- und Weiterbildung von Lehrenden, Perspektiven der Deutschlehreraus- und weiterbildung, methodisch-didaktische Kompetenzen der DaF-Lehrenden

Fragen sind zu richten an folgende Adressen: Speranţa Stănescu (sperantas@web.de), Marianne Koch (koch@rnc.ro), Carmen Muntean (buby_kopf@yahoo.com).


5a) Rumänisch-Deutsche/Österreichische interkulturelle Grenzgänge (in dt. Sprache) - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS5a.htm

In dieser Sektion sollen literatur- und kulturwissenschaftliche Beiträge referiert und diskutiert werden, die das Phänomen der Interkulturalität in den rumänisch-deutschen bzw. rumänisch-österreichischen Literatur- und Kulturbeziehungen namhaft zu machen suchen.
Das Überschreiten sprachlicher und kultureller Grenzen, das regelmäßige Passieren einer Grenze aus beiden Richtungen, wie es den Grenzgänger auszeichnet, soll dabei die Leitfigur sein, die die Arbeit in dieser Sektion methodisch, thematisch und von der Zielsetzung her bestimmt.
In Frage kämen etwa komparatistische oder kontrastive Beiträge, die kulturelle Phänomene und deren interkulturelle Aspekte im rumänischen wie im deutschen oder österreichischen Kulturkreis in den Blick nehmen, sowie solche, die sich mit in den genannten Kulturkreisen auf je eigene Weise und doch im interkulturellen Gespräch in Relation zueinander artikulierten literarischen Formen und Motiven auseinandersetzen. Zum gleichen thematischen Bereich gehören Beiträge über Autorinnen und Autoren, die sich grenzgängerisch zwischen den genannten Kulturkreisen bewegen und in ihren Werken, sei es als Einheimische, sei es als Migranten, über die Verschiedenheit sprachlicher sowie kultureller Handlungen und Aktanten nachsinnen. Schließlich sollte die Reflexion theoretischer Konstrukte und gedanklicher Konzepte kritisch hinterfragt werden, die - wie etwa das Konzept der "Zwischenschaft" (Dieter Schlesak) - das Grenzgängerische zu thematisieren und ihm neue Facetten abzugewinnen vermögen.
Die Sektion bleibt für themarelevante Ideen und für forschungsmäßig weiterführende inhaltliche, methodische wie thematische Ansätze und Zielsetzungen offen.

Rückfragen und Anmeldungen sind an folgende Adressen zu richten: craciunfischer@yahoo.com; gutugeorge@yahoo.de.


5b) Interculturalitate transfrontalierã româno-germanã/austriacã (in rum. Sprache) - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS5b.htm

În cadrul unei abordări interculturale, cel care vrea să înţeleagă fenomene culturale exprimate într-o altă limbă trebuie să aibă conştiinţa aparteneţei la propria cultură. Cel mai adecvat mod de a dobândi o asemena conştiinţă constă în compararea propriei culturi cu o altă cultură. Această metodă implică o atitudine deschisă faţă de o altă cultură şi capacitatea de a relativiza valorile propriei culturi.
La nivelul limbii sunt reflectate prin excelenţă normele şi valorile unei culturi în evoluţia lor istorică.
Abordarea interculturală a relaţiilor dintre spaţiul de cultură român şi spaţiul de cultură german este aplicabilă în mai multe domenii: literatură, lingvistică, didactică etc.
În spaţiul literaturii, se poate analiza modul în care o anumită reţea de interdependenţe între cele două culturi contribuie la apariţia "plusvalorii  estetice. Un capitol special îl constituie literatura de limbă germană din România, aceasta reprezentând, de multe ori, un exemplu viu de interculturalitate aplicată.
În domeniul lingvisticii, se pot face observaţii interesante privitoare la influenţele germanei asupra unor anumite părţi ale lexicului limbii române. Fertilă se poate dovedi o abordare interculturală şi atunci când se compară diversele forme de existenţă ale germanei (germana din Germania, germana din Austria...)
Pentru didactica învăţării limbii germane este relevantă formarea competenţelor interculturale (lingvistice, pragmatice, discursive, strategice).
În această secţie ar fi binevenite şi prezentări de proiecte sau rezultate ale cercetărilor din domenii precum teorie literară, estetică, epistemologie, antropologie:
- studiul epocilor şi curentelor în cultura română în raport cu cea germană, de ex. concepţii despre "clasicism", "realism", "modernitate", etc. din perspectiva cercetărilor actuale
- studii culturale în sensul unui spectru larg de teme: istorie socială, politică, istoria mijloacelor de comunicare, istoria relaţiilor cotidiene, istoria lecturii, etc.
- studii în contextul "istoriei ideilor" (Begriffsgeschichte), orientarea respectivă permiţând o abordare mai flexibilă decât comparatismul tradiţional; sunt vizate contribuţii privind practicile culturale în contextul culturilor în limbi naţionale şi în context european; în prim plan pot intra atât studiile specialiştilor în istorie, sociologie, antropologie, cât şi cele ale cercetătorilor discursului literar: de interes ar fi de exemplu: "educaţie/pedagogie" în discursuri specifice sau literare în contextul modernităţii; de ex. discursul (literar) al "sincerităţii" şi al prefăcătoriei, istoria ideii de "contract"; modele pragmatice şi literare ale "negocierii",modele literare şi non-literare ale "comunităţii", etc. - toate, evident, preponderent cu trimiteri la literaturile/culturile din România, Germania şi Austria; şi nu numai.

Detalii şi anunţarea participării la adresele de e-mail: gutugeorge@yahoo.de, g_nicolaescu@yahoo.com, a.radulescu@pcnet.ro.


6) Interkulturelle Kommunikation und anthropologische sowie kulturell-literarische Interreferentialität - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS6.htm

Interkulturelle Kommunikation visiert vorrangig die in der kulturellen Handlung mit implizite Über-Setzung von Kulturen im Sinne einer heuristischen Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdbildern, wobei es prioritär um die Über-Setzung des Fremden ins Eigene, um die Herausbildung von identitären Bewusstseinsinhalten handelt.
Die Kulturen wollen auch als "Gedächtnisraum" (im Sinne von R. Lachmann) verstanden werden. Alienisierung des Alteritären und Alterisierung des Alienen (Tzwetan Todorov, Horst Turk) sind evolutionäre Prozesse, die teils mit der Imagologie, teils mit Transferhandlungen eng verbunden sind, die einander keinesfalls ausgrenzen, sondern eher integrativ ergänzen. Werden die Kulturen gleichzeitig auf die Funktion eines Interpretations- und Wertungsraums (Jürgen Mittelstraß) eingeschränkt, so behalten sie dabei ihre volle Integrität bei. Letztendlich geht es um die kulturell verfrachtete Kommunikation innerhalb der phänomenal und geistig wahrnehmbaren Welt und um deren Transfer ins Ästhetisch-Fiktionale.
Im diachronen und diastratischen Prozess der Einwirkung der Kulturen aufeinander sind herausfordernde Interferenzerscheinungen, intertextuelle und interkontextuelle Bezüge zu hinterfragen, die aufgrund struktureller Analogien auftreten können.
Berücksichtigt werden sollte dabei auch der Sonderfall der diachron-anthropologischen und kulturell-literarischen Interreferentialität (George Guţu). Gemeint ist die Überlappung, Durchdringung und Über-Setzbarkeit nicht nur von Kulturen, sondern auch von (sprachlich-literarischen) Traditionen und Felder. Das Fremde erscheint auch als das Vergangene, das vermittelt werden muss. Die neuere und neueste deutschsprachige Literatur kann gerade unter diesem Blickwinkel als Traditionsmittlerin zwischen verschiedenen Feldern und Referenzrahmen betrachtet werden: Wie vereinbart man das Imaginäre einer Epoche mit dem der Gegenwart? Warum werden große Motive der weltliterarischen Klassik zyklisch wieder belebt? Warum schreibt Peter Handke z. B. einen Don Juan? Warum hat der Parzival-Stoff in den 80er∈90er Jahren eine sehr rege Rezeptionsphase erlebt? Warum formulierte Rudolf Borchart seine Kritik am Nationalsozialismus mit Hilfe der Jamben der antiken Satire? Wie kam es zu kollektiv/gemeinschaftlich geprägten Bildern, Metaphern, Symbollen? In Form und Inhalt scheint die Vergangenheit und die (Selbst/Fremd)Referentialität für die kulturelle Produktion der Gegenwart unabdingbar zu sein.
Die Sektion sollte grundsätzlich literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven angehen und diese sowohl theoretisch als auch text- und kontextbezogen paradigmatisch ins Blickfeld rücken lassen. In den Vordergrund rückt das Verhältnis zwischen den europäischen Literaturen und Kulturen untereinander sowie deren Interdependenz und Interstitialität im Verhältnis zu außereuropäischen literarisch-kulturellen Manifestationen. Fremdkulturelle Wirklichkeit ist nicht nur bei deutschsprachigen Autoren zu beachten.
Nachstehend einige gewinnbringend eruierbaren Fragen bzw. Themenbereiche:
- Identitäts- und Alteritätsbilder in der deutschsprachigen Literatur
- Literatur und multikulturelle/mehrsprachige Identität
- Der Mythos Europa/Mitteleuropa
- Asien und Europa in der deutschsprachigen Literatur
- Literatur als Brücke zwischen Kulturen und Zeiten
- Diachron-anthropologische Interreferentialität

Rückfragen und Anmeldungen sind an folgende Adressen zu richten: mzaharia@rdslink.ro, decuble@hotmail.com, gutugeorge@yahoo.de


7) Sonderkolloquium zum 50. Gründungstag des Germanistiklehrstuhls der West-Universität Timişoara/Temeswar - http://www.ggr.ro/cong7ExpoKoll50.htm

Schwerpunkte des Jubiläumskolloquiums sind:
- Die Temeswarer Germanistik als Inbegriff der Auslandsgermanistik
- Zur Geschichte des Germanistiklehrstuhls in Temeswar
- Politik und Germanistik (z. B. Johann Wolf, Hans Weresch, Rudolf Hollinger, Stefan Binder, Geza Stoica, Karl Streit)
- Erinnerungen an den Lehrstuhl
- Berufswege ehemaliger Absolventen (z. B. Herta Müller, Richard Wagner, Johann Lippet, Werner Kremm, Walter Jass, Hans Fink u. a.)
- Die Beziehungen zu anderen Germanistiklehrstühlen in Rumänien
- Die Beziehungen zur binnendeutschen Germanistik und anderen Germanistiklehrstühlen im Ausland
- Die Tradition der Fachdidaktik am Lehrstuhl
- Lehrbuchanalysen: Deutsche Lehrbücher (z. B. Franz Weresch oder Johann Wolf) aus der Zwischenkriegszeit
- Lehrbuchanalysen: Deutsche Lehrbücher und Anthologien nach 1944
- Zur Mundartforschung am Lehrstuhl bzw. die Arbeit am Wörterbuch der Banater deutschen Mundarten
- Zur Entwicklungsgeschichte des Sprachunterrichts
- Publikationen im linguistischen Bereich
- Die Entwicklungsgeschichte des Literaturunterrichts
- Publikationen im literaturwissenschaftlichen Bereich
- Rumäniendeutsche Literatur am Lehrstuhl
- Die Beziehungen des Lehrstuhls zur deutschsprachigen Presse in Rumänien (Banater Schrifttum, Neue Literatur, Neuer Weg, Neue Banater Zeitung, Deutsche Allgemeine Zeitung für Rumänien, Banater Zeitung, Karpatenrundschau etc.)
- Die Beziehungen des Lehrstuhls zum Deutschen Staatstheater Temeswar
- Die Beziehungen des Lehrstuhls zur Lenau-Schule
- Die Beziehungen des Lehrstuhls zum Demokratischen Forum der Deutschen im Banat und zum Deutschen Forum in Temeswar
- Die Beziehungen des Lehrstuhls zum Deutschen Kulturzentrum
- Der Deutschunterricht im Banat (an deutschen, rumänischen, ungarischen, serbischen, jüdischen Schulen)
Anmeldungen und weitere Auskünfte hauptsächlich über Prof. Dr. Roxana Nubert (ana@litere.uvt.ro) [und/oder Prof. Dr. George Guţu (gutugeorge@yahoo.de)].


F o r e n:


1. Forum: 'Zigeuner' als Fremde und Arme? Zur Darstellung von 'Zigeunern' in literarischen und ethnographischen Texten (innerhalb der Sektion 6) - in Zusammenarbeit mit der Universität Trier - http://www.ggr.ro/cong7ExpoZig.htm

'Zigeuner' wurden oft als eine sozial und/oder ethnisch determinierte Gruppe wahrgenommen, die in Ost- und Westeuropa seit Jahrhunderten lebte, dennoch aber meist von den Mehrheitsgesellschaften ausgeschlossen blieb und ein 'geheimnisvolles Eigenleben' führte.
Im Rahmen dieses Forums werden Vorträge erbeten, die sich mit 'Zigeunern' als Objekten, aber auch als Subjekten der Verhandlung von Inklusion und Exklusion insbesondere in den deutsch- und rumänischsprachigen Gebieten, aber auch in weiteren Regionen Europas befassen. Die Beiträge können sowohl literarische, als auch ethnographische und anthropologische Texte sowie Reiseliteratur ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts behandeln.
Die Definitionen, Beschreibungen und Verortungen von 'Zigeunern' ermöglichen zum einen Rückschlüsse auf die Selbstbilder und Fremdheitsentwürfe der jeweiligen Mehrheitsgesellschaften sowie auf Faktoren, die zur Begründung von Praktiken des Ein- und Ausschlusses herangezogen wurden. Zum anderen stellt sich die Frage, inwiefern die Darstellungen von 'Zigeunern' in ein vorgefertigtes diskursives Konzept eingebettet sind - etwa, wenn westliche Reisende durch die Beschreibung der 'Zigeuner' lediglich die 'Exotik' der östlich-habsburgischen bzw. rumänischen Gebiete illustrieren wollen.

I. An Reisebeschreibungen, ethnographische und anthropologische Texte aus dem 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhundert könnten etwa folgende Fragen herangetragen werden:
- Welche Funktionen werden 'Zigeunern' in Reisebeschreibungen und in ethnographischen Texten zugewiesen?
- Welche Rolle spielen Armut sowie ethnische und soziale Fremdheit bei der Semantisierung von 'Zigeunern'? Wie können die Wechselbeziehungen zwischen diesen stereotypen Zuweisungen und konkreten sozialen Prozessen beschrieben werden?
- Wie wird der Austausch der 'Zigeuner' mit den jeweiligen Mehrheitsgesellschaften beschrieben?
- Inwiefern werden sie zu einem bloßen Accessoire der Fremdheit oder 'Wildheit' bestimmter geographischer Gebiete? Werden 'Zigeuner' als Negativ- oder auch als Positivbeispiel zur Konsolidierung eines bestimmten Weltbildes benutzt (etwa als 'asoziale Schmarotzer' oder aber als 'edle Wilde')?
- Welches wären, umgekehrt, mögliche Kriterien einer angemessenen Auseinandersetzung mit den Dargestellten? Gibt es in den untersuchten Texten Beispiele einer reflektierten, dialogisch angelegten Repräsentation von 'Zigeunern'?

II. Literarische Texte können schon aufgrund ihrer Mehrdeutigkeit 'Zigeuner'-Darstellungen beinhalten, die klischeehaften Mustern entkommen. In literarischen Werken aus dem ausgehenden 18. bis 20./21. Jahrhundert gilt es zu untersuchen, wie die 'Zigeuner'-Figuren gestaltet sind und welche Rollen sie innerhalb der Texte einnehmen.

Es wäre zu fragen, wie sich die literarischen Repräsentationen zu Mehrheitsdiskursen über 'Zigeuner' verhalten und inwiefern sich positive oder negative Typisierungen ausmachen lassen. Von Interesse ist auch die Art und Weise, wie der Prozess der (gegenseitigen?) Absonderung von Mehrheitsgesellschaft und 'Zigeunern' dargestellt wird. Ferner kann es um die Verknüpfungen zwischen 'Zigeunern' einerseits und Bedeutungskomplexen wie 'Kunst' oder 'Volk', 'Ariertum' und der 'indischen Herkunft' andererseits gehen. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den Texten nach 1945, denen der Nationalsozialismus und die Ermordung von Sinti, Roma und Jenischen vorangegangen ist.
Als Querschnittsfragen sind zusätzlich folgende Punkte interessant:
- Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen ost- und westeuropäischen Blicken auf 'Zigeuner'
- Vergleichende Betrachtungen ausgehend von rumänischen literarischen Texten, etwa von Budai-Deleanus "Ţiganiada" oder von Haşdeus "Răzvan si Vidra"
- Beispiele für Selbstdarstellungen/Selbstäußerungen von 'Zigeunern' aus dem 18. und 19. Jahrhundert in den rumänischen Fürstentümern Moldau, Walachei und Siebenbürgen
- Beispiele für (partielle) Inklusion von 'Zigeunern'; Hinweise auf Beiträge von 'Zigeunern' zum Funktionieren der jeweiligen Ökonomien, sei es auf der Mikro-(Dorf-/Stadt-)Ebene oder auf der Makro-(Staats-/Europa-)Ebene; Beispiele für Repräsentationen von sozialem Aufstieg von 'Zigeunern' im 18. und 19. Jahrhundert
Das Forum findet unter Beteiligung des DFG-Sonderforschungsbereiches 600 / Teilprojekt "Zur Semantisierung der Zigeuner von 1850 bis zur Gegenwart" von der Universität Trier statt (Dr. Stefani Kugler, Dr. des. Iulia-Karin Patrut, Anna-Lena Sälzer, M.A. und Prof. Dr. Herbert Uerlings).
Falls Sie Rückfragen haben oder sich mit einem Beitrag beteiligen möchten, wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. George Guţu / Bukarest (ggr01@ggr.ro oder gutugeorge@yahoo.de) oder an Iulia Karin Patrut / Trier (jpatrut@yahoo.de).


2. Forum: Miteinander im Gespräch - Interkulturelle Kommunikation aus der Perspektive der Pragmalinguistik (innerhalb der Sektion 1) - http://www.ggr.ro/cong7ExpoS1a.htm

Sprache und gesellschaftliche Wirklichkeit bedingen einander. Soziale Wirklichkeit manifestiert sich in Sprache, gleichzeitig wird sie überhaupt durch Sprache ermöglicht und hergestellt. Bei der Betrachtung von Sprache in ihrer Verwendung ergibt sich zwangsläufig folgende Dichotomie: Sprache als soziale Gestalt der Kommunikationsgemeinschaft vs. Sprache als individuelles Ausdrucksmittel. Es ist zu erkennen, dass Sprachgebrauch einerseits sozial geprägt ist, andererseits aber auch individuell gestaltet werden kann.
Entsprechend ihrer Eignung für bestimmte Funktionen stehen sprachliche Mittel zur Verfügung, die ein durch komplexe historische und soziale Prozesse entwickeltes gemeinsames Gut der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft darstellt. Die Einbindung dieses Sprachguts in eine Kommunikationssituation ist meist als überindividuell zu sehen. Sie kann von fast jedem Sprachteilhaber vollzogen werden, da sie eine unkomplizierte, leicht zu erkennende soziale, gemeinschaftliche Leistung/Handlung bedeutet. In Ausnahmefällen führt ein inflationärer, undifferenzierter Gebrauch zu negativen Entwicklungen, zum Auftretten als lästig empfundener Stereotype, klischeehaft unbedacht eingesetzter Formeln. Andererseits verfügt jeder Einzelne vermittels seiner ausgeprägten Individualität über die Möglichkeit, diese durch die Wahl der einen oder anderen strategischen Verhaltensweise und der sprachlichen Gestaltung in einer herkömmlichen oder einmaligen Form zur Geltung zu bringen.
Im Rahmen des Forums werden Beiträge erwartet, die sich mit Kommunikation in verschiedenen genau beschreibbaren Situationen befassen. Thematisiert werden sollen Fragenkomplexe wie:
- Kommunikationsformen > mündlich/schriftlich; symmetrisch/asymmetrisch; institutionalisiert/privat;
- Kommunikation im Dialog zwischen Kulturen > Brücken und Hürden;
- Kommunikativ handeln: der Zusammenhang zwischen der sozial geprägten Perspektive und der individuell intendierten Wahl: > Kommunikationsstrategien
- Formulierungsmöglichkeiten

Anregungen zur Ergänzung der Ansätze und Blickwinkel sind sehr willkommen. Rückfragen und Anmeldungen sind an folgende Adresse zu richten: Prof. Dr. Doina Sandu / Bukarest, E-Mail: dsandu@web.de


3. Forum: Südosteuropäische Germanistik im Zuge des Bologna-Prozesses - http://www.ggr.ro/cong7ExpoBologna.htm

Der sogenannte Bologna-Prozess umfasst alle Maßnahmen zur Reorganisation des Studiums mit dem Ziel, die Vision eines einheitlichen und zugleich profilierten europäischen Bildungsraumes zu verwirklichen. Das Kernelement der geplanten Reform ist die Implementierung des neuen Studien- und Graduierungssystems (Bachelor/Master/Promotion) mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen, welches den Studierenden neue Möglichkeiten für eine flexible Verbindung von Lernen, beruflichen Tätigkeiten und privater Lebensplanung eröffnen, mehr Mobilität im Studium sowie einen schnelleren Berufseinstieg ermöglichen soll.
Im Rahmen des Forums sollen verschiedene Fragen des Bologna-Prozesses zur Diskussion gestellt werden u.zw.: (Auslands)Germanistik - Lehrerausbildung - Sprachunterricht sowie Berufsbezug und Praxisorientierung.
Bei diesem Treffen soll die Diskussion fortgesetzt werden, die auf den (von uns organisierten, mitgetragenen bzw. unterstützten) regionalen Tagungen (in Bukarest, Dezember 2004; Schäßburg/Sighişoara, Februar 2005; Opatija [Kroatien], Oktober 2005, und Thessaloniki [Griechenland], November 2005) über die Einführung des Bologna-Systems an den Hochschulen der verschiedenen (südost)europäischen Länder geführt wurde. Zugleich soll darauf hingewiesen werden, dass das Forum konzeptionell auch auf die Fachtagung des FaDaF (Hannover, November 2005) zum gleichen Thema zurückgeht.
Die Teilnehmer werden gebeten, im Rahmen der Tagung über die Germanistik- und Deutschlehrerausbildung an ihren Lehrstühlen, bzw. in ihrem Land zu berichten. Dies soll im Rahmen eines kurzen Vortrags anhand eines Posters geschehen, das sie selbst gestalten.
In Arbeitsgruppen sollen Diskussionen zu Kurzvorträgen über folgende Rahmenthemen stattfinden:
1. Kurzpräsentation der teilnehmenden Universitäten: Information über Typen von Germanistik/DaF-Studiengängen:
2. Die Entwicklung von Kerncurricula/Studiencurricula; zur Modularisierung der DaF-Lehre
3. Motivation und Berufsorientierung der BA/MA-Studiengängen in Verbindung mit den Berufschancen in Europa; fachübergreifende berufsorientierte Qualifikation
4. Die Entwicklung von Lösungsstrategien für Probleme bei der Einführung von BA/MA-Strukturen; die Übergänge BA - MA; Aufbaustudiengänge - Fernstudium
5. Qualitätssicherung
6. Absolventenverbleibsstudien
7. Praxisbezug vs. Wissenschaft?
8. Promotion und Forschung
9. Forschungsschwerpunkte und Kooperationsmöglichkeiten: Formulierung des Handlungsbedarfs, ggf. Gründung eines regionalen Netzwerks

Für Anmeldungen, Fragen bzw. weitere Informationen schreiben Sie Marianne Koch (koch@rnc.ro), Carmen Muntean (buby_kopf@yahoo.com) oder / am besten und George Guţu (gutugeorge@yahoo.de) an.


4. Forum: Studentische Forschung und kreatives Schreiben: Phänomene der Exklusion, Trennungsängste, gefährdete und langwierige Meinungsbildung - http://www.ggr.ro/cong7ExpoStud.htm

Bist du ein Jasager? Bist du ein Neinsager? Selbstbehauptung oder Abhängigkeit? Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung? Diese Fragen beschäftigen uns. Sie beschäftigen auch Dich und mich. Existentiell. Gedanklich. Emotionell. Studierende möchten grundsätzlich selbständig werden. Die Studienangebote für Germanisten sind ebenfalls grundsätzlich darauf ausgerichtet, Studierende selbständig und eigenständig werden zu lassen. Mehr oder weniger reflektiert setzen Lehrbeauftragte wiederum eine eigenverantwortliche Reproduktion der wissenschaftlichen Kommunikation in Bewegung. Sie tun das aufgrund einer epistemisch vertretbaren und aufgrund einer personalisierten Entscheidungsfindung. Die Anknüpfungsmöglichkeiten an die Vorstellungs- und Erfahrungswelten der Studierenden sind dabei teilweise beschränkt.
Studierende lassen sich zunächst führen. Denn die einleitenden Sätze des Lehrbeauftragten, die gemeinsam akzeptiert oder abgelehnt werden müssen, ermöglichen überhaupt das Verstehen der übrigen Sätze; sie bauen aufeinander. Von Kapitel zu Kapitel werden sie argumentativ verkettet und fortgebildet.
Studierende lassen sich zunächst führen. Das haben wir bereits schriftlich festgehalten. Und wie geht es weiter?
Studierende wollen später auch dem gegenüber autonom werden, von dem sie etwas gelernt haben und Autonomer-Werden ist auch in dieser Form mit Trennung von dem Anderen, mit dem Loslösen von einer Ex-Autorität verbunden.
Goethe soll sich einmal über die wissenschaftliche Betätigung geäußert haben: "Ich habe durch nichts die Menschen besser kennen gelernt, als durch meine wissenschaftlichen Bestrebungen. Ich habe es mich viel kosten lassen, und es ist mit manchen Leiden verknüpft gewesen: aber ich freue mich dennoch, die Erfahrung gemacht zu haben."
Dasselbe gilt auch für die durch kreatives Schreiben vermittelte Erkenntnis.
Was will dieses Forum studentischer Forschung?
Antworten finden auf Fragen wie:
- Wie steht es um deine Studien- und Forschungsplanung?
- Warum wäre dieses Buch für dich und für andere Germanisten vielleicht ein Gewinn?
- Greife eine Analyseperspektive deiner Wahl auf! Eröffne anderen Kollegen deinen personalisierten Zugang zu möglichen Sinnzusammenhängen!
- Ist der Ausgangstext auch ein Ansatz zu einem möglichen Forschungsvorhaben?
- Willst du deine ersten Teilergebnisse vorzeigen?
- Wie sieht die Welt aus, die du in deinen Schreibversuchen angehst und darstellst?
- Wie kommuniziert man Wissen und Empfindung? Ähneln sich diese Erkenntniswege? Trennen sie sich? Kreuzen sie einander?

Zusätzliche Info erwünscht? Carmen Iliescu (carmen.iliescu.21@artelecom.net) und Hermine Fierbinţeanu (iohefi2000@yahoo.com) helfen gerne weiter.



Zusätzliche Veranstaltungen:
* L e s u n g e n (deutsche, österreichische, rumäniendeutsche und rumänische Autoren; 22., 23. u. 24. Mai 2006); individuell: Kulturangebote der Stadt Timisoara/Temeswar: Konzert, Theateraufführung, Ausstellungen
* Tagesexkursion (am 24. Mai 2006): Ausflüge in die Banater Region (Timisoara/Temeswar und Sehenswertes in der Umgebung)


Weitere Informationen über die Thematik der Veranstaltungen (Exposés), über die Teilnahmebedingungen sowie über das Anmeldungsverfahren (http://www.ggr.ro/cong7Anmeldung.htm )sind über die jeweiligen Links oder über die Adresse www.ggr.ro/cong7.htm abrufbar.

Anmeldungen sind bis spätestens 25. April 2006 möglich.
Informationen können auch über ggr01@ggr.ro oder gutugeorge@yahoo.de erfragt werden.

Prof. Dr. George Guţu - Universität Bukarest
Fakultät für Fremdsprachen - Institut für Germanistik
Str. Pitar Mos 7-13 RO-010451 Bucuresti
Tel.: 0040-21-252.15.51; Fax: 0040-21-252.59.72
http://www.unibuc.ro/ro/cd_giggutu_ro
Siehe auch: www.ggr.ro

Quelle der BeschreibungInformation des Anbieters
Internetadressehttp://h-net.msu.edu/cgi-bin/logbrowse.pl?trx=vx&list=H-Germanistik&mo...
VeranstaltungsortTimişoara / Temeswar
Anmeldeschluss25.04.2006
Beginn22.05.2006
Ende25.05.2006
PersonName: Guţu, George [Prof. Dr.] 
E-Mail: gutugeorge@yahoo.de  
KontaktdatenName/Institution: Universität Bukarest - Fakultät für Fremdsprachen / Institut für Germanistik - 
Strasse/Postfach: Str. Pitar Mos 7-13 
Postleitzahl: 010451 
Stadt: Bukarest 
Telefon: +40 21 252-1551 
Fax: +40 21 252-5972 
Internetadresse: http://www.unibuc.ro/ro/cd_giggutu_ro  
LandRumänien
BenutzerführungDeutsch; Rumänisch
SchlüsselbegriffeAngewandte Linguistik/ Sprache im Beruf (Technische Kommunikation, Sprachberatung, Schreibtraining, Gesprächstraining, Sprecherziehung, Texttechnologie, sprachbezogene Computeranwendungen, forensische Linguistik); Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache; Geschichte der Germanistik; Komparatistik (Kulturvergleich, Interkulturelle Literaturwissenschaft)
Klassifikation01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.04.00 Wissenschaftsgeschichte; 01.00.00 Allgemeine deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft > 01.07.00 Germanistik im Ausland; 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) > 02.12.00 Deutsche Sprache im Ausland; 05.00.00 Deutsche Literaturgeschichte > 05.06.00 Regionale deutsche Literatur
Ediert von  H-Germanistik
Ein Angebot vonGermanistik im Netz
URL dieses Wer-Was-Wo-Datensatzeshttp://www.germanistik-im-netz.de/wer-was-wo/109

© Virtuelle Fachbibliothek Germanistik | Letzte Änderung 11.10.2007 | Impressum | Intern